Niklas Mitteregger (* 1991 in Graz, Österreich) ist ein österreichischer Schauspieler und Musiker. Er ist vor allem durch seine Theaterarbeit am Residenztheater München sowie als Mitglied der Band NITSCH bekannt.

Ausbildung und künstlerische Karriere Mitteregger absolvierte von 2015 bis 2019 sein Schauspielstudium am renommierten Mozarteum Salzburg (Thomas-Bernhard-Institut). Bereits während des Studiums arbeitete er mit namhaften Regisseuren wie Matthias Hartmann, Volker Lösch und Anita Vulesica zusammen und spielte in Produktionen wie Clavigo, Safe Places und Medea am Theater am Kunstquartier Salzburg.

Nach dem Studium erhielt Mitteregger Auszeichnungen beim Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender, darunter den Ensemble-Preis und den Preis der Studierenden. In der Spielzeit 2018/2019 war er am Düsseldorfer Schauspielhaus engagiert. Seit der Spielzeit 2019/2020 ist er festes Ensemblemitglied am Residenztheater München, wo er in zahlreichen Inszenierungen auf der Bühne stand, darunter Woyzeck, Götz von Berlichingen, Schiffbruch der Fregatte Medusa und Agnes Bernauer.

Zu seinen Film- und Fernsehrollen zählen unter anderem der Kinofilm Last Song for Stella und Auftritte in deutschen Fernsehproduktionen wie Tatort München. Neben seiner Schauspielkarriere ist Niklas Mitteregger auch als Musiker aktiv. Er ist Mitglied der Band NITSCH, die 2022 gemeinsam mit Nick McCarthy (ehemals Franz Ferdinand) und dem Produzenten Emin Corrado gegründet wurde. Die Band steht beim Label Staatsakt unter Vertrag. Die Debütsingle Mutant Funk erschien 2022, gefolgt von weiteren Veröffentlichungen wie Is ok, Ende der Welt und Ich kann nicht mehr.

Theater (Auswahl) Mozarteum Salzburg 2016: Clavigo (als Clavigo). Von Johann Wolfgang von Goethe. Inszenierung: Heike Frank 2016: Safe Places (als Mann). Von Falk Richter. Inszenierung: Volker Lösch 2017: Das Knurren der Milchstraße (als Die fette Heidi Klum). Von Bonn Park. Inszenierung: Anita Vulesica

Meraner Festspiele (Südtirol) 2017: Die Verfolgten (als Serafin Gorfer). Von Luis Zagler. Inszenierung: Oliver Karbus

Düsseldorfer Schauspielhaus 2018: Abiball (als Benno, Abiturient). Von Lutz Hübner und Sarah Nemitz. Inszenierung: Robert Lehniger 2019: Mann ist Mann (als Galy Gay, ein irischer Packer / Jeraiah Jip). Von Bertolt Brecht. Inszenierung: David Schnaegelberger

Residenztheater München 2019: Ronja Räubertochter (als Birk). Nach dem Roman von Astrid Lindgren, Inszenierung: Daniela Kranz 2020: Der starke Stamm (als Metzger Jackl). Nach Marieluise Fleißer. Inszenierung: Julia Hölscher 2020: FaserlandFaserland (Solo-Stück). Nach dem Roman von Christian Kracht. Inszenierung: Niklas Mitteregger (Wegen Lizenzfragen nicht öffentlich aufgeführt), 2021: Agnes Bernauer (als Franz / Arbeiterin 2 / Heinz / Beamter). Von Franz Xaver Kroetz. Inszenierung: Nora Schlocker 2021: Die Träume der Abwesenden (als Chaim, Sohn von Hans und Pien). Nach Judith Herzberg. Inszenierung: Stephan Kimmig 2021: Es waren ihrer sechs – Eine Hommage an den Münchner Widerstand "Die Weiße Rose" (als Alexander). Frei nach dem Roman von Alfred Neumann in einer Bearbeitung von Tomasz Śpiewak. Inszenierung: Michał Borczuch 2022: Gier unter Ulmen (als Peter Cabot). Von Eugene O’Neill. Inszenierung: Evgeny Titov 2022: Spiel des Lebens – Die Kareno-Trilogie: «An des Reiches Pforten» – «Spiel des Lebens» – «Abendröte» (als Tare). Nach Knut Hamsun. Inszenierung: Stephan Kimmig 2022: Der Schiffbruch der Fregatte Medusa (Ensemble). Von Alexander Eisenach nach dem historischen Bericht von Jean-Baptiste Henri Savigny und Alexandre Corréard. Inszenierung: Alexander Eisenach 2022: Agamemnon (als Bote / Chor). Nach Aischylos. Inszenierung: Ulrich Rasche (in Kooperation mit dem Athen- und Epidaurus-Festival AEF) 2023: Reineke Fuchs (als Grimbart. der Dachs). Nach Johann Wolfgang von Goethe. Inszenierung: Schorsch Kamerun 2023: Woyzeck (als Ausrufer/Handwerksbursche). Nach Georg Büchner. Inszenierung: Ulrich Rasche 2023: Götz von Berlichingen (als Adelbert von Weislingen). Nach Johann Wolfgang von Goethe. Inszenierung: Alexander Eisenach 2024: Mosi – The Bavarian Dream (als Sohn / Kaiserin / ein Herr / Strichjunge). Von Alexander Eisenach, Inszenierung: Alexander Eisenach 2024: Sohn einer Mutter. Mutter eines Sohns (als Maziar). Text und Inszenierung: Pooyan Bagherzadeh 2024: Ein Sommernachtstraum (als Helmut). Nach William Shakespeare. Inszenierung: Stephan Kimmig 2025: Sankt Falstaff (als # 7 / Hitzkopf). Von Ewald Palmetshofer frei nach Shakespeares «King Henry IV» (Uraufführung / Auftragswerk). Inszenierung: Alexander Eisenach 2025: Das Gelobte Land (als Chris). Von Asiimwe Deborah Kawe, Inszenierung: Jakab Tarnóczi 2025: Kasimir und Karoline (als Maria). Von Ödön von Horváth. Inszenierung: Barbara Frey 2026: Munich Machine (als Lenin/Harry/Alter Ministrant/Wehrsportgruppenführer). Von Albert Ostermaier. Inszenierung: Ersan Mondtag 2026: Mercury (als Journalist). Eine Spurensuche von Michał Borczuch und Ensemble. Inszenierung: Michał Borczuch

Filmographie (Auswahl) Film 2023: Stella. Ein Leben (als Schwöbel). Spielfilm. Regie: Kilian Riedhof 2025: Paradeisa (als Sepp). Spielfilm. Regie: Marleen Valien

Fernsehen 2024: Tatort: Schau mich an 2026: Polizeiruf 110: Ablass 2026: Tatort: Unvergänglich – Teil 1 2026: Tatort: Unvergänglich – Teil 2 2026: In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte (Fernsehserie, Folge Bewährungsprobe)

Auszeichnungen 2018: Ensemble-Preis beim Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender 2018: Preis der Studierenden beim Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender 2024: Nominierung für den Förderpreis beim Kurt-Meisel-Preis der Freunde des Residenztheaters e. V. 2025: Förderpreis für besondere schauspielerische Begabung und Leistung beim Kurt-Meisel-Preis der Freunde des Residenztheaters e. V.

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Einzelnachweise

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