Das Hawaiiblässhuhn (Fulica alai), hawaiisch ʻalae keʻokeʻo oder ʻalae kea, ist eine Vogelart aus der Familie der Rallenvögel (Rallidae).. Abgerufen am .P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF

Die Art wurde lange als Unterart (Ssp.) des Indianerblässhuhns (Fulica americana) angesehen und als Fulica americana alai bezeichnet.U.S. Fish & Wildlife ServiceAnimaldiversity.org

Der Vogel ist endemisch in Hawaii und kommt auf den Hauptinseln als Jahresvogel mit Ausnahme von Lānaʻi vor, dort nur als Besucher.

Der Lebensraum umfasst zum Brüten geeignete natürliche Süßwasserteiche, überschwemmte Taro-Felder, Stauseen, betonierte Klärteiche und Brackwasserteiche in niedrigen Lagen.H. D. Pratt und I. L. Brisbin Jr.: Hawaiian Coot (Fulica alai), version 1.0. In: A. F. Poole und F. B. Gill (Herausgeber): Birds of the World, 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Fulica alai

Der Artzusatz kommt vom hawaiischen Namen ʻAlaeaus feurig, brennend und Stirn; vgl. , und meint „verbrannte Stirn“.J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.

Merkmale Die Art ist etwa 39 cm groß.Oiseaux.net Sie ist dem Indianerblässhuhn sehr ähnlich, ins Auge fallende Unterschiede liegen in Form, Größe und Farbe des Schnabels und des Frontschildes, der beim Hawaiiblässhuhn groß und massig ist. Er reicht bis in Höhe des Scheitels und kann von hinten bei erwachsenen Vögeln gesehen werden. Der Schnabel ist weiß und geht in den Frontschild über, der auch weiß oder blass blau oder gelbbraun ist, aus der Ferne weiß wirkt. Einige Individuen haben bei gleicher Form und Größe einen dunkelroten Schild und dunkle Flecken an der Schnabelspitze.A. Engilis, Jr. und T. K. Pratt: Status and population trends of Hawaii’s native waterbirds, 1977–1987. In: Wilson Bulletin, Band 105, S. 142–158, 1993. In Hawaii werden diese Morphen „ʻalae awī“ genannt. Jungvögel haben zunächst noch kleineren Schnabel und Frontschild.

Die Art unterscheidet sich von der Unterart Gallinula chloropus sandvicensis der Teichralle (Gallinula chloropus), die einen durchgehend roten Schnabel und weiße Streifen an den Flanken aufweist. Das Indianerblässhuhn als seltener Irrgast kann lediglich durch das schmalere, dunklere Frontschild unterschieden werden, dass nach hinten zu spitz zuläuft. Die Küken beider Arten können nicht sicher unterschieden werden.

Geografische Variation Die Art ist monotypisch.IOC World Bird List v15.1 Finfoots, flufftails, rails, trumpeters, cranes, Limpkin

Stimme Die Lautäußerungen werden als kurzes scharfes „keek“ Krächzen beschrieben ähnlich denen des Indianerblässhuhns (Fulica americana).

Lebensweise Die Art ist kein Zugvogel, sie folgt dem Regen auf der Suche nach Wasseransammlungen. Die Nahrung besteht aus Pflanzensamen, Blättern, Wasserpflanzen und Lagunenweichtieren, die schwimmend, eintauchend oder in kurzen Tauchgängen aufgenommen werden.

Das Nest schwimmt auf dem Wasser, das Gelege besteht aus 3 bis 10 weißen Eiern.Birds of Hawaii

Gefährdungssituation Der Bestand gilt als potentiell gefährdet (Near Threatened) durch Habitatverlust und eingeführte Prädatoren wie den Goldstaubmungo (Urva auropunctata). Bis zum Jahre 1939 wurde die Art bejagt.I. Lehr Brisbin, H. Douglas Pratt, Thomas B. Mowbray: American Coot (Fulica americana) and Hawaiian Coot (Fulica alai). In: Birds of North America. 2002 doi:10.2173/tbna.697.p.

Literatur T. Peale: Fulica alai. In: Narrative of the United States Exploring Expedition during the years 1838, 1839, 1840, 1841, 1842 under the command of Charles Wilkes, U. S. N. Vol. VIII: Mammalia and ornithology, 1. Auflage, Band 8, S. 224, 1849.

Weblinks

Datazone.Birdlife Macaulay Library Multimedia

Einzelnachweise

Kategorie:Rallenvögel Kategorie:Endemisches Tier Hawaiis