Die römisch-katholische Kirche St. Georg in der Ortsgemeinde Hördt (Verbandsgemeinde Rülzheim), Kreis Germersheim (Rheinland-Pfalz) steht an der Kirchstraße. Sie gehört zur Rülzheimer Pfarrei Heiliger Theodard im Bistum Speyer. Die Kirche trägt das Patrozinium des heiligen Georg und steht unter Denkmalschutz.
Beschreibung Die Kirche liegt auf einer Anhöhe im südwestlichen Hördt. Ihr Langhaus im Rundbogenstil stammt im Kern aus dem Jahr 1750; bereits 1770 es nach Westen hin verlängert, 1850 erneut erweitert und zu seinem heutigen Stil überformt. Der Vierungsturm wurde in den Jahren 1935 bis 1936 nach Entwürfen von Albert Boßlet (Würzburg) in romanisierendem Stil mit einer Apsis und einem Querhaus angebaut. Hierfür wurde ein Durchbruch der Schiffswände hergestellt. Die Fassade des Gebäudes mit Stufenportal ist durch eingestreute Sandsteinquader belebt.
1980 begann erneut eine Erweiterung der Kirche, mit der beträchtliche bauliche Veränderungen verbunden waren. An der Seite des Längsschiffes wurde der neue Altarraum mit neuem Altar geschaffen, der durch eine Nische an der Nordseite erweitert wurde. Durch einen seitlichen Anbau auf der Südseite erhielt das Kirchenschiff eine rechteckige Form, und die Bestuhlung wurde um 90° gedreht. Dadurch wurde mehr Nähe zum neuen Altar erreicht. Der alte Altarraum in der Apsis der Kirche mit dem früheren Hochaltar blieb in Art und Stil erhalten. Hier finden Gottesdienste mit weniger Besuchern statt. Am 13. Dezember 1981 wurde die Kirche von Bischof Friedrich Wetter geweiht.Pfarrei Hl. Theodard: St. Georg, abgerufen am 17. Juli 2025.
Zur Innenausstattung gehören ein gut erhaltener barocker Hochaltar, eine Kanzel, einige Bildwerke und 14 ölgemalte Kreuzwegstationen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Letztere stammen aus der Münchener Franziskanerkirche. Darüber hinaus ist ein Priestergrabstein aus dem Jahr 1759 erhalten.
Im Außenbereich befinden sich ein Missionskreuz und ein Grabkreuz aus grauem Sandstein, die mit den Jahren 1909 und 1797 bezeichnet sind.
Geschichte Es ist belegt, dass der Edelmann, der das Kloster Hördt der Augustiner-Chorherren im Jahr 1103 stiftete, vorher bereits eine Schenkung zugunsten eines Kirchenbaus machte. Im Rahmen der Gründung des Klosters wurde beschlossen, dass die Verwaltung der Kirche gemeinsam vom Klostervorstand und dem Pfarrer geführt werden musste. Seit dem Jahr 1230 ist das Patrozinium des heiligen Georg belegt.
Glocken Die Kirche verfügt über folgende Glocken: Nr. Gussjahr Gießer, Gussort Schlagton 1 1953 Fa. Hamm, Frankenthal es1 2 g1 3 b1 4 1935 c2 5 2001 Glockengießerei Maria Laach, Glees des2 6 es2 7 g2
Orgel mini|Blick auf die Orgel
Die Orgel der St.-Georg-Kirche wurde 1985 als erstes Opus von Karl Göckel (Mühlhausen-Rettigheim) mit mechanischer Spiel- und Registertraktur gebaut. Sie ersetzte die um 1950 von Gebr. Späth Orgelbau (Ennetach) mit pneumatischen Trakturen und Kegelladen gebaute Vorgängerorgel. Das heutige Instrument verfügt über 25 Register auf zwei Manualen und Pedal. Ihre Windladen sind als Schleifladen ausgeführt. Die Disposition lautet: I Hauptwerk C–g3 Principal 8′ Rohrflöte 4′ Octave 4′ Offenflöte 4′ Doublette 2′ Cornett V 8' Mixtur IV ′ Trompete 8′ II Schwellwerk C–g3 Bourdon 8′ Salicional 8′ Prestant 4′ Flötgedeckt 4′ Nasart ′ Flageolet 2′ Tierce ′ Larigot ′ Cymbel III ′ Chalumeau 8′ Tremulant Pedal C–f1 Subbass 16′ Principalbass 8′ Coppel 8′ Prestant 4′ Mixturbass IV ′ Bombarde 16′ Trompete 8′
Koppeln: II/I, I/P, II/P
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
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