Fallmeister (fränkisch: FallmaidaraiW. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 47. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „fålmaisdəraí“.) ist eine Wüstung auf dem Gemeindegebiet des Marktes Markt Taschendorf im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).

Geographie Die Einöde lag auf einer Höhe von . Im Norden grenzte das Waldgebiet Hummersberg an, im Süden waren es Ackerflächen. Ein Wirtschaftsweg führte über Wilhelminenberg nach Obersteinbach (0,8 km südlich).

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1739 als „Fallhauß“ erstmals schriftlich erwähnt. Es gehörte damals dem Obersteinbacher Untertan Eberhard Schönbein. Er hatte die Tierkadaver zu entsorgen bzw. das Vieh zu heilen. Von der Obrigkeit bekam er hierfür kein Entgelt, er musste sogar jährlich sechs Hunde der Herren von Schwarzenberg verköstigen.W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 47.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Fallmeister 1808 dem Steuerdistrikt Dort als Fallhaus verzeichnet. und der Ruralgemeinde Obersteinbach zugeordnet. Im Topographischen Atlas des Königreiches Bayern in der Ausgabe 1939 wurde der Ort letztmals verzeichnet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1836 1840 1852 1861Einwohner 5 6 6 6HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1836 werden diese als Wohngebäude bezeichnet und von 1840 bis 1861 als Häuser. 1 1 1 1Quelle

Religion Fallmeister war evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Rochus (Obersteinbach) gepfarrt.

Literatur

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Markt Taschendorf) Kategorie:Wüstung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1739 Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert