Leichtathletik-Länderkämpfemit bundesdeutscher Beteiligung 1985 zentriert|100px 1. Länderkampf 1985, Crosslauf (Männer): – – – – 10. März 1985 1. 2. 3. 4. 5. Pzf.6Pzf.24Pzf.26Pzf.29Pzf.35 2. Länderkampf 1985, Crosslauf (Frauen): – – – – 10. März 1985 1. 2. 3. 4. 5. Pzf.6Pzf.8Pzf.11Pzf.14Pzf.16 3. Länderkampf 1985, Männer: – – – USA Ostküste 11./12. Mai 1985 1. 2. 3. USA Ostküste4. 189,0 P174,0 P170,5 P168,5 P 4./5. Länderkampf 1985, Werfer (Männer): – / – 24. Mai 1985 1. 2. 78 P70 P 1. 2. 103 P72 P 6./7. Länderkampf 1985, Werfer (Frauen): – / – 24. Mai 1985 1. 2. 40 P26 P 1. 2. 47 P19 P 8. Länderkampf 1985, Geher (Männer): – 9. Juni 1985 1. 2. 16 P6 P 9. Länderkampf 1985, Frauen: – – Heidenheim15. Juni 1985 1. 2. 3. 114 P101 P79 P 10. Länderkampf 1985, Zehnkampf (Männer): – 15./16. Juni 1985 1. 2. 38.983 P38.034 P 11. Länderkampf 1985, Siebenkampf (Frauen): – 15./16. Juni 1985 1. 2. 24.345 P24.152 P 12. Länderkampf 1985, Männer: – 29./30. Juni 1985 1. 2. 126 P95 P 13. Länderkampf 1985, Frauen: – 29./30. Juni 1985 1. 2. 96 P72 P 14. Länderkampf 1985, Männer: – B – B 30. Juni 1985 1. B2. 3. B 159 P151 P115 P 15. Länderkampf 1985, Straßenlauf (Männer): – – – 17. August 1985 1. 2. 3. 4. 5:07:14 h5:09:07 h5:15:29 h5:16:38 h 16. Länderkampf 1985, Straßenlauf (Frauen): – – – 17. August 1985 1. 2. 3. 4. 4:35:01 h4:35:07 h4:47:17 h4:52:04 h 17. Länderkampf 1985, Geher (Männer): – 7. September 1985 1. 2. 28 P15 P 18. Länderkampf 1985, Geher (Frauen): – 7. September 1985 1. 2. 13 P9 P Chronik ← Länderkämpfe 1984 Länderkämpfe 1986 →

Im Jahr 1985 wurden achtzehn Leichtathletikländerkämpfe mit bundesdeutscher Beteiligung in sechzehn Veranstaltungen ausgetragen. Das waren vier Vergleiche weniger als im Vorjahr. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben.

Nicht berücksichtigt sind Veranstaltungen wie der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 19. Mai 2025, der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 19. Mai 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 19. Mai 2025 sowie ähnliche Events. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1985)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 19. Mai 2025 und der Geher-Europacup (ab 1996) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.

Aufgeführt sind hier die Länderkämpfe bundesdeutscher Leichtathleten. Die Sportler der DDR führten nach der deutschen Teilung im Jahr 1949 eigene Veranstaltungen durch.

Zehn der Vergleiche in dieser Saison bestanden aus dem allgemeinen leichtathletischen Programm. In den anderen acht Begegnungen standen die Wettbewerbsbereiche Gehen, Straßenlauf, Werfen, Mehrkampf und Crosslauf auf dem Programm. Die Männer bestritten zehn, die Frauen acht Vergleiche.

Von den Frauenbegegnungen fanden je zwei als Veranstaltungen allgemeiner leichtathletischer Disziplinen und im Werfen statt. Je eine gab es im Gehen, Straßenlauf, Siebenkampf und Crosslauf.

Drei der Männerbegegnungen waren Wettkämpfe mit den allgemeinen leichtathletischen Disziplinen. Je zwei Länderkämpfe wurden von den Straßenläufern und Werfern bestritten sowie je einer von den Gehern, Zehnkämpfern und Crossläufern.

