Darnowo () ist ein Dorf in der Landgemeinde Kępice im Powiat Słupski der polnischen Woiwodschaft Pommern.

Geographische Lage Das Dorf liegt in Hinterpommern, links der Wieprza und rechts der Studnica, etwa 17 Kilometer nordnordwestlich von Miastko, 13 Kilometer südwestlich des Kirchdorfs Trzebielino und sieben Kilometer nordwestlich des Dorfs Dretyń.

Bei dem Dorf liegt am Jezioro Darnowskie (Börner See).

Geschichte mini|Börnen, nordnordwestlich von Rummelsburg (Miastko) und südwestlich des Kirchdorfs Treblin (Trzebielino), auf einer Landkarte von 1915 Das Bauerndorf Börnen gehörte ehemals zu dem alten Zitzewitzschen Lehen Brotzen. In Brotzen und Börnen waren die Zitzewitz schon 1575 begütert.Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preussischen Monarchie, Band 3: T–Z, Nachtrag A–Z, Berlin 1854, S. 170, rechte Spalte (Google Books). Der Vasallen-Tabelle zufolge befanden sich um 1756 die Hälfte des Dorfs Börnen und das Dorf Turzig sowie das Vorwerk Gesifzig im Besitz des 75 Jahre alten Ernst Lorenz von Massow.Robert Klempin und Gustav Kratz: Matrikeln und Verzeichnisse der Pommerschen Ritterschaft vom XIV bis in das XIX Jahrhundert. Berlin 1863, S. 423, Ziffer 15 (Google Books). Um 1782 hatten die Lehensnachfolger des Hauptmanns Friederich von Zitzewitz das Gut Brotzen in Besitz. Laut Vasallen-Tabelle besaß um 1804 der 57 Jahre alte Gerhard Christoph von Zitzewitz, Major a. D., das Gut Brotzen nebst Bauerngut Börnen und Gut Vangerin.Robert Klempin und Gustav Kratz: Matrikeln und Verzeichnisse der Pommerschen Ritterschaft vom XIV bis in das XIX Jahrhundert. Berlin 1863, S. 526, Ziffer 38 (Google Books).

Am 1. Dezember 1913 wurden auf der 491,7 Hektar großen Gemarkungsfläche der Landgemeinde Börnen 37 viehhaltende Haushaltungen gezählt, die zusammen 27 Pferde, 89 Stück Rindvieh, drei Schafe und 151 Stück Borstenvieh hielten.Königlich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon über den Viehstand und den Obstbau für den Preußischen Staat, Heft 4: Provinz Pommern, Berlin 1915, 2. Regierungsbezirk Köslin, 23. Kreis Rummelsburg, S. 114–115, Ziffer 14 (Google Books).

Anfang der 1930er Jahre hatte die Landgemeinde Börnen eine Flächengröße von 5 km². Innerhalb der Gemeindegrenzen standen insgesamt 44 bewohnte Wohnhäuser an zwei verschiedenen Wohnstätten: Börnen und Forsthaus Börnen. Am 1. April 1936 wurden Gemarkungsteile der Gemeinden Brotzen, Plötzig, Techlipp und Turzig sowie das gesamte Dorf Vangerin in die Gemeinde Börnen eingegliedert.Amtsbezirk Treten (Territorial.de) Börnen hatte seither drei Wohnplätze:Die Gemeinde Vangerin im ehemaligen Kreis Rummelsburg in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011) Börnen Forsthaus Börnen Vangerin Um 1936 gab es im Dorf Börnen unter anderem einen Gasthof, einen Gemischtwarenladen, ein Holzsägewerk, eine Mühle, eine Schmiede und drei Viehhandlungen.Klockhaus' Kaufmännisches Handels- u. Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs, Band 1 A, Berlin 1935, S. 996 (Google Books), und S. 1173 (Google Books).Klockhaus' Kaufmännisches Handels- u. Gewerbe-Adressbuch des Deutschen Reichs, Band 1 A, Berlin 1935, S. 1173 (Google Books).

Die Landgemeinde Börnen gehörte im Jahr 1945 zum Landkreis Rummelsburg im Regierungsbezirk Köslin der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs und war dem Amtsbezirk Treten zugeordnet. Das Standesamt befand sich in Treten.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Börnen Anfang März 1945 von der Roten Armee besetzt. In der Folge wurde der Ort als Darnowo Teil Polens.

