NBR KLNER D26, D32, D33, D34 Glen Class 350px|rahmenlosLNER-Klasse D34 Nr. 9035 Glen Gloy (ex NBR-Klasse K Nr. 35) Klassen NBR K LNER D26D32D33D34Designer: HolmesReidNummerierungNBR: 317–328 882–893 331–333382–385864–867894 34…307405–408490492–496502–505LNER (ab 1924) 9317–9328 9882–9893 9331–93339382–93859864–98679894 9034…93079405–940894909492–94969502–9505LNER (ab 1946) 2445…24542455…24662467…2498BR: 62445…6245462455…62466 62467…62498 Hersteller: NBR-Werkstätte Cowlairs, GlasgowAnzahl in Klasse: 12121232Anzahl gesamt: 68Baujahre: 19031906–19071909–19101913–1920Ausmusterung: 1922–1926 1947–19511947–19531946–1961 Technische DatenBauart: 2’B n22’B h2Spurweite: 1435 mm (Normalspur)Länge über Puffer: 17.145 mm17.068 mmRadstand: 7120 mmRadstandmit Tender: 14.240 mmDienstmasse:52,8 t53,8 t54,9 t58,1 tDienstmassemit Tender:93,5 t94,5 t100,2 t105,5 tRadsatzfahrmasse:18,6 t19,2 t19,5 t19,4 tAnfahrzugkraft:(bei 85 % Kesseldruck)85 kN95 kN100 kNKuppelraddurchmesser: 1980 mm1630 mmLaufraddurchmesser: 1067 mmSteuerungsart:innenliegende Stephenson-Steuerung mit Kolbenschieber Zylinderdurchmesser: 483 mm (19 in) 508 mm (20 in)Kolbenhub: 660 mm (26 in)Kesseldurchmesser: 1425 mm 1555 mm 1525 mmKesselüberdruck: 13,7 bar 13,1 bar11,4 bar Anzahl Heizrohre: 254 285 258 124Anzahl Rauchrohre: 0 22Rostfläche: 2,1 m² 2,0 m²Strahlungsheizfläche:12,4 m²13,0 m²Rohrheizfläche:134,2 m²150,5 m²137,3 m²94,1 m²Überhitzerfläche: 0 17,9 m²Verdampfungs-heizfläche: 146,6 m²163,5 m²150,3 m²102,2 m²Rohrlänge:3530 mm3610 mmTenderbauart:dreiachsigDienstmasse Tender:40,6 t45,3 t47,4 tWasservorrat:16,9 m³ 19,25 m³22,8 m³Kohlenvorrat:7 t7 t8 tBremsen:Westinghouse-Druckluftbremse,einige DualbremseAnmerkung:Alle Angaben für den Zustand der Ablieferung. Die NBR-Klasse K waren American-Dampflokomotiven, die zwischen 1903 und 1920 von der North British Railway (NBR) in vier Lieferlosen gebaut wurden. Das erste Baulos wurde von Matthew Holmes entworfen und hatte mit 1980 mm (6 Fuß 6 Zoll) Durchmesser größere Treibräder für den Schnellzugverkehr. Die drei nachfolgenden Baulose, die von William P. Reid entworfen wurden, hatten 1830 mm (6 Fuß) große Treibräder und waren für den universellen Einsatz optimiert, weshalb die Baulose 2 und 3 auch als bezeichnet. Das letzte Lieferlos war mit Heißdampfkesseln ausgestattet und wurde als Glen Class bezeichnet, da die Lokomotiven Namen schottischer Bergtäler trugen.
Nach dem Zusammenschluss der britischen Bahngesellschaften in vier großen Gesellschaften durch den Grouping Act wurden die North British Railway von der London and North Eastern Railway (LNER) übernommen. Die Lokomotiven des ersten Bauloses wurden der LNER-Klasse D26 zugeteilt. Die des zweiten Bauloses wurden zur Klasse D32, die des dritten Bauloses zur Klasse D33 und die des vierten Bauloses schließlich zur Klasse D34.
Die LNER baute Lokomotiven der Klasse D32 und D33 zu Heißdampflokomotiven um. Zur Unterscheidung von den nicht umgebauten Lokomotiven erhielten diese die Bezeichnung D32/2 respektive D33/2. Die Naßdampflokomotiven wurden dagegen zur Klasse D32/1 respektive D33/1.
Bau Die Klasse K war der letzte und beste Entwurf von Holmes für Reisezuglokomotiven mit der Achsfolge 2’B.
Die ersten zwölf Lokomotiven dieser Klasse wurden 1902 bestellt und 1903 in den bahneigenen Werkstätten in Cowlairs, einem Stadtteil von Glasgow, gebaut. Bei der Übernahme der NBR durch die LNER wurden sie der Klasse D26 zugeteilt.