Saisonhöhepunkt In diesem Jahr lagen keine Olympischen Spiele, Welt- oder Europameisterschaften an. So blieben als internationale Höhepunkte der Europacup am 17. und 18. August in Moskau sowie der Weltcup vom 4. bis 6. Oktober in Canberra. Weder das bundesdeutsche Frauen- noch das Männerteam konnten sich für die Wettkämpfe des Weltcups qualifizieren. Im Europacup belegten die Sowjetunion und die DDR sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die Ränge eins und zwei. Die bundesdeutschen Frauen verschlechterten sich im Vergleich zu 1983 um zwei Ränge von Platz fünf auf sieben. Die Männer belegten als Dritte denselben Rang wie in der letzten Austragung. Im Weltcup starteten fünf bundesdeutsche Leichtathleten (drei Männer, zwei Frauen) für das Team Europa.

Jahresbilanz In der Saison 1985 gab es für die bundesdeutschen Männer in ihren zehn Länderkämpfen mit fünf Niederlagen dieselbe Anzahl verlorener Vergleiche wie im Vorjahr und drei weniger als 1974, dem Jahr mit den meisten Niederlagen: Crosslauf-Vergleich gegen Italien, Irland, Polen und die Schweiz am 10. März in Mailand (Platz drei hinter Italien und Polen) Zehnkampf-Vergleich gegen die Sowjetunion am 15./16. Juni in Sotschi Ländervergleich gegen die USA am 1029./30. Juni in Bremen Straßenlauf-Vergleich gegen Frankreich, Niederlande und die Schweiz am 17. August in Albertville (Platz zwei hinter Frankreich) Geher-Vergleich gegen Frankreich am 7. September in Delle Die fünf weiteren Männerbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athleten für sich. Die Siege resultierten aus drei Vergleichen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm sowie je einer Begegnung der Werfer und Zehnkämpfer. Damit wiesen die Männer wie im Vorjahr eine ausgeglichene Bilanz auf. Negative Bilanzen hatte es in der Länderkampfgeschichte seit 1921 mit den Jahren 1976, 1977, 1979, 1980 und 1982 erst fünf Mal gegeben.

Die Frauen mussten in ihren acht Länderkämpfen fünf Niederlagen hinnehmen, das waren bei drei Vergleichen weniger als 1984 zwei verlorene Begegnungen weniger als in der letzten Saison. Folgende Länderkämpfe der Frauen gingen verloren: Crosslauf-Vergleich gegen Italien, Großbritannien Irland, und die Schweiz am 10. März in Mailand (Platz fünf hinter Italien, Irland, Großbritannien und die Schweiz) Ländervergleich gegen Bulgarien und Polen am 14. Juni in Heidenheim (Platz drei hinter Bulgarien und Polen) Siebenkampf-Vergleich gegen die Sowjetunion am 15./16. Juni in Sotschi Ländervergleich gegen die USA am 29./30. Juni in Bremen Geher-Vergleich gegen Frankreich am 7. September in Delle Die drei weiteren Frauenbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athletinnen für sich. Die Siege resultierten aus zwei Länderkämpfen der Werferinnen und einem der Straßenläuferinnen. Die Bilanz war bei fünf Niederlagen und drei Siegen negativ.

Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.

Bedeutung der Länderkämpfe in der Leichtathletik Der Stellenwert von Länderkämpfen war in den letzten Jahren erheblich gesunken. Die Konkurrenz anderer Veranstaltungen war groß und sollte weiter wachsen. In den vergangenen Jahren waren neue Wettkampfformen hinzugekommen wie der oben schon genannte Europacup und der Weltcup (später Continentalcup). Außerdem gab es Europa- und Weltcupveranstaltungen für Teildisziplinen der Leichtathletik wie dem Gehen (Lugano-Cup) und dem Mehrkampf, die mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen als die früher hoch im Kurs stehenden Länderkämpfe. Die Bedeutung einzelner Sportfeste, die für die Sportler im Hinblick auf Prämien für den Antritt, für Siege und für Rekorde immer lukrativer wurden, nahm sukzessive zu. Hier sind unter anderem Events wie Weltklasse Zürich, ISTAF Berlin, ASV-Sportfest Köln oder Sportfeste in Stockholm, Oslo, Monaco, … zu nennen, die später als IAAF Super Grand Prix, IAAF Golden League und Diamond League noch erheblich bedeutsamer wurden.

So wurden in den 1950er, 1960er und beginnenden 1970er Jahren Länderkämpfe noch teilweise als Live-Sendung im Fernsehen übertragen, was danach nicht mehr der Fall war, weil die Aufmerksamkeit in der Leichtathletik auf andere oben genannte Bereiche überging. Die Gewichtung sollte sich in den kommenden Jahren noch viel mehr auf Veranstaltungen verschieben, in denen der Fokus stärker auf die Einzelsportler und Staffeln gerichtet war. Länderkämpfe und Ländervergleiche auch in Form von Europacup und Weltcup spielten dabei abgesehen von der Beachtung durch ein Fachpublikum eine in den kommenden Jahren zunehmend untergeordnete Rolle. Neben bestimmten klassischen Sportfesten mit hohen Prämien ragten dabei vor allem die Wettbewerbe bei Olympischen Spielen, Europameisterschaften und ab 1985 bei Weltmeisterschaften heraus.

