Leichtathletik-Länderkämpfemit bundesdeutscher Beteiligung 1983 zentriert|100px 1. Länderkampf 1983, Werfer (Männer): – 12. Mai 1983 1. 2. 45 P30 P 2./3. Länderkampf 1983, Frauen: – / – 4. Juni 1983 1. 2. 110 P47 P 1. 2. 98 P58 P 4./5. Länderkampf 1983, Männer: – / – 4./5. Juni 1983 1. 2. 114 P107 P 1. 2. 123 P98 P 6. Länderkampf 1983, Frauen: – Lage14. Juni 1983 1. 2. 73 P72 P 7. Länderkampf 1983, Geher (Frauen): – – 18. Juni 1983 1. 2. 3. 25 P15 P6 P 8. Länderkampf 1983, Geher (Männer): – 18./19. Juni 1983 1. 2. 26 P18 P 9. Länderkampf 1983, Geher (Frauen): – 25. Juni 1983 1. 2. 12 P10 P 10./11. Länderkampf 1983, Männer:Springer: – – – Werfer: – – 2. Juli 1983 Springer:1. 2. I3. 4. II5. 64,0 P57,5 P45,0 P42,5 P14,0 P Werfer:1. 2. I3. II4. 52,0 P43,0 P31,0 P22,0 P 12. Länderkampf 1983, Straßenlauf (Männer): – – – – – 16. Juli 1983 1. 2. 3. 4. 5. 6. Pzf. 54Pzf. 75Pzf. 78Pzf. 85Pzf. 99Pzf.100 13. Länderkampf 1983, Straßenlauf (Frauen): – – – – 16. Juli 1983 1. 2. 3. 4. 5. Pzf. 11Pzf. 31Pzf. 33Pzf. 36Pzf. 38 14./15. Länderkampf 1983, Männer: – / – 18./19. Juli 1983 1. 2. 105 P94 P 1. 2. 117 P84 P 16. Länderkampf 1983, Männer: – – 22./23. Juli 1983 1. 2. 3. 198 P176 P148 P 17. Länderkampf 1983, Läufer (Männer): – 26. Juli 1983 1. 2. 28 P27 P Chronik ← Länderkämpfe 1982 Länderkämpfe 1984 →
Im Jahr 1983 wurden siebzehn Leichtathletikländerkämpfe mit bundesdeutscher Beteiligung in vierzehn Veranstaltungen ausgetragen. Das war ein Vergleich weniger als im Vorjahr. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben.
Nicht berücksichtigt sind Veranstaltungen wie der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 29. April 2025, der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 29. April 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 29. April 2025 sowie ähnliche Events. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1983)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 29. April 2025 und der Geher-Europacup (ab 1996) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.
Aufgeführt sind hier die Länderkämpfe bundesdeutscher Leichtathleten. Die Sportler der DDR führten nach der deutschen Teilung im Jahr 1949 eigene Veranstaltungen durch.
Zehn der Vergleiche in dieser Saison bestanden aus dem allgemeinen leichtathletischen Programm. In den anderen sieben Begegnungen standen die Wettbewerbsbereiche Gehen, Werfen, Straßenlauf, Springen, und Laufen auf dem Programm. Die Männer bestritten elf, die Frauen sechs Vergleiche.
Von den Frauenbegegnungen fanden drei als Veranstaltungen allgemeiner leichtathletischer Disziplinen, zwei im Gehen und eine im Straßenlauf statt.
Fünf der Männerbegegnungen waren Wettkämpfe mit den allgemeinen leichtathletischen Disziplinen. Zwei Länderkämpfe wurden von den Werfern bestritten sowie je einer von den Straßenläufern, Gehern, Springern und Läufern.
Saisonhöhepunkt Internationaler Höhepunkt in dieser Saison waren die zum ersten Mal ausgetragenen Weltmeisterschaften vom 7. bis 14. August in Helsinki. Das bundesdeutsche Team belegte im Medaillenspiegel mit zwei Gold-, fünf Silbermedaillen und einer Bronzemedaille etwas enttäuschend den fünften Platz hinter der DDR (zehn Mal Gold / sieben Mal Silber / fünf Mal Bronze), den USA (Gold: acht / Silber: neun / Bronze: sieben), der Sowjetunion (G: sechs / S: sechs / B: elf) und der Tschechoslowakei (G: vier / S: drei / B: zwei).
