mini|Herren-Halbfinale zwischen der Schweiz und Slowenien thumb|Die Ukraine feiert den Finaleinzug mit den Fans thumb|Die Schweiz geht im Endspiel der Damen in Führung Die zweite 3vs3-Unihockey-Weltmeisterschaft (offiziell 3v3 World Floorball Championships 2025, auch 3v3 WFC 2025) wurde vom 2. bis 3. Mai 2025 in Winterthur, Schweiz ausgetragen.

Es handelt sich hierbei um einen Wettbewerb auf dem Kleinfeld (22 × 11 m Spielfläche, 3 Feldspieler), der aufgrund der noch fehlenden Wettbewerbstradition, aber auch in Bezug auf die öffentliche Wahrnehmung und sportliche Bedeutung bislang im Schatten der auf dem Großfeld ausgetragenen Unihockey-Weltmeisterschaft steht. Anders als noch 2024 durfte jede teilnehmende Nation nur eine Mannschaft pro Wettbewerb entsenden.

Weltmeister wurde sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen jeweils zum ersten Mal die Schweiz.

Kadernominierung Anders als bei den Wettbewerben auf dem Großfeld verfügen viele Verbände nicht über die Ressourcen, speziell für die Kleinfeld-Variante ein vergleichbares System von Scouting, Trainingslagern und Testländerspielen aufzubauen. Daher wurden für diese Turniervariante teilweise alternative Wege bestritten, um den Kader für das Nationalteam zusammenzustellen.

Schweiz: Wie bereits im vergangenen Jahr hatte swiss unihockey die Anmeldung für die beiden Schweizer Teams öffentlich ausgeschrieben. Aus den eingegangenen Bewerbungen haben Frauen-Trainerin Mirjam Hintermann und Männer-Trainer Thomas Abbühl jeweils acht Feldspielerinnen bzw. Feldspieler sowie zwei Torhüterinnen bzw. Torhüter ausgewählt.

Ukraine und Österreich: Die Verbände Österreichs sowie der Ukraine haben sich ebenfalls für einen klassischen Kadernominierungsprozess entschieden, so dass sich diese Nationalteams aus Spielern bzw. Spielerinnen verschiedener Vereine zusammensetzen. Dabei wurden auch im Ausland spielende Sportler berücksichtigt.

Schweden: Das 3v3-Nationalteam setzt sich vollständig aus Spielern bzw. Spielerinnen des Riksidrottsgymnasiet (deutsch: Reichssportgymnasium) in Umeå zusammen, einer Talentschmiede von national herausragender Bedeutung. Das Unihockey-Auswahlteam der Schule, RIG Umeå IBF, nimmt an der Allsvenskan (2. Liga) der Damen sowie an der Division 1 (3. Liga) der Herren teil. Der schwedische Auswahlkader für die 3v3-Weltmeisterschaft kommt somit auf ein vergleichsweise sehr geringes Durchschnittsalter von 18,1 Jahren (Herren) bzw. 17,9 Jahren (Damen).

Slowenien und Ungarn: Der slowenische und der ungarische Verband haben jeweils ihren nationalen Großfeld-Meister (FBK Loka bzw. SZPK Komárom) aus dem Teilnehmerfeld der International Floorball League für den Herren-Wettbewerb nominiert. Die jeweiligen Vereinstrainer haben aus ihrem Kader wiederum die geeigneten Kandidaten für das „Nationalteam“ ausgewählt.

Deutschland: Der Kleinfeld-Meister von 2024, Red Devils Wernigerode, wurde vom Verband nominiert, Deutschland im Damen-Wettbewerb bei der 3v3-WM zu vertreten. Dabei durfte das Team aber um ausgewählte Spieler anderer Vereine ergänzt werden. Im Rahmen dieser Regelung wurden neben fünf Spielerinnen aus Wernigerode auch Vanessa Weikum und Jette Fallei (beide UHC Sparkasse Weißenfels) sowie Stefanie Keller, Marieke Senkpiel und Emely-Alice Leu (alle Red Lions Frauenfeld) nominiert.

Finnland: Da die Weltmeisterschaft parallel zu den Finalspielen der F-Liiga der Männer ausgetragen wurde, war eine Teilnahme der großen Stars wie Justus Kainulainen oder Aaro Astala von vornherein ausgeschlossen. Stattdessen wurde bei den Damen der F-Liiga-Halbfinalist EräViikingit nominiert, den Verband auf der großen Bühne zu vertreten. Bei den Herren fiel die Wahl auf den Drittligaclub Toukolan Teräs aus Helsinki.

