Döbrastöcken ist ein Gemeindeteil der Stadt Naila im oberfränkischen Landkreis Hof in Bayern. Döbrastöcken liegt in der Gemarkung Culmitz.

Geografie Der Weiler besteht derzeit (Stand 2025) aus acht Einzelsiedlungen, die in einem Radius von etwa 400 Meter weit verstreut liegen. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Poppengrün (1 km westlich) bzw. zur Staatsstraße 2194 (0,7 km südöstlich).

Geschichte Im Jahr 1557 wurde der Ort als „in den Stöcken bei Döbra“ erwähnt, als Asmus von Wildenstein zwei Güter verkaufte. 1613 waren die Herren von Reitzenstein im Ort begütert. 1682 verkauften die Reitzensteiner u. a. ihre Ansprüche in Döbrastöcken an die Herren von Waldeck zu Oberzopten. Nach 1685 ließ Johann Caspar von Heußinger zu Waldenstein im Ort ein Vorwerk errichten.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 81. Döbrastöcken gehörte zur Realgemeinde Culmitz. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Döbrastöcken aus vier Anwesen und einem Vorwerk. Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Vogteiamt Naila. Das Rittergut Culmitz-Döbrastöcken war Grundherr der vier Gütlein.M. Körner: Naila, S. 281.

Von 1797 bis 1810 unterstand Döbrastöcken dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Döbrastöcken dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Culmitz und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Culmitz zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Döbrastöcken am 1. Juli 1971 nach Naila eingemeindet.

Ehemaliges Baudenkmal Zu Haus Nr. 1 gehörige Scheune. Ständerbau, verbrettert, mit Blockwerksockel und Satteldach; Giebel mit geteilter Schalung; zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts.K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 22. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 36 61 61 64 52 47 51 34 17 16HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 5 8 8 8 8 8 6Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 1, Sp. 610.

Religion Döbrastöcken ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach Naila gepfarrt, seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Bartholomäus (Döbra) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Naila) Kategorie:Weiler im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1557