Der Bendersbach, am Oberlauf Mühlbach genannt, ist ein etwas über 11 Kilometer langer Mittelgebirgsbach innerhalb der Verbandsgemeinde Wittlich-Land im rheinland-pfälzischen Landkreis Bernkastel-Wittlich und in der Eifel sowie ein westsüdwestlicher und rechter Zufluss der Salm im Einzugsgebiet der Mosel.
Geographie Verlauf Mühlbach Der grobmaterialreiche und silikatische MittelgebirgsbachWasserkörper-Steckbrief: Bendersbach entspringt als Mühlbach im Gebiet der Ortsgemeinde Heidweiler auf einer Höhe von im Landschaftsschutzgebiet Meulenwald und Stadtwald Trier in einem zum Heidweiler Wald gehörenden Nadelwald. Seine Quelle liegt in der Waldflur Olkersheck, knapp 300 Meter östlich der Grenze vom Landkreis Trier-Saarburg (bei Zemmer) zum Landkreis Bernkastel-Wittlich, in der zur naturräumlichen Haupteinheit Gutland gehörenden Herforster Sandsteinhochfläche. Das Quellgebiet wird von Quarzkiesen und -sanden des Mitteleozäns geprägt.Kartenviewer Geologie und Bergbau
Der Bach fließt zunächst in nordöstlicher Richtung durch Borstgrasrasen, wo auf den dortigen Silikatböden vor allem die Sparrige Binse und die Braune Segge wachsen.Objektreport Biotop BT-6006-0654-2010: Borstgrasrasen am westlichen Quellbach zum Krackenseifen südwestlich von Heidweiler Er biegt nach Osten ab und läuft dann gesäumt von Fichten und Schwarzerlen durch das bewaldete Tal. Auf der nördlich angrenzenden Hangseite erstreckt sich ein Hainsimsen-Buchenwald mit der Rotbuche und der Weißen Hainsimse als Charakterarten.Biotop BT-6006-0549-2010: Buchenwald am Quellbach zum Krackenseifen südwestlich von Heidweiler Knapp 400 Meter bachabwärts in der Flur Krackenseifen wird er auf seiner rechten Seite von einem zweiten Quellarm verstärkt.
In der Waldflur Krackenseifen fließt der vereinigte Bach in Bruchwald und Braunseggensümpfe nordostwärts durch ein beiderseits mit Koniferen bewachsenes Kerbtal, verlässt nach rund einem halben Kilometer den geschlossenen Wald und betritt die offene Feldflur. Nördlich des Bachlaufs schließt sich ein Nadel-Laub-Mischwald an, der in der Baumschicht überwiegend von der Rotbuche und teilweise noch von der Waldkiefer geprägt wird.Biotop BT-6006-0535-2010: Buchenwald südwestlich von Heidweiler Gleichzeitig wechselt der Bach dort vom Gutland in den zur Osteifel gehörenden Naturraum Meulenwald. Geologisch ist dieser Abschnitt durch das Auftreten von braunrotem bis rötlichem Sandgestein aus der Trias gekennzeichnet. Die darauf entwickelten Böden, bestehend aus lehmigem Sand bis sandigem Lehm, weisen ein mittleres bis lokal hohes Ertragspotential auf.
Der Bach durchfließt zunächst eine offene, baumfreie Agrarlandschaft mit Feld- und Wiesenflächen, wird dann bei der Flur Beim Weyer von rechts durch einen namenlosen Feldgraben gespeist, der ihm aus der Flur Unter Erresborn zufließt und auf dessen rechter Seite neben einem Heiligenhäuschen aus rotem Sandstein eine als Naturdenkmal ausgewiesene Winterlinde steht. Im weiteren Verlauf wird der Mühlbach von einem Saum aus Schwarzerlen und weiteren Gehölzarten begleitet und durchzieht ackerbaulich genutzte Flächen. In der Krautschicht wachsen dort der Gewöhnliche Hohlzahn, die Flatterbinse und das Blaue Pfeifengras.Biotop BT-6006-0537-2010: Bachlauf westlich der Kirche am südlichen Ortsrand von Heidweiler, oberhalb Weg Er unterfließt einen Feldweg und läuft dann in der Fluren Auf der Klausbach und In der Klausbach durch Feuchtwiesen, die von Rotem Straußgras, Rotschwingel, Wolligem Honiggras und Flatterbinse dominiert werden.Biotop BT-6006-0541-2010: Feuchte Wiesen nördlich Bachlauf westlich der Kirche am südlichen Ortsrand von Heidweiler
Er erreicht den Südwestrand von Heidweiler und fließt in der Flur Beim Weyer an einem auf seiner rechten Seite liegenden Fischteich vorbei, an dessen Ufer Bruchweiden und Schwarzerlen stehen und der mit Schwimmendem Laichkraut bedeckt ist.Biotop BT-6006-0538-2010: Fischteich zwischen Kirche und Ortsrand von Heidweiler Etwa 50 Meter nördlich des Bachs steht ein stattliches Quereinhaus mit vierachsigem Wohnteil und Kniestockbefensterung aus dem Jahre 1859. Er zieht nun, gesäumt von Weiden, ostwärts und kreuzt dann die Kirchstraße. Knapp 100 Meter im Süden steht dort östlich der Kirchstraße die als Kulturdenkmal ausgewiesene katholische Pfarrkirche Sankt Vincentius mit dreiachsigem Schiff und schmalen Rundbogenfenstern. Der Bach fließt in der Flur In der Königswiese durch seggen- und binsenreiche Nasswiesen und nimmt dann auf seiner rechten Seite den aus dem Südsüdwesten kommenden Eierbach auf.
