Akane Chihaya (, * 2. August 1979 in Ebetsu, Hokkaidō) ist eine japanische Schriftstellerin. Sie wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, darunter dem Izumi-Kyōka-Literaturpreis, dem Shimase-Preis für Liebesgeschichten und dem Naoki-Preis. Chihayas Werke sind vielfältig und reichen von phantastischen Erzählungen bis zu realistischen psychologischen Porträts. Sie thematisiert oft zwischenmenschliche Beziehungen, Erotik, Sinnlichkeit und weibliche Selbstfindung. Ihr Stil ist für seine Bildkraft und poetische Sprache bekannt.
Leben Akane Chihaya wurde 1979 in Ebetsu auf Hokkaidō geboren. Aufgrund der beruflichen Tätigkeit ihres Vaters, eines Veterinärmediziners mit Spezialisierung auf Pathologie bei der internationalen Organisation JICA, verbrachte sie die Schuljahre 1 bis 4 in Sambia und besuchte dort eine amerikanische Schule. Bereits in ihrer Schulzeit interessierte sie sich für klassische Literatur, übersetzte in der Oberschule das gesamte Werk Ise Monogatari ins moderne Japanisch und absolvierte später ein Studium an der Fakultät für Literatur des Human Sciences Institute der Ritsumeikan-Universität.
Nach dem Studium arbeitete sie in verschiedenen Nebenjobs, unter anderem in der medizinischen Verwaltung und in Museen. Inspiriert durch das Gedicht Tegami (手紙, Der Brief) von Terayama Shūji begann sie, Gedichte über Fische zu schreiben, woraus schließlich ihr Debütroman hervorging. Beeinflusst von Haruki Murakami nahm sie sich vor, sich nur einmal im Leben mit einem Werk um einen Literaturpreis zu bewerben. Das tat sie mit 29 Jahren und gewann damit 2008 den Shōsetsu-Subaru-Nachwuchspreis.
Werke Iogami (, Fischgott), 2009 Otogi no kakera. Shinshaku seiyō dōwashū (, Märchensplitter – Neu erzählte westliche Märchen), 2010 Karamaru (, Verwoben), 2011 Ayakashi zōshi. Miyako no ohanashi (, Märchenhafte Stadtgeschichten), 2011 Mori no ie (, Haus im Wald), 2012 Sakura no kubikazari (, Kirschblüten-Halskette), 2013 Atokata (, Spuren), 2013 Nemuri no niwa (, Der Garten des Schlafs), 2013 Otoko tomodachi (, Männliche Freunde), 2014 Seiyō kashiten Puti Fūru (, Patisserie Petit Four), 2016 Yoru ni naku tori wa (, Vögel, die nachts singen), 2016 Gāden (, Der Garten), 2017 Ningyō-tachi no hakuchūmu (, Tagtraum der Puppen), 2017 Kurōzetto (, Kleiderschrank), 2018 Tadashii onna-tachi (, Die richtigen Frauen), 2018 Inu mo kuwanai (, Nicht mal Hunde fressen das), 2018 Warui tabemono (, Schlechtes Essen [Essayband]), 2018 Kamisama no himatsubushi (, Gottes Zeitvertreib), 2019 Sankaku (, Dreieck), 2019 Tōmei na yoru no kaori (, Duft der durchsichtigen Nacht), 2020 Shitsukoku warui tabemono (, Immer wieder schlechtes Essen [Essayband]), 2021 Hikinami (, Brandung), 2021 Shirogane no ha (, Die silbernen Blätter), 2022 Korizuni warui tabemono (, Unverbesserlich schlechtes Essen [Essayband]), 2022 Akai tsuki no kaori (, Duft des roten Mondes), 2023 Marie (, Marie), 2023 Bisher liegen keine Werke in deutscher Übersetzung vor (Stand: 8. Mai 2025).
Auszeichnungen 2008: Shōsetsu-Subaru-Nachwuchspreis für Iogami 2009: Izumi-Kyōka-Literaturpreis für Iogami 2013: Shimase-Preis für Liebesgeschichten für Atokata 2014: Arai-Preis für Otoko tomodachi 2021: Watanabe-Jun'ichi-Literaturpreis für Tōmei na yoru no kaori 2023: Naoki-Preis für Shirogane no haInterview nach der Preisverleihung: https://www.youtube.com/watch?v=2o8s3u9STB0 (japanisch) Quelle: World of Literary Prizeshttps://prizesworld.com/prizes/name/%E5%8D%83%E6%97%A9%E8%8C%9C
Literatur
千早茜. In: 講談社デジタル版 日本人名大辞典+Plus (Digitale Ausgabe des Japanischen Biographischen Wörterbuchs von Kōdansha), Kōdansha, online bei Kotobank (abgerufen am 3. August 2025).
Weblinks Offizieller X/Twitter-Account Chihaya Akane bei Goodreads Chihaya Akane bei X (früher: Twitter) Autorenprofil bei Shinchōsha
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Japan) Kategorie:Literatur (Japanisch) Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Japaner Kategorie:Geboren 1979 Kategorie:Frau