William P. Reid, Holmes Nachfolger, versah den Entwurf der K-Klasse mit kleineren Kuppelrädern, um sie für den Einsatz vor schnellen Güterzügen mit verderblicher Ware – hauptsächlich Zügen mit Fisch, die von Mallaig und Aberdeen aus verkehrten – zu optimieren. 1905 wurde eine erste Bestellung über zwölf Lokomotiven aufgegeben, die zwischen 1906 und 1907 in Cowlairs gebaut wurden. Diese Lokomotiven wurden als Intermediate Passenger, Intermediate Goods oder einfach als Intermediates bezeichnet und wurden später von der LNER in die Klasse D32 eingeteilt.
Da die von Reid entworfenen Lokomotiven des zweiten Bauloses der K-Klasse sich als erfolgreich erwiesen und trotz ihrer Auslegung für den Güterverkehr auch im Personenverkehr eingesetzt wurden, entwickelte Reid die J-Klasse. Diese hatte wieder die größeren 1980-mm-Kuppelräder für den Einsatz vor Schnellzügen. Daraus leitete Reid eine Universallokomotive mit 1630-mm-Kuppelrädern ab. Diese wurde als drittes Baulos der K-Klasse zwischen 1909 und 1910 gebaut und umfasste wiederum zwölf Lokomotiven. Die Hauptunterschiede zum zweiten Baulos waren der Kessel und der größere Schlepptender. Die ebenfalls als Intermediates bezeichneten Lokomotiven wurden bei der LNER zur Klasse D33.
Die letzte Entwicklungsstufe erreichte die Klasse K mit dem vierten Baulos, das die größte Anzahl an Lokomotiven umfasste. Die ersten zehn Lokomotiven wurden 1913 gebaut, weitere 22 folgten zwischen 1917 und 1920. Sie trugen Namen schottischer Täler und wurden deshalb auch als Glen Class bezeichnet. Der Hauptunterschied zu den vorherigen Baulosen bestand darin, dass diese Lokomotiven mit Überhitzern ausgestattet waren. Sie wurden bei der LNER in die Klasse D34 eingeteilt.
Betrieb
Erstes Baulos (LNER-Klasse D26) Die ersten sechs Lokomotiven der K-Klasse wurden zunächst dem Depot Aberdeen zugeteilt, um die hochwertigen Schnellzüge nach Edinburgh zu führen. Die anderen sechs Lokomotiven des ersten Bauloses wurden dem Depot St. Margaret's in Edinburgh zugeteilt. Zwei von ihnen fuhren auf der Strecke nach Aberdeen, die übrigen vier auf der Strecke nach Carlisle. Nach einer kurzen Pause wurden zwei der letztgenannten Lokomotiven nach Carlisle versetzt.
Aufgrund der schwereren Züge wurden größere American- und Atlantic-Lokomotiven eingeführt. Für den Schnellzugsdienst wurden daher keine weiteren Lokomotiven der K-Klasse gebaut. Durch die Einführung der Atlantic-Lokomotiven wurden die Lokomotiven der K-Klasse in leichtere Dienste nach Glasgow und Perth verdrängt. Sie verkehrten jedoch weiterhin gelegentlich im schweren Fernverkehr durch die Scottish Borders nach Carlisle, bis 1909 die 2’B-Lokomotiven der J-Klasse (LNER-Klasse D29), auch Scotts genannt, eingeführt wurden. Ab etwa 1915 hatten die Lokomotiven keine regelmäßigen Dienste mehr und wurden nur noch für Sonderfahrten, als Ersatzlokomotiven oder als Vorspannlokomotiven vor den neueren Atlantic-Lokomotiven eingesetzt.
Normalerweise baute die NBR ihre Lokomotiven um, wenn die ursprünglichen Kessel ersetzt werden mussten. Die D26 wurden Anfang 1922 für einen Umbau in Betracht gezogen, es wurde jedoch beschlossen, sie stattdessen auszumustern. Die genauen Gründe für diese Entscheidung sind nicht bekannt, allerdings ist überliefert, dass sich die Rahmen in einem schlechten Zustand befanden. Möglicherweise war der Austausch von Kessel und Rahmen nicht mehr wirtschaftlich, zumal die Integration in die LNER im Jahr 1923 unmittelbar bevorstand. Die ersten drei Lokomotiven wurden Ende 1922 ausgemustert. Neun Lokomotiven gingen noch in den Besitz der LNER über und wurden dort zur Klasse D26. Die LNER setzte das Ausmusterungsprogramm fort, sodass im Juli 1926 die D26 Nr. 9325 als letzte Lokomotive ausgemustert wurde. Viele der D26 verbrachten ihre letzten Jahre auf der North Clyde Line, die von Edinburgh über Airdrie nach Glasgow führt.