Herren-Wettbewerb

Teilnehmer Ursprünglich hatten sich 25 Herren-Teams angemeldet, wobei Kenia und die Elfenbeinküste ihre Teilnahme kurzfristig absagten. Somit nahmen letztlich 23 Teams am Herren-Wettbewerb teil.

17 aus Europa inklusive Gastgeber 3 aus Amerika3 aus Asien & Ozeanien2 aus Afrika

Modus Die Gruppenphase umfasste planmäßig fünf Gruppen mit jeweils fünf Teams. Die beiden Gruppen mit jeweils einem afrikanischen Teilnehmer umfassten nach deren Absage nur vier Teams. Anschließend fanden Play-off-Runden statt. Jedes Team bestritt mindestens drei bzw. vier Spiele, welche jeweils 2×10 Minuten dauerten, wobei nur die letzten drei Minuten effektiv gemessen wurden. Für einen Sieg in der Gruppenphase wurden zwei Punkte vergeben, für ein Remis einen. Die Gruppenphase wird am Freitag ausgetragen.

Bei den Herren erreichten die drei bestplatzierten Teams jeder Gruppe sowie der besten Gruppenvierte der drei Fünfergruppen das Achtelfinale. Diese wurden wie das Viertelfinale noch am Samstagvormittag ausgetragen. Ebenfalls am Samstag bestritten die in der Gruppenphase ausgeschiedenen Teams die B-Play-offs. Am Samstagnachmittag fanden schließlich die Halbfinalspiele und das Finale sowohl im Haupt- als auch im B-Wettbewerb statt. War ein Play-Off-Spiel nach der regulären Spielzeit noch nicht entschieden, gab es keine Verlängerung. Stattdessen fand sofort ein Penalty-Shootout statt.

Gruppenphase Gruppe A Legende:= Qualifikation Viertelfinale= mögliche Qualifikation Playoff-Runde PlatzLandSpSUN+-Pkt 1. 44 0 034 98 2. 43 0 126 206 3. 42 0 221 174 4. 41 0 319 302 5. 40 0 4 12 360

Gruppe B Legende:= Qualifikation Viertelfinale= mögliche Qualifikation Playoff-Runde PlatzLandSpSUN+-Pkt 1. 44 0 032 178 2. 43 0 129 246 3. 42 0 235 154 4. 43 0 122 252 5. 40 0 411 480

Gruppe C Legende:= Qualifikation Viertelfinale= mögliche Qualifikation Playoff-Runde PlatzLandSpSUN+-Pkt 1. 33 0 036 46 2. 32 0 121 104 3. 31 0 224 202 4. 30 0 34 510

Gruppe D Legende:= Qualifikation Viertelfinale= mögliche Qualifikation Playoff-Runde PlatzLandSpSUN+-Pkt 1. 33 0 026 76 2. 32 0 119 84 3. 31 0 25 172 4. 30 0 35 230

Gruppe E Legende:= Qualifikation Viertelfinale= mögliche Qualifikation Playoff-Runde

PlatzLandSpSUN+-Pkt 1. 43 0 138 146 2. 43 0 146 186 3. 43 0 137 196 4. 41 0 333 232 5. 40 0 44 840

Rangliste der Gruppenvierten Viertplatzierte aus Gruppen mit nur vier Teams wurden nicht berücksichtigt.

Pl. Land Sp. Pkt. TD 1. 42 +10 2. 42 −3 3. 42 −11

B-Finalrunde

Play-Offs

PS Sieg nach Penalty-Shootout

Finale

All Star Team (Tor) – , ,

Medaillengewinner WeltmeisterSchweiz Raphael Rudin, Yves Schlegel, Robin Thaddey, Claudio Nussbaumer, Mario Huber, Nicolas Walther, Silas Meier, Philipp Schmid, Aaron Abbühl, Jason AbbühlCheftrainer: Thomas Abbühl   Assistenztrainer: Michael Rothe

SilberUkraine Oleksandr Semenjuk, Mykhaylo Pryyma, Andrij Semenjuk, Marian Hrabovyk, Ivan Yaremij, Stanislav Shcherbakov, Anton Kononenko, Oleksandr Nikulin, Oleh Rubaj, Bohdan PonomarenkoCheftrainer: Taras Mamus   Assistenztrainer: Mikael Ohman

BronzeSlowenien Maj Oman, Lovro Oblak, Luka Peklaj, Gal Šardi, Luka Podobnik, Nejc Peklaj, Blaž Tomc, Tim Luznar, Gašper TrilerCheftrainer: Anže Habjan

Damen-Wettbewerb

Teilnehmer Ursprünglich hatten sich 20 Damen-Teams angemeldet, wobei Kenia und die Elfenbeinküste ihre Teilnahme kurzfristig absagten. Somit nahmen letztlich 18 Teams am Damen-Wettbewerb teil.