Jahresbilanz In der Saison 1983 gab es für die bundesdeutschen Männer in ihren elf Länderkämpfen mit drei Niederlagen zwei verlorene Vergleiche weniger als im Vorjahr und fünf weniger als 1974, dem Jahr mit den meisten Niederlagen: Geher-Vergleich gegen Frankreich am 18./19. Juni in Bar-le-Duc Straßenlauf-Vergleich gegen die Niederlande, Belgien, Frankreich, Italien und die Schweiz am 16. Juli in Dordrecht (Platz drei hinter Italien und den Niederlanden) Läufer-Vergleich gegen Kenia am 26. Juli in München Die acht weiteren Männerbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athleten für sich. Die Siege resultierten aus fünf Vergleichen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm, zwei Länderkämpfen der Geher sowie einer Begegnung der Springer.
Die Frauen mussten in ihren sechs Länderkämpfen vier Niederlagen hinnehmen, das waren zwei weniger als im letzten Jahr bei allerdings auch drei Vergleichen weniger als 1982. Folgende Länderkämpfe der Frauen gingen verloren: Ländervergleich gegen Bulgarien am 14. Juni in Lage Geher-Vergleich gegen Frankreich und Belgien am 18. Juni in Bar-le-Duc (Platz zwei hinter Frankreich) Geher-Vergleich gegen Dänemark am 25. Juni in Sønder Omme Sogn Straßenlauf-Vergleich gegen die Niederlande, Belgien, Frankreich und Italien am 16. Juli in Dordrecht (Platz zwei hinter Italien) Die beiden weiteren Frauenbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athletinnen für sich. Der Siege resultierten aus zwei Länderkämpfen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm. Die Bilanz war bei vier Niederlagen und nur zwei Siegen negativ.
Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.
Bedeutung der Länderkämpfe in der Leichtathletik Der Stellenwert von Länderkämpfen war in den letzten Jahren erheblich gesunken. Die Konkurrenz anderer Veranstaltungen war groß und sollte weiter wachsen. In den vergangenen Jahren waren neue Wettkampfformen hinzugekommen wie der oben schon genannte Europacup und der Weltcup (später Continentalcup). Außerdem gab es Europa- und Weltcupveranstaltungen für Teildisziplinen der Leichtathletik wie dem Gehen (Lugano-Cup) und dem Mehrkampf, die mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen als die früher hoch im Kurs stehenden Länderkämpfe. Die Bedeutung einzelner Sportfeste, die für die Sportler im Hinblick auf Prämien für den Antritt, für Siege und für Rekorde immer lukrativer wurden, nahm sukzessive zu. Hier sind unter anderem Events wie Weltklasse Zürich, ISTAF Berlin, ASV-Sportfest Köln oder Sportfeste in Stockholm, Oslo, Monaco, … zu nennen, die später als IAAF Super Grand Prix, IAAF Golden League und Diamond League noch erheblich bedeutsamer wurden.
So wurden in den 1950er, 1960er und beginnenden 1970er Jahren Länderkämpfe noch teilweise als Live-Sendung im Fernsehen übertragen, was danach nicht mehr der Fall war, weil die Aufmerksamkeit in der Leichtathletik auf andere oben genannte Bereiche überging. Die Gewichtung sollte sich in den kommenden Jahren noch viel mehr auf Veranstaltungen verschieben, in denen der Fokus stärker auf die Einzelsportler und Staffeln gerichtet war. Länderkämpfe und Ländervergleiche auch in Form von Europacup und Weltcup spielten dabei abgesehen von der Beachtung durch ein Fachpublikum eine in den kommenden Jahren zunehmend untergeordnete Rolle. Neben bestimmten klassischen Sportfesten mit hohen Prämien ragten dabei vor allem die Wettbewerbe bei Olympischen Spielen, Europameisterschaften und ab 1983 bei Weltmeisterschaften heraus.
Die Anzahl der Länderkämpfe blieb allerdings weiter auf einem Level wie in den Jahren, in denen diese Vergleiche eine große Rolle spielten.
