Eduard Wilhelm Ludwig Köhler (* 18. Dezember 1822 in Altenstadt (Hessen); † 11. Dezember 1882 in Darmstadt) war großherzoglich-hessischer Architekt und Baumeister.
Leben Eduard Köhler wurde als Sohn des Höchster Pfarrers Heinrich Anton Köhler (1784–1858) und dessen Ehefrau Charlotte Friederike Luise Ebenau (1799–1871) geboren und wuchs mit seinen Geschwistern Friedrich Heinrich Carl Ludwig (1817–1898, Pfarrer), Carl Heinrich Philipp Christian (1819–1885, Kreisarzt) und Wilhelm Ludwig (1821–1908) auf. Er immatrikulierte sich am 29. Oktober 1841Personal-Bestand der Großherzoglich Hessischen Ludewigs-Universität zu Giessen 1842 Digitalisat an der Justus-Liebig-Universität Gießen, schloss das Studium der Bautechnik 1844 mit der Fakultätsprüfung ab und erhielt eine Anstellung als Bauakzessist beim Sekretariat der Großherzoglich-hessischen Oberbaudirektion, wo ihm am 5. März 1850 die Stelle des 2. Sekretärs übertragen wurde. Als Oberbaudirektionssekretär übernahm er im März 1856 die Stelle des Kreisbaumeisters in Bingen. In den Jahren zwischen 1859 und 1862 wurde das Alte Rathaus in Nieder-Ingelheim nach seinen Entwürfen gebaut. Es diente bis 1982 als Stadtverwaltung, als am Neuen Markt ein neues Verwaltungsgebäude geschaffen wurde. mini|Altes Rathaus in Nieder-Ingelheim, erbaut zwischen 1859 und 1862 nach den Plänen von Eduard Köhler
Köhler wurde zum 1. Juni 1869 nach Darmstadt versetzt. Dort war er bis zum 11. Dezember 1882 Kreis- und Provinzialbaumeister. Darmstadt war von 1816 bis 1937 Hauptstadt der Provinz Starkenburg. mini|Altes Landgericht Darmstadt: in den Jahren von 1872 bis 1874 nach den Plänen der Architekten Stephan Braden und Eduard Köhler erbaut
mini|Liberale Synagoge Darmstadt Die Liberale Synagoge Darmstadt wurde in den Jahren von 1873 bis 1876 nach seinen Plänen errichtet. Äußerlich trug sie Synagoge eines romanischen Baus mit gotischen Fenstern. Im Innern herrschten orientalisch-maurische Einflüsse. Ein weiteres Zeichen für diese Stilmischung war eine große Orgel.
Familie Er war verheiratet mit Wilhelmine Kühn (1822–1880). Aus der Ehe ist der Sohn Heinrich (1859–1924), der später Oberbürgermeister von Worms war, hervorgegangen.
Auszeichnungen 17. Juni 1873 Charakter als Baurat 12. September 1882 Verdienstorden Philipps des Großmütigen Ritter I. Klasse.
Weblinks
Archivinformationssystem Hessen: Archivakte Eduard Köhler Digitalisat Erinnerungsort Liberale Synagoge Darmstadt Digitalisat
Einzelnachweise
Kategorie:Absolvent der Justus-Liebig-Universität Gießen Kategorie:Baumeister Kategorie:Architekt (Preußen) Kategorie:Träger des Verdienstordens Philipps des Großmütigen (Ritter I. Klasse) Kategorie:Geboren 1822 Kategorie:Gestorben 1882 Kategorie:Mann