16 aus Europa inklusive Gastgeber1 aus Amerika1 aus Asien & Ozeanien2 aus Afrika

Modus Die Gruppenphase umfasste planmäßig vier Gruppen mit jeweils fünf Teams. Die beiden Gruppen mit jeweils einem afrikanischen Teilnehmer umfassten nach deren Absage nur vier Teams. Anschließend fanden Play-off-Runden statt. Jedes Team bestritt mindestens drei bzw. vier Spiele, welche jeweils 2×10 Minuten dauerten, wobei nur die letzten drei Minuten effektiv gemessen wurden. Für einen Sieg in der Gruppenphase wurden zwei Punkte vergeben, für ein Remis einen. Die Gruppenphase wird am Freitag ausgetragen.

Bei den Damen erreichten die beiden bestplatzierten Teams jeder Gruppe das Viertelfinale. Diese wurden am Samstagvormittag ausgetragen. Ebenfalls am Samstag bestritten die in der Gruppenphase ausgeschiedenen Teams die B-Play-offs. Am Samstagnachmittag fanden schließlich die Halbfinalspiele und das Finale sowohl im Haupt- als auch im B-Wettbewerb statt. War ein Play-Off-Spiel nach der regulären Spielzeit noch nicht entschieden, gab es keine Verlängerung. Stattdessen fand sofort ein Penalty-Shootout statt.

Gruppenphase Gruppe A Legende:= Qualifikation Viertelfinale PlatzLandSpSUN+-Pkt 1. 33 0 043 86 2. 31 1 113 113 3. 31 1 122 213 4. 30 0 36 440

Gruppe B Legende:= Qualifikation Viertelfinale PlatzLandSpSUN+-Pkt 1. 44 0 032 48 2. 42 1 120 225 3. 41 1 214 213 4. 41 0 39 192 5. 40 2 215 242

Gruppe C Legende:= Qualifikation Viertelfinale PlatzLandSpSUN+-Pkt 1. 44 0 030 28 2. 43 0 133 156 3. 41 1 215 213 4. 41 0 39 242 5. 40 1 35 301

Gruppe D Legende:= Qualifikation Viertelfinale PlatzLandSpSUN+-Pkt 1. 33 0 025 66 2. 32 0 119 104 3. 30 1 28 191 4. 30 1 28 251

Rangliste der Gruppenvierten Spiele gegen Fünftplatzierte wurden nicht berücksichtigt.

Pl. Land Sp. Pkt. TD 1. 31 −17 2. 30 −11 3. 30 −14 4. 30 −38

B-Finalrunde

Play-Offs

PS Sieg nach Penalty-Shootout

Finale

All Star Team (Tor) – , ,

Medaillengewinner WeltmeisterSchweiz Chiara Ochsenbein, Franziska Müller , Romaine Rothacher, Jessica Frei, Noëlle Gasche, Nicole Fässler, Alice Roth, Svenja Manser, Irene Reinhart, Michaela HuwilerCheftrainer: Mirjam Hintermann   Assistenztrainer: Clemens Strub

SilberFinnland Tove Tantere, Pinja Suhonen, Manta Likki, Eveliina Hana, Taru Nordman, Trista Sällström, Lotta Varakas, Elsi Kangasharju, Milla YlikojolaTrainer: Atti Silvennoinen, Niklas Niemi

BronzeSchweden Louise Jansson, Engla Johansson, Lisa Lindvall, Jonna Lindgren, Saga Åkerling, Hilma Hornsten, Tova Nydenfeldt, Zaga Lovdahl, Elvira Nassen, Josefin HellströmTrainer: Torbjörn Sjögren, Susanne Ekblom

Weblinks Offizielle Website der 3vs3-Unihockey-Weltmeisterschaft 2025 (Herren) Offizielle Website der 3vs3-Unihockey-Weltmeisterschaft 2025 (Damen) All Star Team des Turniers (Facebook-Seite der IFF)

Einzelnachweise

Kategorie:Unihockey 2025 Kategorie:Unihockeywettbewerb in der Schweiz Kategorie:Sportveranstaltung in Winterthur