Der Mühlbach nimmt die Fließrichtung des Eierbachs auf, verlässt dann den Meulenwald und damit auch die Moseleifel und betritt den zum Wittlicher Heckenland gehörenden Naturraum Arenrather Hochfläche. Dort steht im oberen Teil in Wechsellagerung rotes Ton-, Silt- und Feinsandgestein und im unteren Teil eine Wechselfolge aus roten Siliziklastika, Tuff und Vulkanit der Nahe-Subgruppe im Rotliegend des Permokarbons an. An seinen Ufern stehen Schwarzerlen und Grauweiden und unten am Boden wachsen die Wald-Sternmiere und der Flutende Schwaden.Biotop BT-6006-0542-2010: Bachlauf östlich der Kirche am südlichen Ortsrand von Heidweiler Er fließt dann nordnordostwärts durch feuchte Wiesen, die auf der rechten Seite von Nadelwald gesäumt werden, und unterquert danach die L 49, die dort auch Mühlenstraße genannt wird. Unweit des Bachs steht auf der linken Seite ein wohl 1946 aufgestelltes Wegekreuz und auf der anderen Seite ein barockes Schaftkreuz, das 1758 errichtet wurde.
Etwas unterhalb spaltet sich der Bach in zwei Arme auf. Nördlich davon steht in der Flur Auf der Delt ein denkmalgeschütztes ehemaliges Waschhaus, ein mit einer Bruchsteintonne überdeckter Waschplatz aus dem Jahre 1884. Knapp 100 Meter später kreuzt der aus dem Norden kommende Heidweiler Bach zunächst den nördlichen Arm und mündet dann in den südlichen ein, und gleich darauf führt ein Wirtschaftsweg über die beiden Arme. Diese ziehen in der Flur Im Brühl ostwärts durch brachgefallenes Nass- und Feuchtgrünland mit Glatthafer und Kuckucks-Lichtnelke und Bruchgebüsch mit Ohrweide, Bruchweide und Waldsimse als die für beide Biotope jeweils charakteristischen Pflanzenarten.Biotop BT-6006-0611-2010: Wiesenbrachen am Bachlauf an der Heidweiler Mühle bei Heidweiler und Biotop BT-6006-0613-2010: Bruchweidengebüsche am Bachlauf an der Heidweiler Mühle bei Heidweiler Der nördliche Arm zieht dabei zunächst am 1785 erbauten sogenannten Gerberhäuschen und dann am Rübenwaschplatz vorbei, die beide ehemalige und nunmehr denkmalgeschützte Waschhäuser sind. Rund 300 Meter bachabwärts steht auf der Insel zwischen den beiden Bacharmen die Heidweilermühle, neben der ein Mühlenteich liegt. mini|Mühlenbach/Bendersbach bei Heidweiler neben der Mühlenstraße
Wenige Meter später vereinigen sich die beiden Arme wieder und der Mühlbach fließt nordostwärts durch die Flur . An seinen Ufern dominieren Schwarzerlen und die Krautschicht wird vom Gegenblättrigen Milzkraut, dem Flutenden Schwaden und der Wald-Sternmiere geprägt.Biotop BT-6006-0595-2010: Bendersbach unterhalb Heidweilermühle Kurz danach wechselt der Bach vom Naturraum Arenrather Hochfläche zum Naurather Horst. Den Untergrund bilden dort Wechsellagerungen von Sedimenten aus Ton-, Silt- und Sandstein der Ulmen- bis Vallendar-Unterstufe des Unterdevons. Er wendet sich nach Osten und zieht auf seiner rechten Seite, begleitet von dichtem Gehölz, durch die Flur Ober der Vollmühl. Auf der anderen Seite grenzt er an eine brachliegende, feuchte Hochstaudenflur. in der u. a. die Waldsimse und das Echte Mädesüß wachsen.Biotop BT-6006-0596-2010: Wiesenbrachen am Bendersbach unterhalb Heidweilermühle Früher betrieb der Bach dort die Lohmühle. Der Bach fließt nordostwärts am Fuße des auf seiner linken Seite stehenden hohen Stellexbergs entlang durch die Flur Ober der Vollmühl und zwängt sich dann durch ein enges Kerbtal, das links von Laubwald und rechts von Mischwald bedeckt ist. Die Flur nennt man . Direkt an der Gemeindegrenze von Heidweiler zu Dierscheid wird der Bach auf seiner rechten Seite vom Stahlbach gestärkt.
