Carl Hettler (geb. in Breslau) war ein deutscher Bildhauer und Wachsbossierer.
Leben und Werk Carl Hettler war zunächst in Breslau tätig, später in Berlin. Er scheint sich vom Handwerker zum Bildhauer emporgearbeitet zu haben. 1818 wird er im Katalog der Berliner Akademieausstellung als Gürtlermeister, Bronzeur und Ziseleur bezeichnet. 1822 stellt er in Breslau ein Wachsbild aus, Köpfe und Porträts in Wachs und Gips auch auf den Berliner Akademieausstellung 1839; im Katalog dieser Ausstellung wird er als beinahe erblindet angegeben.
Hettler porträtierte außer König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und sonstigen Aristokraten, bei denen er gefragt war, u. a. den Pädagogen Johannes Daniel Falk. Die von letzterem entstandene Büste von 1826 ist insofern bedeutsam, weil diese für das Johannes-Falk-Denkmal in Weimar und für das Relief des das als Falksche Institut bezeichnete Institut als Vorlage diente.Dieter Höhnl: Vor-Reiter Weimars: die Grossherzöge Carl August und Carl Alexander im Denkmal, Glaux, Jena 2003, S. 72. Das war möglich, weil 1874 von einem Herrn C. Falck diese Büste als Geschenk an das Großherzogliche Museum nach Weimar kam.Catalog des Grossh. Museums zu Weimar, Weimar 1885, S. 15. Er porträtierte auch den Philosophen Friedrich Hegel. Viel arbeitete Hettler mit Reliefs in Wachsbossierung und war Spezialist für Wachsilhouetten. Eine Gipsbüste des Kapellmeisters und Komponisten Louis Spohr in Kassel wurde lobend erwähnt beziehungsweise beworben.Allgemeiner Anzeiger und Nationalzeitung der Deutschen, Jahrgang 1831, S. 54 f.
Literatur
Weblinks Hettler, Carl (tätig um 1820 Breslau, später Berlin), Nr. 768, 153. Kunst- & Antiquitätenauktion Dannenberg, März 2019 HETTLER Carl. Geburt 1820. Maler, Bildhauer Arcadja Auktionshaus, 2015. askart.com
Einzelnachweise
Kategorie:Bildhauer (Deutschland) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren im 18. oder 19. Jahrhundert Kategorie:Gestorben im 19. Jahrhundert Kategorie:Mann