Hertwegsgrün ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Geroldsgrün im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Hertwegsgrün liegt in der Gemarkung Geroldsgrün.
Geographie Das Dorf besteht aus fünf Siedlungen, die auf freier Flur liegen. Im Westen schließt sich der Geroldsgrüner Forst an und im Süden der Gerlaser Forst. Bei Hertwegsgrün entspringt ein Quellbach der Ölsnitz. Ein Anliegerweg führt 600 Meter nördlich zur Kreisstraße HO 41 bei Geroldsgrün.
Geschichte Hertwegsgrün bildete mit Hirschberglein eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Hertwegsgrün zehn Anwesen (6 Gütlein, 2 halbe Gütlein, 2 Tropfhäuser). Das Hochgericht sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das bayreuthische Kasten- und Richteramt Lichtenberg.M. Körner: Naila, S. 288.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Naila. Mit dem Gemeindeedikt wurde Hertwegsgrün dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Geroldsgrün und der zugleich gebildeten Ruralgemeinde Geroldsgrün zugewiesen.
Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 1: Eingeschossiges, verputzt massives Kleinhaus, Ende des 18. Jahrhunderts, Anfang des 19. Jahrhunderts; zwei zu vier Achsen, mit Halbwalmdach; Giebeltrapez verschiefertes Ständerwerk.K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 31f. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 3: Zweigeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus des späten 18. Jahrhunderts, zwei zu vier Achsen, mit Halbwalmdach über hölzernem Kranzgesims; Giebeltrapez verschiefertes Ständerwerk. Haus Nr. 13: Eingeschossiges, verputzt massives Wohnstallhaus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, mit Satteldach; Giebel mit verschiefertem Ständerwerk. Haus Nr. 15: Zweigeschossiges Wohnstallhaus, wohl des mittleren 18. Jahrhunderts, zwei zu fünf Achsen, mit Walmdach über hölzernem Kranzgesims; Erdgeschoss verputzt massiv, Obergeschoss verschiefertes Fachwerk.
Einwohnerentwicklung Jahr 1799 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 71 130 117 93 84 64 74 75 80 49HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1799 werden diese als Häuser bezeichnet, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 10 11 13 12 12 15 18Quelle J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 635.
Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakob (Geroldsgrün) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Geroldsgrün) Kategorie:Ort im Landkreis Hof