mini|Thomas Hauser (2024). Foto: Joel Heyd Thomas Hauser (* 1992 in Rosenheim) ist ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher, der sowohl auf der Bühne als auch vor der Kamera und vor dem Mikrofon tätig ist.

Ausbildung und künstlerische Karriere Thomas Hauser absolvierte seine Schauspielausbildung von 2011 bis 2015 an der Otto-Falckenberg-Schule in München., abgerufen am 11. März 2026 Während des Studiums erhielt er eine klassische Gesangsausbildung und arbeitete unter anderem mit dem Regisseur Dimiter Gotscheff an der Inszenierung „Zement“, die 2014 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde.

Direkt nach dem Abschluss seiner Ausbildung wurde Hauser 2015 festes Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen, wo er bis 2023 mit namhaften Regisseurinnen und Regisseuren wie Toshiki Okada, Stefan Pucher, Alexander Giesche, Susanne Kennedy und anderen zusammenarbeitete. Er entwickelte dort eine eigene künstlerische Handschrift und war an zahlreichen Produktionen beteiligt. Seit der Spielzeit 2024/2025 ist Hauser festes Ensemblemitglied am Residenztheater München. Neben seiner Theaterarbeit ist Hauser auch als Sänger aktiv und tritt seit 2015 europaweit in der Titelrolle der Oper „Alan Turing“ von Pierre Jodlowski (Libretto: Frank Witzel) auf. Er engagiert sich zudem in der freien Szene, spielt Flöte und praktiziert Kung Fu. Hauser ist Mitbegründer des „Kapitæl2Kolektif“ mit Kommilitonen um Regisseur Ersan Mondtag.

Zu den bekanntesten Fernsehrollen Hausers zählen Auftritte in der Krimireihe „Tatort“ (2025), in „Der Alte“ (2020) sowie im Science-Fiction-Film „Planet Magnon“ (2024). Darüber hinaus spielte er Hauptrollen in mehreren Kurzfilmen, unter anderem an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Zudem wirkte Hauser mit in dem Spielfilm Unterwegs im Namen der Kaiserin von Jovana Reisinger, der 2026 den Grimme-Preis Spezial im Wettbewerb Fiktion als "zeitgemäße Dekonstruktion des Sisi-Hypes" erhalten hat.

Thomas Hauser lebt in München.

Theater (Auswahl) Münchner Kammerspiele 2015: Rocco und seine Brüder (als Rocco). Nach dem Film von Luchino Visconti. Inszenierung: Simon Stone 2017: No Sex (als Banyan). Von Toshiki Okada. Inszenierung: Toshiki Okada 2019: König Lear (als Edmund). Von Thomas Melle nach William Shakespeare. Inszenierung: Stefan Pucher

Residenztheater München 2013: Zement (Chor). Von Heiner Müller. Inszenierung: Dimiter Gotscheff 2024: Das Schloss (Ensemble). Nach Franz Kafka. Inszenierung: Karin Henkel 2024: Eine Zierde für den Verein – Vom Rauchen, Sporteln, Lieben und Verkaufen (als Rhi / Meta / Scharrer). Nach dem Roman von Marieluise Fleißer (für die Bühne bearbeitet von Elsa-Sophie Jach und Constanze Kargl). Inszenierung: Elsa-Sophie Jach 2025: Life continues to be incredibly beautiful – Szenische Lesungsperformance aus John Cages Briefen. Inszenierung: FX Mayr 2025: 77 Versuche, die Welt zu verstehen (Ensemble). Eine südkoreanisch-deutsche Stückentwicklung von Kyung-Sung Lee mit Texten von Hong-Do Lee und Ensemble nach «Kleines Organon für das Theater» von Bertolt Brecht. Inszenierung: Kyung-Sung Lee 2025: Cabaret (als der junge Clifford Bradshaw). Musical von Joe Masteroff, John Kander und Fred Ebb nach dem Stück «Ich bin eine Kamera» von John Van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood. Inszenierung: Claus Guth 2026: Munich Machine (als Amore). Von Albert Ostermaier. Inszenierung: Ersan Mondtag 2026: Mercury (als Freddie Mercury). Eine Spurensuche von Michał Borczuch und Ensemble. Inszenierung: Michał Borczuch

Filmografie (Auswahl) 2020: Der Alte (als Fotograf) 2024: Planet Magnon 2025: Tatort (als Fabian Pavlou) 2025: Unterwegs im Namen der Kaiserin (als Karlheinz) 2026: Makellos – Eine kurze Welle des Glücks (als Callboy Pascal)

Hörspiele (Auswahl) 2001: Frieder Butzmann: Das Spunkkrachlexikon – Komposition, Technische Realisierung und Regie: Frieder Butzmann (Ars acustica – DLR (Auftragsproduktion)) 2017: Frank Witzel: Die apokalyptische Glühbirne – Regie: Leonhard Koppelmann (Original-Hörspiel – BR) 2018: Mirna Funk: Auf einem einzigen Blatt Papier (Yonathan) – Regie: Stefanie Ramb (Originalhörspiel – BR) 2018: Frank Witzel: Stahnke (1., 6. und 14. Folge) (Dietrich) – Regie: Leonhard Koppelmann (Originalhörspiel, Kriminalhörspiel – BR) 2019: Martin Schneitewind: An den Mauern des Paradieses (2 Teile) – Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen (Hörspielbearbeitung – BR) 2019: Franz Dobler: Radio-Tatort: Mörder und Gespenster (Jonas Richter) – Regie: Ulrich Lampen (Originalhörspiel, Kriminalhörspiel – BR) 2020: Friedrich Ani: Der namenlose Tag (1. Teil) (Ensemble) – Bearbeitung und Regie: Martin Heindel (Hörspielbearbeitung, Kriminalhörspiel – BR) 2022: Elena Ferrante: Die Geschichte der getrennten Wege. Neapolitanische Saga (4 Teile) – Bearbeitung und Regie: Martin Heindel (Hörspielbearbeitung – BR) 2023: Maja Das Gupta: Liberté – Regie: Alexandra Distler (Originalhörspiel – BR) – Ausgezeichnet als Hörspiel des Monats Februar 2023

Auszeichnungen 2019: Förderpreis des Vereins zur Förderung der Münchner Kammerspiele 2025: Förderpreis für besondere schauspielerische Begabung und Leistung beim Kurt-Meisel-Preis der Freunde des Residenztheaters e. V.

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Einzelnachweise

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