Jagen auf Französisch (Originaltitel Chasse gardéefranzösischer Originaltitel übersetzt: "Privates Jagd-Revier") ist ein französisch-belgischer Spielfilm aus dem Jahr 2023 mit Didier Bourdon, Camille Lou und Hakim Jemili, der unter der Regie von Frédéric Forestier und Antonin Fourlon nach einem Drehbuch von Antonin Fourlon entstand.

Handlung Adélaϊde und Simon leben in einem kleinen Appartement in Paris, wo sie auf einer Ausziehcouch schlafen. Die Kinder Romy und Léon sowie Katze Cachette haben ebenfalls nur wenig Platz. Von einer Maklerin erhalten sie ein Angebot für ein Haus auf dem Land in St. Hubert du Bois. Das Angebot scheint fair zu sein, das Paar akzeptiert daher den Kaufvertrag. Die Einheimischen und der Bürgermeister empfangen sie mit offenen Armen, denn ihre Ankunft bewahrt die Dorfschule vor der Schließung aufgrund zu geringer Schülerzahl.

Allerdings ist der Kauf an die Bedingung geknüpft, dass Haus und Garten während der Jagdsaison von September bis Februar Jagdrevier der Dorfbewohner sind. Das wird dem Paar allerdings erst im September so wirklich bewusst, nachdem die Familie bereits eingezogen ist und das Haus renoviert hat.

Die Auflage im Kaufvertrag erlaubt es Bernard, Michel, André und den anderen Jägern im Ort, im Garten des Hauses und im angrenzenden Wald zu schießen. Adélaϊde und Simon fürchten um das Leben ihrer Kinder. Es entsteht ein Kleinkrieg, der die Familie zu Außenseitern im Dorf werden lässt. In der Folge bittet Adélaϊde ihren Vater Gaspard, einen Rechtsanwalt, gegen die Jagd zu klagen.

Vom Dorfbewohner Benjamin erfährt das Paar, dass der Vorbesitzer durch einen Jagdunfall gestorben ist. Nachdem Bernard eine Ladung Mais für die Wildschweine im Garten ablädt und Cachette daraufhin verschwindet, zieht die Familie ohne Katze frustriert zurück nach Paris. Ihr Wegzug würde allerdings die Schließung der Dorfschule zur Folge haben, deren Leiterin Bernards Frau Olivia ist und die ihm mit Scheidung droht, sollte er das Problem nicht lösen.

Den Jägern gelingt es schließlich, die Familie zur Rückkehr aufs Land zu bewegen, indem sie ihr insbesondere versprechen, künftig die Jagd im Umfeld ihres Hauses zu unterlassen. Weil das Haus mittlerweile mit Denis einen neuen Besitzer hat, muss dieser zuvor noch von der Jagdgemeinschaft vertrieben werden.

Synchronisation Die deutschsprachige Synchronisation übernahm die RC Production. Dialogregie führte Susanna Bonasewicz, das Dialogbuch schrieb Angela Ringer.Quelle: Abspann

Rolle Darsteller Synchronsprecher Bernard Didier Bourdon Axel Lutter Adélaïde Camille Lou Maria Koschny Simon Hakim Jemili Florian Hoffmann Romy Romy Blondel Amadea Lipke Léon Marceau Cojan Elise Alina Oprea Gaspard Thierry Lhermitte Oliver Siebeck Maklerin Chantal Ladesou Kerstin Sanders-Dornseif Michel Jean-Francois Cayrey Alexander Doering Benjamin Julien Pestel Marius Clarén André André Penvern Reinhard Scheunemann Olivia Isabelle Candelier-Parnes Susanne von Medvey Bürgermeister Théo Gross Hannes Maurer Metzger Boris Guillaume Bouchède Lutz Schnell Denis David Salles Erich Räuker

Produktion und Hintergrund Der Film wurde von Curiosa Films, Starman Films, TF1 Films und der belgischen Umedia produziert, als Produzenten fungierten Julien Arnoux, Olivier Delbosc, Bastien Sirodot und Cédric Iland. Unterstützt wurde die Produktion von Belgian Tax Shelter und Pictanovo – Région Hauts-de-France.

Die Dreharbeiten fanden vom 8. August bis zum 30. September 2022 in Frankreich statt, gedreht wurde in den Regionen Paris/Île-de-France und Hauts-de-France.

Die Kamera führte Christian Abomnès, die Musik schrieb Erwann Chandon, die Montage verantwortete Thibaut Damade und das Casting Michaël Laguens. Das Szenenbild gestaltete Florian Augis, das Kostümbild Natalie Van Der Meulen, den Ton Hugo Deguillard, François-Joseph Hors, Sébastien Jeannotund Alexandre Hernandez und die Maske Bilytis Barabas.

Veröffentlichung Der französische Kinostart war am 20. Dezember 2023. Die Free-TV-Premiere war am 7. Juni 2026 auf TF1.

In Deutschland sollte der Film ursprünglich am 19. Juni 2025 im ZDF erstmals ausgestrahlt werden, die Erstausstrahlung wurde auf den 17. Juni 2026 verschoben.

Der Film wurde 2025 mit Chasse gardée 2 fortgesetzt.

Rezeption Filmdienst bezeichnete die Produktion als temporeiche Komödie mit handfestem Humor und teils hintersinnigen, teils albernen Gags. Das Motiv überfüllter Städte und sterbender Dörfer werde im Hintergrund durchaus ernsthaft aufgegriffen, im letztlich versöhnlichen Geist des Films aber stetig zurückgedrängt.

Weblinks

Jagen auf Französisch auf ZDF.de

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2023 Kategorie:Französischer Film Kategorie:Belgischer Film Kategorie:Filmkomödie Kategorie:Jagd im Film