mini|St. Quirinus in Sankt Quirin Die römisch-katholische Filialkirche St. Quirinus steht in Sankt Quirin, einem Gemeindeteil von Gmund am Tegernsee im oberbayerischen Landkreis Miesbach. Sie ist in der Liste der Baudenkmäler in Gmund am Tegernsee unter der Nr. D-1-82-116-100 eingetragen. Die Kirche gehört zum Dekanat Miesbach des Erzbistums München und Freising.
Beschreibung Die spätgotische Saalkirche wurde im 15. Jahrhundert anstelle einer Holzkirche errichtet und ab 1676 barock umgestaltet. Sie besteht aus dem Langhaus, dem eingezogenen, dreiseitig geschlossenen Chor im Osten und der Sakristei an der Südwand des Chors, in deren Obergeschoss sich ein Oratorium befindet. Auf dem Satteldach des Langhauses erhebt sich im Westen ein quadratischer Dachreiter, dessen achteckiges, mit einer Zwiebelhaube bedecktes Obergeschoss den Glockenstuhl enthält.
Der Innenraum ist mit einem Stichkappengewölbe überspannt. Der 1638 gebaute Hochaltar wird von den Skulpturen des Simon Petrus und Paulus von Tarsus flankiert. Auf dem Altarretabel ist Quirinus von Tegernsee, im Altarauszug Josef von Nazaret mit dem Jesuskind dargestellt.
Eine Besonderheit ist die Quelle im Boden der Kirche, die von einem achteckigen Rotmarmorbrunnen von 1679 eingefasst ist. Ein schmiedeeiserner Aufbau wird von einer Statue des heiligen Quirinus gekrönt. Mit Hilfe von Seilwinde und Kupfereimer kann das Trinkwasser aus dem Brunnen geschöpft werden.
Von 2017 bis 2025 wurde die Kirche für 2,8 Millionen Euro umfangreich saniert. Unter anderem wurden Dachstuhl und Glockenturm saniert, das Dach neu eingedeckt, die Putzfassade saniert, die Außenanlagen wiederhergestellt. Im Langhaus und Chorraum baute man einen neuen Natursteinbodenbelag ein, erneuerte die Elektroinstallation und Beleuchtung und restaurierte die Kirchenfenster. Zelebrationsaltar, Ambo und die Priestersitze wurden in Zusammenarbeit mit dem Künstler Matthias Larasser-Bergmeister aus Ebersberg liturgisch neu gestaltet. Fachleute restaurierten nahezu sämtliche Gegenstände, Skulpturen, den Hochaltar und die Orgel.
Orgel Das Positiv mit fünf Registern wurde um 1680 mit einer rein mechanischen Schleiflade und einem Barockprospekt von einem unbekannten Orgelbauer erbaut. Die Disposition lautet:Orgeldatenbank Bayern v5 (2009) (online), abgerufen am 30. Mai 2025. Manual C,D,E,F,G,A–c3 Copel 8′ Flöte 4′ Principal 2′ Quint ′ Zimbel II ′ vermutlich früher Mixtur
Anmerkungen
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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