Kynurensäure ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der aromatischen Carbonsäuren und ein Chinolin-Derivat.
Geschichte und Vorkommen Kynurensäure wurde 1853 von dem deutschen Chemiker Justus von Liebig im Urin von Hunden entdeckt, nach denen sie offenbar auch benannt wurde.
Die Verbindung kommt natürlich als Metabolit von Tryptophan bei Säugetieren über den Kynurenin-Stoffwechselweg vor.Santa Cruz Biotechnology: Kynurenic acid - CAS 492-27-3, abgerufen am 14. Mai 2025.
Gewinnung und Darstellung Kynurensäure kann durch Umsetzung von N-Acetyl-4-oxo-1,2,3,4-tetrahydrochinolincarbonsäure mit Acetanhydrid und wasserfreiem Natriumacetat gewonnen werden.
Eigenschaften Kynurensäure ist ein weißer, kristalliner Feststoff, der schwer löslich in Wasser ist. Die Verbindung ist ein Antagonist der menschlichen ionotropen Glutamatrezeptoren, insbesondere NMDA. Aus diesem Grund wird der Verbindung die Beteiligung bei der Pathogenese verschiedener neurologischer Erkrankungen, aber auch neuroprotektive Wirkungen zugeschrieben.
Das Monohydrat der Kynurensäure besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der .
Einzelnachweise
Kategorie:Chinolin Kategorie:Hydroxyaromat Kategorie:Carboxyaromat