Die Anzahl der Länderkämpfe blieb allerdings weiter auf dem hohen Level der Jahre, in denen diese Vergleiche eine große Rolle spielten.

Verschiedene Formen von Länderkämpfen Es gab weiterhin sechs verschiedene Arten von Länderkämpfen: Vergleiche mit einer Mischung von Disziplinen aus dem allgemeinen leichtathletischen ProgrammJede Nation war in der Regel mit zwei Athleten je Disziplin vertreten. Bei den Männern waren hier zwanzig Wettbewerbe zum Standard geworden. Allerdings wurden die beiden Langstrecken über 5000 und 10.000 Meter inzwischen verkürzt als Rennen über 3000 und 5000 Meter durchgeführt. Aus dem olympischen Wettbewerbskatalog fehlten demnach in der Regel nur der 10.000-Meter-Lauf, der Marathonlauf, die beiden Gehwettbewerbe und der Zehnkampf.Der Länderkampfdisziplinkatalog bei den Frauen hatte bis 1968 standardmäßig aus elf Disziplinen bestanden und war mit den damals bei Olympischen Spielen angebotenen Frauenwettbewerben identisch. Von 1969 an gab es hier Veränderungen: (1) Mit dem 1500-Meter-Lauf sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden zwei neue Wettbewerbe, die bei den Europameisterschaften 1969 in das Programm aufgenommen worden waren, mit in den Katalog der Frauenländerkämpfe integriert. Damit erhöhte sich die Zahl der Disziplinen auf dreizehn. (2) Der 80-Meter-Hürdenlauf war ab 1969 überall durch den 100-Meter-Hürdenlauf ersetzt worden. Das war auch bei den Länderkämpfen der Fall. Neu hinzu kam nun manchmal auch ein Rennen über 3000 Meter, eine Strecke, die erst 1984 olympisch wurde und dann in Angleichung an das Männerprogramm 1996 durch den 5000-Meter-Lauf abgelöst wurde.In seltenen Fällen gab es in Länderkämpfen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Abweichungen vom Standard in Form von Hinzunahme oder Weglassen einzelner Disziplinen. Vergleiche im Mehrkampf – bei den Frauen im Siebenkampf, bei den Männern im ZehnkampfBei den Frauen wurde der Fünfkampf ab 1981 unter Angleichung an den internationalen Programmkatalog durch den Siebenkampf ersetzt.Die Zahl der Vertreter je Land war dabei nicht standardisiert. In der Regel wurden von den gestarteten Teilnehmern nicht alle gewertet. Bei vier Vertretern je Disziplin beispielsweise wurden meist die drei Besten gewertet. Vergleiche der GeherDiese Begegnungen wurden bei den Männern in Form von Straßengehen ausgetragen. Es kamen zwei Disziplinen zur Austragung, ein Wettkampf über 20 Kilometer und ein Wettkampf über eine längere Distanz, die manchmal über 35 und manchmal über 50 Kilometer führte.1976 kam das Gehen auch für die Frauen ins Programm. Ausgetragen wurde dabei anfangs ein Wettbewerb über 5000 Meter, 1976 auf der Straße, später wechselweise auf der Bahn oder auf der Straße. Später gab es auch Wettbewerbe über eine Streckenlänge von zehn Kilometern. Das Gehen für Frauen stand erst ganz am Anfang seiner Entwicklung, diese Sportart musste sich im Frauenbereich noch durchsetzen. Bei Olympischen Spielen gab es 1992 in Barcelona zum ersten Mal einen Geher-Frauenwettbewerb, bei Europameisterschaften war das 1986 in Stuttgart zum ersten Mal der Fall.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land und Wettbewerb wurde verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im StraßenlaufBis einschließlich 1980 wurde ein Rennen über dreißig Kilometer ausgetragen. 1981 war die Streckenlänge auf 25 Kilometer gekürzt worden, ab 1982 fand das Rennen wieder über dreißig Kilometer statt. Auch hier wurde bezüglich der Teilnehmerzahl je Land verfahren wie in den Mehrkämpfen. Ab 1982 trugen auch die Frauen Straßenlauf-Länderkämpe über 25 Kilometer aus.