mini|Sambo Dasuki 2015 Sambo Dasuki (geb. 2. Dezember 1954, Wusasa) ist ein pensionierter nigerianischer Offizier, der als Nationaler Sicherheitsberater für Präsident Goodluck Jonathan und kurzzeitig für Präsident Muhammadu Buhari tätig war.

Leben Dasuki wurde am 2. Dezember 1954 in Wusasa geboren. Er gehört zur königlichen Familie von Ibrahim Dasuki, dem 18. Sultan von Sokoto und ist sein erster Sohn. Dasuki ging an die Kaduna Capital School und später an das Government College Kaduna.

Militärische Karriere Er trat 1972 in die Nigerian Defence Academy (Nigerianische Verteidigungsakademie) ein und war dort Klassenkamerad von späteren Offizieren wie Oberst Kayode Are, General Owoye Andrew Azazi und Admiral Ganiyu Adekeye. Dasuki erhielt 1974 sein Offizierspatent und wurde dem Army Headquarters Platoon zugeteilt.

Staatsstreiche Sambo Dasuki, damals Major und Militärassistent von General Mohammed Inuwa Wushishi, nahm am nigerianischen Staatsstreich von 1983 teil, der Generalmajor Muhammadu Buhari zum Staatsoberhaupt machte.

Später gehörte Dasuki zu den vier Majoren (Abubakar Dangiwa Umar, Lawan Gwadabe und Abdulmumini Aminu), die den nigerianischen Staatschef Muhammadu Buhari im Rahmen des von Generalmajor Ibrahim Babangida angeführten Palastputsches 1985 verhafteten. Sambo Dasuki hat die Festnahme Buharis stets bestritten. Nach dem Putsch wurde Dasuki zum Adjutanten (Aide-de-camp, ADC) von General Ibrahim Babangida ernannt.

Militär-Juntas von 1985–1993 Dasuki arbeitete bis 1988 als Babangidas Adjutant, als er den Posten aufgrund angeblicher Meinungsverschiedenheiten mit dem damaligen Generalstabschef, General Sani Abacha, verließ. Anschließend ging er in die USA, wo er eine weitere militärische Ausbildung absolvierte.

Nach der Machtergreifung von General Sani Abacha im Jahr 1993 wurde Dasuki aus der Armee entlassen. Ihm wurde vorgeworfen, einen angeblich von Lawan Gwadabe angeführten Putsch geplant zu haben. Das Abacha-Regime setzte außerdem Dasukis Vater als Sultan von Sokoto ab und ersetzte ihn durch Muhammadu Maccido.

Spätere Karriere Im Jahr 2001 kehrte Dasuki nach Nigeria zurück und wurde zum Geschäftsführer der Nigerian Security Printing and Minting Company Limited (NSPMC) ernannt. Er trat aus Protest gegen die umstrittene Privatisierung der NSPMC durch den Präsidenten Olusegun Obasanjo zurück und ging in die Privatwirtschaft.

Nationaler Sicherheitsberater Im Juni 2012 wurde Dasuki von Präsident Goodluck Jonathan zum Nationalen Sicherheitsberater ernannt.

Anfang 2015 teilte Dasuki der Unabhängigen Nationalen Wahlkommission (Independent National Electoral Commission (Nigeria)) mit, dass Operationen gegen Boko-Haram-Milizen bedeuten würden, dass das Militär nicht in der Lage sein werde, für die bevorstehenden nigerianischen Parlamentswahlen 2015 ausreichende Sicherheit zu gewährleisten. Die für den 15. Februar 2015 angesetzten Wahlen wurden daraufhin auf den 28. März verschoben. Im April 2015 beharrte er dann darauf, dass das nigerianische Militär sicherstellen werde, dass die Sambisa-Sümpfe, die letzte Hochburg von Boko Haram, vor der Amtseinführung der neuen Regierung von Präsident Buhari am 29. Mai befreit werde.

Im gleichen Zeitraum betonte Dasuki am Jahrestag der Entführung der Chibok-Schülerinnen, dass die Regierung sich um das Wohlergehen aller Nigerianer sorge, nicht nur um das der Chibok-Mädchen, da Terroristen weitere unschuldige nigerianische Mädchen, Jungen, Männer und Frauen entführt hätten und die Sicherheitsbehörden alle Anstrengungen unternähmen, sie zu befreien. Das Militär befreite wenige Wochen später mehr als 300 Entführte.

Korruptionsvorwürfe Haft und Freilassung Am 1. Dezember 2015 wurde Dasuki vom nigerianischen Staatssicherheitsdienst (SSS) wegen des mutmaßlichen Diebstahls von 2,1 miard. US-Dollar verhaftet. Ihm wurde vorgeworfen, Scheinverträge für den Kauf von zwölf Hubschraubern, vier Kampfflugzeugen und Munition für Nigerias Militäreinsatz gegen die islamistischen Boko-Haram-Milizen vergeben zu haben. Im November 2018 wurde Dasuki trotz vorheriger Bewilligung durch vier verschiedene Richter des Obersten Gerichtshofs die Freilassung gegen Kaution verweigert.

Der Staatssicherheitsdienst entließ Dasuki am 24. Dezember 2019 aus der Haft. Dasukis Freilassung erfolgte nur wenige Stunden, nachdem der SSS Omoyele Sowore, einen Aktivisten, freigelassen hatte. Sowore war im August wegen angeblicher Verschwörung zum Hochverrat und Beleidigung von Präsident Muhammadu Buhari im Zusammenhang mit einem geplanten #RevolutionNow-Protest angeklagt und daraufhin verhaftet worden.

Pandora Papers

Infolge der Pandora-Papers-Veröffentlichungen berichtete die Premium Times, dass Dasuki 2013 mit Hilfe des Regierungsauftragnehmers Leno Adesanya eine Briefkastenfirma gegründet hatte. Laut dem Bericht waren Dasukis Söhne die einzigen Anteilseigner, während Adesanya selbst keine Anteile hielt und auch keine anderen Zahlungen erhalten hatte. Adesanyas Vertreter behauptete, Adesanya habe keine unlauteren Vorteile erlangt und lediglich Dasukis Söhnen bei der Gründung einer Offshore-Firma geholfen.

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