Die (kurz NZFOL) war eine 1937 in Neuseeland gegründete Gewerkschaft, die zu der Zeit die zersplitterte Arbeiterbewegung des Landes vereinigen konnte. Sie bestand bis zum Jahr 1987 und wurde in dem Jahr von der neu gegründeten (CTU) abgelöst.
Geschichte Als mit dem Übergang von 1935 zu 1936 die zum ersten Mal die Regierung stellen konnte, war man in den Arbeiterorganisationen des Landes der Meinung, die verschiedenen Teile der Gewerkschaftsbewegung zusammenführen zu müssen, um dann zusammen mit der gemeinsam Ziele der Arbeiterschaft besser verfolgen zu können. Mit der Gründung der zweiten – die Erste bestand in den Jahren 1909 bis 1913 – sollten die , die und anderer Arbeitnehmerorganisationen in ihren Führungsrollen abgelöst und die Folgen der Weltwirtschaftskrise mit der Massenarbeitslosigkeit, mit den Lohnkürzungen und den damit verbundenen sozialen Notlagen überwunden werden.
Vom 14. bis 19. April 1937 trafen sich daher die Delegierten von 212 Industrieorganisationen des Landes in zur . Zusammen vertraten die Organisationen damit rund 170.800 Gewerkschafter. Trotz der großen Anzahl an Organisationen, kamen die größten Delegationen von fünf nationalen Gewerkschaftsorganisationen, der und der , der , der und der .
Mit der Gründung der neuen folgten die Verhandlungen mit der Regierung zur Schaffung eines einheitlichen zentralen Lohnfestsetzungssystems, das die Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber über Jahrzehnte dominieren sollte. Die egalitäre Lohnstruktur wurde zu einem Eckpfeiler des Wohlfahrtsstaates jener Tage und die zu einem wichtigen Akteur in der neuseeländischen Volkswirtschaft.
Die Regierung ihrerseits machte die Lohnkürzungen der Weltwirtschaftskrise wieder rückgängig, führte für Streitfälle die Schlichtung wieder ein und machte die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft für Arbeitnehmer, die von Tarifverträgen betroffen waren, zur Pflicht. Die Folge war ein Anstieg an Gewerkschaftsgründungen und ein Mitgliederzuwachs organisierter Arbeitskräften von rund 81.000 im Jahr 1935 auf über 254.000 Mitglieder im Jahr 1939.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs führten militante Gewerkschaften, die das Schlichtungssystem ablehnten, zu Konfrontationen und 1951 zur Aussperrung der Hafenarbeiter des Landes. Aus Solidarität mit den Hafenarbeitern, die mit finanziellen Schwierigkeiten und schlechten Arbeitsbedingungen zu kämpfen hatten, traten rund 20.000 Beschäftigte anderer Berufszweige mit in den Ausstand. Der Arbeitskonflikt war mit 151 Tagen der größte seiner Art, den Neuseeland bis dahin gesehen hatte. Da die den Streik der militante Gewerkschaften nicht unterstützte, wurde die ausgeschlossen, was in Folge dazu führte, dass sich an ihrer Stelle 26 lokale Gewerkschaften gründeten.
Ende der 1960er Jahre begann auch das zentralisierte Lohnfestsetzungssystem zu bröckeln, was zu wirtschaftlicher Instabilität und veränderten Arbeitsbeziehungen führte. Die folgenden zwei Jahrzehnte waren deshalb von Arbeitskonflikten und Kompromissen zwischen der und den Arbeitgebern geprägt. Steigende Inflation und Arbeitslosigkeit machten auch Kompromisse mit der Regierung notwendig. 1982 schlug die (PSA) dann vor, eine neue zentrale Gewerkschaftsorganisation zu bilden. Nach einer fünf Jahre andauernden Debatte darüber wurde 1987 schließlich die (NZCTU) gegründet, die heute als der Öffentlichkeit bekannt ist. Sie löste damit die und die (CSU) ab.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Gewerkschaft (Neuseeland) Kategorie:Verbandsgründung 1937 Kategorie:Aufgelöst 1987 Kategorie:Organisation (Wellington)