Andreas Deckardt (* 6. November 1946 in Leipzig) ist ein deutscher Maler und Grafiker der Leipziger Schule.

Leben und Werk Deckardt studierte von 1966 bis 1971 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGBK) bei Dietrich Burger und Karl-Georg Hirsch Malerei und daneben in der Fachklasse Schrift und Typografie bei Albert Kapr und Walter Schiller. Dabei beteiligte er sich 1970 mit der Lithografie Die Teppichweber von Kujan-Bulak ehren Lenin an der von Studenten typografisch gestalteten Grafikmappe W.I. Lenin 1870–1970.Abbildung in Bildende Kunst, Berlin, 2/1971, S. 95

Seit dem Diplomabschluss arbeitet Deckardt in Leipzig-Wiederitzsch als freischaffender Maler und Grafiker. Stilistisch ist er ein typischer Vertreter der Leipziger Schule. Von 1983 bis 1988 hatte er einen Lehrauftrag für Schriftgestaltung an der Abendakademie der HGBK. Er war Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR.

1974 heiratete er die Malerin Monika Geilsdorf. 1988 ging er nach West-Berlin, und 1998 wieder nach Leipzig zurück.

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Deckardts (unvollständig)

Leipzig: Museum der bildenden Künste (MdbK) Leipzig: Kunsthalle der Sparkasse Leipzighttps://www.kunsthalle-sparkasse.de/suchergebnisse/kuenstler/andreas-deckardt.html

Weitere Werke (Auswahl)

Bildnis des Regionalwissenschaftlers Karl-Christian G. (1974, Tempera, 49,5 × 38 cm; auf der VIII. Kunstausstellung der DDR; MdbK, Inv. 2393) Frau Erna P. (1977, Mischtechnik, 79,8 × 59,8 cm; auf der VIII. Kunst-ausstellung der DDR, MdbK, Inv. 2657) Morgenrasur (1974; Tempera, 26 × 23 cm; MdbK, Inv. 3432) Abend (1979, 85,5 × 109,5 cm; MdbK) Steinmetz (1984, Mischtechnik, 169 × 126 cm)

Ausstellungen (unvollständig)

Einzelausstellung

2023: Leipzig, Döhlitzer Wassermühle („Stille Zeit“; Malerei und Zeichnung)

Gruppenausstellungen

1974, 1979 und 1985: Leipzig, Bezirkskunstausstellungen 1975: Berlin, Ausstellungsräume am Fernsehturm („Die Frau und die Gesellschaft“) 1976: Karl-Marx-Stadt, Städtische Museen („Jugend und Jugendobjekte im Sozialismus“) 1977/1978: Dresden, VIII. Kunstausstellung der DDR 1982: Leipzig, Museum der Bildenden Künste („Selbstbildnisse Leipziger Künstler“) 1984: Leipzig, Museum der bildenden Künste („Kunst in Leipzig 1949–1984“)

2020: Leipzig, Kunsthalle der Sparkasse Leipzig („Im Gehäuse – Atelierdarstellungen Leipziger Künstler*Innen“)

Literatur

Hans F. Schweers: Gemälde in Museen. Deutschland, Österreich, Schweiz. Teil I. Band 1. Künstler und ihre Werke. K. G. Saur, München 2008, S. 283 Deckardt, Andreas. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010; ISBN 978-3-355-01761-9, S. 143

Einzelnachweise

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