Der Mühlbach passiert die Grenze und läuft dann in einem großen Bogen rund einen halben Kilometer in etwa entlang der Grenze von Dierscheid zu Dodenburg. Dabei fließt er in der Flur In der Speisewies zunächst ostnordöstwärts durch ein Großseggenried mit Waldsimsen und KammseggenBiotop BT-6006-0597-2010: Rasen-Großseggenried am Bendersbach unterhalb Heidweilermühle, dann durch blütenpflanzenreiche Nass- und Feuchtwiesen mit dem Wiesenknöterich als CharakterartBiotop BT-6006-0598-2010: Nasswiesen am Bendersbach unterhalb Heidweilermühle und danach durch Bruchgebüsch mit Grauweiden.Biotop BT-6006-0599-2010: Weidengebüsche am Bendersbach unterhalb Heidweilermühle Dort fließt ihm auf seiner linken Seite der Wiesenbach zu und etwas später wird er in einer Feuchtwiesenbrache auf der gleichen Seite vom Dodenburger Bach gespeist. Der Mühlbach fließt nun in der Flur In der Großwies südwärts in einem engen Tal am westlichen Fuße des hohen Roßbergs an der Gemeindegrenze von Dierscheid zu Heckenmünster entlang. Der Bach, an dessen Ufern dort vor allem Schwarzerlen und lokal auch Hainbuchen, Feld- und Bergahorne stehen, läuft durch eine Schlangen-Knöterichwiese und anschließend in der Flur Im Brühl durch seggen- und binsenreiche Nasswiesen. Der Hang auf seiner rechten Seite ist von Nadelhölzern bewachsen und auf der anderen Seite, am Westhang des Roßbergs, liegt ein Eichen-Buchen-Mischwald mit Rotbuchen und Stieleichen sowie Waldmeister und Weißer Hainsimse in der Krautschicht.Biotop BT-6006-0048-2010: Westexponierter Buchenmischwald am Roßberg südlich Dodenburg Der Bach umfließt den Roßberg und biegt dabei mehr und mehr nach Osten ab. In der Flur Im Halbenkies nimmt er auf seiner rechten Seite den Dierscheider Bach auf und verlässt den Grenzbereich. Er fließt nun völlig im Gemeindegebiet von Heckenmünster und wird ab da nunmehr Bendersbach genannt.
Bendersbach Der Bendersbach fließt, gesäumt von Schwarzerlen, in der Flur Großwies am Südfuße des Rossbergs entlang durch eine Magerwiese mit Glatthafer, Wiesenschafgarbe, Rotem Straußgras, Wiesenschwingel, Kriechendem Hahnenfuß und Wiesensauerampfer.Biotop BT-6006-0672-2010: Große Wiese am Bendersbach westlich der Karlsmühle An die Wiese schließt sich im Osten eine Böschungshecke aus Hasel- und beigemischten Schlehen- und Brombeersträuchern an.Biotop BT-6006-0673-2010: Hecke unterhalb des Weges an der Karlsmühle Etwas weiter unterhalb steht auf der rechten Seite des Bachs die Karlsmühle (Obere Mühle), wo auch der aus dem Süden kommende (Bach von der) Schwefelquelle einmündet. Knapp 200 Meter nördlich liegt am Südosthang des Rossbergs eine in einem Mischwald eingebettete Streuobstwiese, in der vor allem Kulturäpfel- und lokal auch Kulturbirnbäume stehen, und die Krautschicht wird vom Wiesenfuchsschwanz und dem Glatthafer dominiert.Biotop BT-6006-0032-2010: Streuobstbestände am Roßberg westlich Heckenmünster