Leichtathletik-Länderkämpfemit bundesdeutscher Beteiligung 1984 zentriert|100px 1. Länderkampf 1984, Werfer (Männer): – 30. Mai 1984 1. 2. 48 P36 P 2. Länderkampf 1984, Werfer (Frauen): – – Lage31. Mai 1984 1. 2. 3. 54 P47 P37 P 3. Länderkampf 1984, Geher (Männer): – – 3. Juni 1984 1. 2. 3. 23 P17 P6 P 4. Länderkampf 1984, Geher (Frauen): – – 3. Juni 1984 1. 2. 3. 22 P17 P6 P 5. Länderkampf 1984, Zehnkampf (Männer): – 8./9. Juni 1984 1. 2. 34.002 P30.532 P 6. Länderkampf 1984, Siebenkampf (Frauen): – 8./9. Juni 1984 1. 2. 18.577 P16.869 P 7./8./9. Länderkampf 1984, Männer: – / – / – 15./16. Juni 1984 1. 2. 129 P93 P 1. 2. 118 P101 P 1. 2. 131 P91 P 10./11./12. Länderkampf 1984, Frauen: – / – / – 15./16. Juni 1984 1. 2. 94 P52 P 1. 2. 87 P59 P 1. 2. 84 P62 P 13. Länderkampf 1984, Straßenlauf (Männer): – – – – 7. Juli 1984 1. A2. B3. 4. 5. 6. Pzf. 23 Pzf. 37 Pzf. 48 Pzf. 75 Pzf. 84 Pzf. 85 14. Länderkampf 1984, Straßenlauf (Frauen): – – – – 7. Juli 1984 1. 2. 3. 4. 5. Pzf. 12 Pzf. 16 Pzf. 25 Pzf. 26 Pzf. 43 15. Länderkampf 1984, Männer: – B – – 10./11. Juli 1984 1. 2. 3. B4. 211 P203 P153 P145 P 16. Länderkampf 1984, Männer: – B 15. Juli 1984 1. 2. B 123 P97 P 17./18./19. Länderkampf 1984, Frauen: – / – / – 15. Juli 1984 1. 2. 97,0 P59,0 P 1. 2. 102,0 P52,0 P 1. 2. 79,5 P76,5 P 20. Länderkampf 1984, Siebenkampf (Frauen): – 8./9. September 1984 1. 2. 18.820 P17.445 P 21. Länderkampf 1984, Geher (Frauen): – 22. September 1984 1. 2. 13 P9 P 22. Länderkampf 1984, Geher (Männer): – 22./23. September 1984 1. 2. 23 P21 P Chronik ← Länderkämpfe 1983 Länderkämpfe 1985 →

Im Jahr 1984 wurden 22 Leichtathletikländerkämpfe mit bundesdeutscher Beteiligung in sechzehn Veranstaltungen ausgetragen. Das waren zwei Vergleiche mehr als im Vorjahr. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben.

Nicht berücksichtigt sind Veranstaltungen wie der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 9. Mai 2025, der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 9. Mai 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 9. Mai 2025 sowie ähnliche Events. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1984)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 9. Mai 2025 und der Geher-Europacup (ab 1996) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.

Aufgeführt sind hier die Länderkämpfe bundesdeutscher Leichtathleten. Die Sportler der DDR führten nach der deutschen Teilung im Jahr 1949 eigene Veranstaltungen durch.

Elf der Vergleiche in dieser Saison bestanden aus dem allgemeinen leichtathletischen Programm. In den anderen elf Begegnungen standen die Wettbewerbsbereiche Gehen, Straßenlauf, Werfen, und Mehrkampf auf dem Programm. Die Männer bestritten zehn, die Frauen zwölf Vergleiche. Damit gab es zum ersten Mal mehr Frauen- als Männerländerkämpfe.

Von den Frauenbegegnungen fanden sechs als Veranstaltungen allgemeiner leichtathletischer Disziplinen, je zwei im Gehen und Siebenkampf sowie je eine im Straßenlauf und Gehen statt.

Fünf der Männerbegegnungen waren Wettkämpfe mit den allgemeinen leichtathletischen Disziplinen. Zwei Länderkämpfe wurden von den Gehern bestritten sowie je einer von den Straßenläufern, Werfern und Zehnkämpfern.

Saisonhöhepunkt Internationaler Höhepunkt in dieser Saison waren die Olympischen Spiele in Los Angeles. Die Leichtathletikwettbewerbe wurden dort vom 3. bis 12. August ausgetragen. Wie die vorangegangenen Spiele von Moskau litt die Veranstaltung unter einem Boykott. Diesmal waren es die Sowjetunion und ihre Verbündeten, die als Gegenboykott für das Fernbleiben der USA und vieler weiterer westlicher Staaten, darunter die Bundesrepublik Deutschland, nicht an den Spielen von Los Angeles teilnahmen. Offiziell wurde das mit einer nicht gewährten Sicherheit für die Teilnehmer begründet. Das bundesdeutsche Team belegte im Medaillenspiegel mit vier Gold-, zwei Silber- und fünf Bronzemedaillen den zweiten Platz hinter den USA (15 Gold / 16 Silber / 9 Bronze). Großbritannien, Rumänien und Italien folgten mit je drei Olympiasiegen.

Jahresbilanz In der Saison 1984 gab es für die bundesdeutschen Männer in ihren zehn Länderkämpfen mit fünf Niederlagen zwei verlorene Vergleiche mehr als im Vorjahr und drei weniger als 1974, dem Jahr mit den meisten Niederlagen: Geher-Vergleich gegen Polen und die Schweiz am 3. Juni in Eschborn (Platz zwei hinter Polen) Straßenlauf-Vergleich gegen die Schweiz, Frankreich, Italien A-/B-Team und die Niederlande am 7. Juli in Obergerlafingen (Platz drei hinter Italien A- und B-Team) Ländervergleich einer bundesdeutschen B-Mannschaft gegen Griechenland. Bulgarien und Ungarn am 10./11. Juli in Athen (Platz drei hinter Bulgarien und Ungarn) Ländervergleich einer bundesdeutschen B-Mannschaft gegen Italien am 15. Juli in Caorle Geher-Vergleich gegen Frankreich am 22./23. September in Ahlen Die fünf weiteren Männerbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athleten für sich. Die Siege resultierten aus drei Vergleichen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm sowie je einer Begegnung der Werfer und Zehnkämpfer. Damit wiesen die Männer eine ausgeglichene Bilanz auf. Negative Bilanzen hatte es in der Länderkampfgeschichte seit 1921 mit den Jahren 1976, 1977, 1979, 1980 und 1982 erst fünf Mal gegeben.

Die Frauen mussten in ihren zwölf Länderkämpfen sieben Niederlagen hinnehmen, das waren drei mehr als im letzten Jahr bei allerdings auch fünf Vergleichen mehr als 1983. Folgende Länderkämpfe der Frauen gingen verloren: Werfer-Vergleich gegen Bulgarien und Finnland am 31. Mai in Lage (Platz zwei hinter Bulgarien) Geher-Vergleich gegen Polen und Dänemark am 3. Juni in Eschborn (Platz zwei hinter Polen) Geher-Vergleich gegen Dänemark am 7. Juli in Obergerlafingen (Platz zwei hinter Italien) Ländervergleich gegen Polen am 18./19. Juli in Warschau Ländervergleich gegen Bulgarien am 18./19. Juli in Warschau Siebenkampf-Vergleich gegen die Sowjetunion am 8./9. September in Ahlen Geher-Vergleich gegen Frankreich am 22. September in Ahlen Die fünf weiteren Frauenbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athletinnen für sich. Der Siege resultierten aus vier Länderkämpfen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm und einem Siebenkampf. Die Bilanz war bei sieben Niederlagen und fünf Siegen negativ.

Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.

Bedeutung der Länderkämpfe in der Leichtathletik Der Stellenwert von Länderkämpfen war in den letzten Jahren erheblich gesunken. Die Konkurrenz anderer Veranstaltungen war groß und sollte weiter wachsen. In den vergangenen Jahren waren neue Wettkampfformen hinzugekommen wie der oben schon genannte Europacup und der Weltcup (später Continentalcup). Außerdem gab es Europa- und Weltcupveranstaltungen für Teildisziplinen der Leichtathletik wie dem Gehen (Lugano-Cup) und dem Mehrkampf, die mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen als die früher hoch im Kurs stehenden Länderkämpfe. Die Bedeutung einzelner Sportfeste, die für die Sportler im Hinblick auf Prämien für den Antritt, für Siege und für Rekorde immer lukrativer wurden, nahm sukzessive zu. Hier sind unter anderem Events wie Weltklasse Zürich, ISTAF Berlin, ASV-Sportfest Köln oder Sportfeste in Stockholm, Oslo, Monaco, … zu nennen, die später als IAAF Super Grand Prix, IAAF Golden League und Diamond League noch erheblich bedeutsamer wurden.