Verschiedene Formen von Länderkämpfen Es gab weiterhin sechs verschiedene Arten von Länderkämpfen: Vergleiche mit einer Mischung von Disziplinen aus dem allgemeinen leichtathletischen ProgrammJede Nation war in der Regel mit zwei Athleten je Disziplin vertreten. Bei den Männern waren hier zwanzig Wettbewerbe zum Standard geworden. Allerdings wurden die beiden Langstrecken über 5000 und 10.000 Meter inzwischen verkürzt als Rennen über 3000 und 5000 Meter durchgeführt. Aus dem olympischen Wettbewerbskatalog fehlten demnach in der Regel nur der 10.000-Meter-Lauf, der Marathonlauf, die beiden Gehwettbewerbe und der Zehnkampf.Der Länderkampfdisziplinkatalog bei den Frauen hatte bis 1968 standardmäßig aus elf Disziplinen bestanden und war mit den damals bei Olympischen Spielen angebotenen Frauenwettbewerben identisch. Von 1969 an gab es hier Veränderungen: (1) Mit dem 1500-Meter-Lauf sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden zwei neue Wettbewerbe, die bei den Europameisterschaften 1969 in das Programm aufgenommen worden waren, mit in den Katalog der Frauenländerkämpfe integriert. Damit erhöhte sich die Zahl der Disziplinen auf dreizehn. (2) Der 80-Meter-Hürdenlauf war ab 1969 überall durch den 100-Meter-Hürdenlauf ersetzt worden. Das war auch bei den Länderkämpfen der Fall. Neu hinzu kam nun manchmal auch ein Rennen über 3000 Meter, eine Strecke, die erst 1984 olympisch wurde und dann in Angleichung an das Männerprogramm 1996 durch den 5000-Meter-Lauf abgelöst wurde.In seltenen Fällen gab es in Länderkämpfen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Abweichungen vom Standard in Form von Hinzunahme oder Weglassen einzelner Disziplinen. Vergleiche im Mehrkampf – bei den Frauen im Siebenkampf, bei den Männern im ZehnkampfBei den Frauen wurde der Fünfkampf ab 1981 unter Angleichung an den internationalen Programmkatalog durch den Siebenkampf ersetzt.Die Zahl der Vertreter je Land war dabei nicht standardisiert. In der Regel wurden von den gestarteten Teilnehmern nicht alle gewertet. Bei vier Vertretern je Disziplin beispielsweise wurden meist die drei Besten gewertet. In diesem Jahr fanden keine Mehrkampf-Begegnungen statt. Vergleiche der GeherDiese Begegnungen wurden bei den Männern in Form von Straßengehen ausgetragen. Es kamen zwei Disziplinen zur Austragung, ein Wettkampf über 20 Kilometer und ein Wettkampf über eine längere Distanz, die manchmal über 35 und manchmal über 50 Kilometer führte.1976 kam das Gehen auch für die Frauen ins Programm. Ausgetragen wurde dabei ein Wettbewerb über 5000 Meter, 1976 auf der Straße, später wechselweise auf der Bahn oder auf der Straße. Das Gehen für Frauen stand erst ganz am Anfang seiner Entwicklung, diese Sportart musste sich im Frauenbereich noch durchsetzen. Bei Olympischen Spielen gab es 1992 in Barcelona zum ersten Mal einen Geher-Frauenwettbewerb, bei Europameisterschaften war das 1986 in Stuttgart zum ersten Mal der Fall.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land und Wettbewerb wurde verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im StraßenlaufBis einschließlich 1980 wurde ein Rennen über dreißig Kilometer ausgetragen. 1981 war die Streckenlänge auf 25 Kilometer gekürzt worden, ab 1982 fand das Rennen wieder über dreißig Kilometer statt. Auch hier wurde bezüglich der Teilnehmerzahl je Land verfahren wie in den Mehrkämpfen. 1982 trugen zum ersten Mal auch die Frauen einen Straßenlauf-Länderkamp aus. Vergleiche im Marathonlauf.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land wurde hier ebenfalls verfahren wie in den Mehrkämpfen. In der Saison 1983 wurden keine Marathonlauf-Länderkämpfe ausgetragen. Vergleiche im Halbmarathon.Diese Länderkampfform wurde 1982 zum ersten Mal ausgetragen, und zwar als Wettbewerb für Frauen. Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land wurde hier verfahren wie in den Mehrkämpfen. Halbmarathonlauf-Länderkämpfe fanden ebenso wie Vergleiche im Marathonlauf und im Mehrkampf in diesem Jahr nicht statt. Vergleiche mit den alleinigen Disziplinen Sprung und Wurf/Stoß.Wie in den beiden Jahren zuvor gab es auch 1983 Länderkämpfe, in denen alleine Springer bzw. Werfer/Stoßer antraten. Vergleiche mit der alleinigen Disziplin Lauf.Diese Art von Länderkämpfen wurde 1983 zum ersten Mal durchgeführt. Auf dem Programm standen Rennen über 400, 800 und 5000 Meter sowie 3000 Meter Hindernis.
Austragungsform und Wertungsmodus