Zweites Baulos (LNER-Klasse D32) Die meisten Lokomotiven des zweiten Bauloses wurden zunächst dem Depot Eastfield in Glasgow zugewiesen. Ausnahmen waren zwei Lokomotiven, die Berwick, sowie eine Lokomotive, die Montrose zugeteilt wurden. Alle zwölf Lokomotiven kamen vor Schnellgüterzügen im Langstreckenverkehr zum Einsatz. St. Margaret's in Edinburgh erhielt nach kurzer Zeit einige Lokomotiven für Dienste nach Newcastle und für kürzere Fahrten, beispielsweise von Edinburgh über Bathgate nach Glasgow.
Die Intermediates wurden auch für den Personenverkehr genutzt. Sie kamen häufig bei Ausflugszügen zum Einsatz, darunter auch bei solchen für die Mitarbeitenden der North British Railway. Lokomotiven aus Glasgow kamen häufig im Personenverkehr auf der West Highland Line zum Einsatz. Während des Ersten Weltkriegs wurde die Nr. 981 aus dem Depot St. Margaret's häufig für Truppenzüge von Blairgowrie nach Carlisle über die Tay Bridge, die Forth Bridge und die Waverley Line eingesetzt. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs wurden die Intermediates hauptsächlich im Personenverkehr eingesetzt. Dies sollte bis zu ihrer Ausmusterung so bleiben.
Nach der Integration der NBR in die LNER im Jahr 1923 wurde das zweite Baulos der K4-Klasse zur LNER-Klasse D32. Die Lokomotiven waren den folgenden Depots zugeteilt: St. Margaret's (sechs Lokomotiven), Berwick (drei), Dundee (zwei), und Thornton (eine Lokomotive). Zu diesem Zeitpunkt waren alle zwölf Lokomotiven im Personenverkehr von und nach Edinburgh im Einsatz. Häufige Ziele waren Berwick, Galashiels, Corstorphine in Edinburgh und die Zweigstrecke nach Musselburgh.
In den 1940er Jahren kamen die D32 hauptsächlich bei Regional- und Vorortszügen zum Einsatz. Gelegentlich waren sie jedoch auch auf Fußball-Sonderzügen zu sehen. Mit der Ablieferung der LNER-Klasse B1 in großer Zahl kam das endgültige Aus für die D32. Die Ausmusterung begann im Jahr 1947, wobei British Railways 1948 noch zehn Exemplare übernahm. Die letzten beiden D32 wurden im Dezember 1949 (Nr. 2445) bzw. im März 1951 (Nr. 62451) ausgemustert.
Drittes Baulos (LNER-Klasse D33) Die Lokomotiven des dritten Bauloses wurden, ebenso wie die des zweiten Bauloses, für Schnellgüterzüge mit verderblicher Ware und für Reisezüge eingesetzt. Im Vergleich zum zweiten Baulos waren sie in einem größeren Gebiet im Einsatz und fuhren unter anderem nach Aberdeen, Carlisle, Bathgate, Stirling, Thornton und St. Margaret's. Im Personenverkehr kamen sie auch auf der West Highland Line zum Einsatz.
Im Jahr 1910 testete die NBR am Drumochter-Pass auf der Highland Main Line mehrere ihrer American-Lokomotiven gegen Ten-Wheeler-Lokomotiven der Castle-Klasse der Highland Railway (HR). Den Berichten der Versuchsfahrten zufolge übertraf die NBR-Lokomotive Nr. 867 die HR-Lokomotive Nr. 146 Skibo Castle, weshalb die NBR von der Beschaffung von Ten-Wheelern absah.
Bei der LNER wurden die Lokomotiven des dritten Bauloses der Klasse D33 zugeordnet. Die Heimatdepots der Lokomotiven änderten sich häufig. Eine typische Zuteilung Mitte der 1930er Jahre waren beispielsweise je drei Lokomotiven in Eastfield und Stirling, je zwei in Bathgate und Perth sowie je eine in Thornton und Hawick.
Wie die meisten Lokomotiven der ehemaligen NBR-Klasse K, die den Zweiten Weltkrieg überlebten, wurden auch die D33 ausgemustert, nachdem British Railways eine große Anzahl von Lokomotiven der ehemaligen LNER-Klasse B1 nachgebaut hatte. Die ersten beiden D33 wurden 1947 ausgemustert, die übrigen zehn vor Ende 1953.
Viertes Baulos (LNER-Klasse D34) mini|Fotofahrt mit den beiden Lokomotiven Nr. 62496 Glen Loy und 62471 Glen Falloch. Die Fahrt fand im Mai 1959 im Auftrag der Fernsehsendung Railway Roundabout statt.