So wurden in den 1950er, 1960er und beginnenden 1970er Jahren Länderkämpfe noch teilweise als Live-Sendung im Fernsehen übertragen, was danach nicht mehr der Fall war, weil die Aufmerksamkeit in der Leichtathletik auf andere oben genannte Bereiche überging. Die Gewichtung sollte sich in den kommenden Jahren noch viel mehr auf Veranstaltungen verschieben, in denen der Fokus stärker auf die Einzelsportler und Staffeln gerichtet war. Länderkämpfe und Ländervergleiche auch in Form von Europacup und Weltcup spielten dabei abgesehen von der Beachtung durch ein Fachpublikum eine in den kommenden Jahren zunehmend untergeordnete Rolle. Neben bestimmten klassischen Sportfesten mit hohen Prämien ragten dabei vor allem die Wettbewerbe bei Olympischen Spielen, Europameisterschaften und ab 1984 bei Weltmeisterschaften heraus.

Die Anzahl der Länderkämpfe blieb allerdings weiter auf dem hohen Level der Jahre, in denen diese Vergleiche eine große Rolle spielten.

Verschiedene Formen von Länderkämpfen Es gab weiterhin sechs verschiedene Arten von Länderkämpfen: Vergleiche mit einer Mischung von Disziplinen aus dem allgemeinen leichtathletischen ProgrammJede Nation war in der Regel mit zwei Athleten je Disziplin vertreten. Bei den Männern waren hier zwanzig Wettbewerbe zum Standard geworden. Allerdings wurden die beiden Langstrecken über 5000 und 10.000 Meter inzwischen verkürzt als Rennen über 3000 und 5000 Meter durchgeführt. Aus dem olympischen Wettbewerbskatalog fehlten demnach in der Regel nur der 10.000-Meter-Lauf, der Marathonlauf, die beiden Gehwettbewerbe und der Zehnkampf.Der Länderkampfdisziplinkatalog bei den Frauen hatte bis 1968 standardmäßig aus elf Disziplinen bestanden und war mit den damals bei Olympischen Spielen angebotenen Frauenwettbewerben identisch. Von 1969 an gab es hier Veränderungen: (1) Mit dem 1500-Meter-Lauf sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden zwei neue Wettbewerbe, die bei den Europameisterschaften 1969 in das Programm aufgenommen worden waren, mit in den Katalog der Frauenländerkämpfe integriert. Damit erhöhte sich die Zahl der Disziplinen auf dreizehn. (2) Der 80-Meter-Hürdenlauf war ab 1969 überall durch den 100-Meter-Hürdenlauf ersetzt worden. Das war auch bei den Länderkämpfen der Fall. Neu hinzu kam nun manchmal auch ein Rennen über 3000 Meter, eine Strecke, die erst 1984 olympisch wurde und dann in Angleichung an das Männerprogramm 1996 durch den 5000-Meter-Lauf abgelöst wurde.In seltenen Fällen gab es in Länderkämpfen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Abweichungen vom Standard in Form von Hinzunahme oder Weglassen einzelner Disziplinen. Vergleiche im Mehrkampf – bei den Frauen im Siebenkampf, bei den Männern im ZehnkampfBei den Frauen wurde der Fünfkampf ab 1981 unter Angleichung an den internationalen Programmkatalog durch den Siebenkampf ersetzt.Die Zahl der Vertreter je Land war dabei nicht standardisiert. In der Regel wurden von den gestarteten Teilnehmern nicht alle gewertet. Bei vier Vertretern je Disziplin beispielsweise wurden meist die drei Besten gewertet. Vergleiche der GeherDiese Begegnungen wurden bei den Männern in Form von Straßengehen ausgetragen. Es kamen zwei Disziplinen zur Austragung, ein Wettkampf über 20 Kilometer und ein Wettkampf über eine längere Distanz, die manchmal über 35 und manchmal über 50 Kilometer führte.1976 kam das Gehen auch für die Frauen ins Programm. Ausgetragen wurde dabei anfangs ein Wettbewerb über 5000 Meter, 1976 auf der Straße, später wechselweise auf der Bahn oder auf der Straße. Später gab es auch Wettbewerbe über eine Streckenlänge von zehn Kilometern. Das Gehen für Frauen stand erst ganz am Anfang seiner Entwicklung, diese Sportart musste sich im Frauenbereich noch durchsetzen. Bei Olympischen Spielen gab es 1992 in Barcelona zum ersten Mal einen Geher-Frauenwettbewerb, bei Europameisterschaften war das 1986 in Stuttgart zum ersten Mal der Fall.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land und Wettbewerb wurde verfahren wie in den Mehrkämpfen.