Demographie

+ Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner Anmerkungen 1782 – zum Gut Brotzen gehöriges Bauerndorf mit einer Kornmühle, fünf Bauernhöfen, zwei Kossäten und acht Feuerstellen (Haushaltungen) sowie Fischerei im Börner See, zu Brotzen eingepfarrtLudwig Wilhelm Brüggemann: Ausführliche Beschreibung des gegenwärtigen Zustandes des Königl. Preußischen Herzogtums Vor- und Hinterpommern. Teil II, Band 2, Stettin 1784, S. 786, Nr. 8 (Google Books). 1818 48 adliges Dorf, mit einer Wassermühle, zum Kirchspiel Treten gehörigAlexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats. Ausgearbeitet und herausgegeben von Alexander August Mützell. Band 1: A–F, Halle 1821, S. 138, Ziffer 3417 (Google Books).Friedrich von Restorff: Topographische Beschreibung der Provinz Pommern mit einer statistischen Uebersicht, Nicolaische Buchhandlung, Berlin und Stettin 1827, S. 293, Ziffer 11 (Google Books). 1831 80 Dorf mit einem Vorwerk, acht Häusern, einem Patrimonialgericht, adlige Besitzung, zum Kirchspiel Treten gehörigGeorg Friedrich Krause: Handbuch zu dem Atlas von Preußen in 27 Karten; oder: geographisch-statistisch-topographische Beschreibung der preußischen Mönarchie. Zweite Hälfte: Verzeichniß sämmtlicher Städte, Flecken, Dörfer, Weiler, Vorwerke etc. der Monarchie. Band I: A – E, Müller, Erfurt 1835, S. 325 (Google Books). 1852 186 DorfTopographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats (Kraatz, Hrsg.). Berlin 1856, S. 56 (Google Books).1864 229 am 3. Dezember, Gemeindebezirk mit einem Flächeninhalt von 1193,39 MorgenKönigliches Finanzministerium: Die Ergebnisse der Grund- und Gebäudesteuerveranlagung im Regierungsbezirk Köslin, 7. Kreis Rummelsburg, Berlin 1966, S. 2–9, Ziffer 13 (Google Books). 1867 274 am 3. Dezember, davon 244 im Gemeindebezirk und 30 im Gutsbezirk 1871 251 am 1. Dezember, davon 219 im Gemeindebezirk (213 Evangelische, sechs sonstige Christen) und 32 im Gutsbezirk (sämtlich Evangelische)Königl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Pommern und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt. Berlin 1874, Regierungsbezirk Köslin, VIII. Kreis Rummelsburg, S. 142–143, Ziffer 6 (Google Books), und S. 144–145, Ziffer 65 (Google Books). 1885 235 am 1. Dezember, davon 219 (sämtlich Evangelische) im Gemeindebezirk mit einem Flächeninhalt von 321 Hektar sowie 16 (sämtlich Evangelische) im Gutsbezirk mit einem Flächeninhalt von 168 Hektar.Königliches statistisches Bureau: Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen, IV. Provinz Pommern, Berlin 1888, Regierungsbezirk Köslin, 22. Kreis Rummelsburg, S. 156–157, Ziffer 8 (Google Books), und S. 160–161, Ziffer 65 (Google Books). 1895 245 am 2. Dezember, Gemeindebezirk mit einem Flächeninhalt von 320,5 Hektar, sämtlich EvangelischeKönigliches Statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 2. Dezember 1895 und anderer amtlicher Quellen. Band IV: Provinz Pommern, Berlin 1898, 2. Regierungsbezirk Köslin, 22. Kreis Rummelsburg, S. 160–161, Ziffer 8 (Google Books), und S. 164–165, Ziffer 63 (Google Books). 1910 204 am 1. Dezember, DorfBörnen, Dorf, Kreis Rummelsburg, Regierungsbezirk Köslin, Provinz Pommern. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Börnen (meyersgaz.org). 1925 190 darunter 185 EvangelischeDie Gemeinde Börnen im ehemaligen Kreis Rummelsburg in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011) 1933 405 1939 352 2011 108 Główny Urząd Statystyczny, Ludność - struktura według ekonomicznych grup wieku Stand vom 31. März 2011, abgerufen am 11. Dezember 2025

Kirche Kirchspiel bis 1945 Die vor 1945 in Börnen anwesenden Dorfbewohner waren größtenteils evangelischer Konfession. Die evangelischen Einwohner gehörten zum Kirchspiel Treten im Kirchenkreis Schlawe in der Kirchenprovinz Pommern der Evangelischen Kirche der Altpreußischen Union. Sie besuchten die Filialkirche in Brotzen, in die außer Börnen noch die Ortschaften Turzig, Vangerin, Pöppelhof und Gesifzig eingepfarrt waren. Die Dorfkirche in Brotzen, eine Fachwerkkirche, hat die ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg nicht überdauert.

Das katholische Kirchspiel war in Rummelsburg i. Pom.

Kirchspiel seit 1946 Die seit 1945 hier lebende polnische Dorfbevölkerung ist größtenteils römisch-katholisch und gehört der Römisch-katholischen Kirche in Polen an.

Hier lebenden evangelische Kirchenglieder werden von der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen betreut. Das zuständige Pfarramt ist das der Kreuzkirche in Słupsk (Stolp).

Weblinks Börnen mit Vangerin (Heimatkreis Rummelsburg in Pommern)

Einzelnachweise

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