Solanum pyracanthos, auch bekannt als Stachelschweintomate, ist ein immergrüner Strauch aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), der endemisch in den tropischen Regionen Madagaskars vorkommt. Die Art gehört zur artenreichen Gattung Solanum, die weltweit über 1.500 Arten umfasst, darunter wirtschaftlich bedeutende Pflanzen wie Tomate, Kartoffel sowie zahlreiche weitere Zier- und Wildarten.

Beschreibung Solanum pyracanthos ist eine Pflanzenart aus der Gattung Solanum innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Auffälligstes Merkmal der Art sind zahlreiche kräftige, gerade, fluoreszierend orangefarbene Stacheln, die sowohl an den Stängeln als auch an den Blättern auftreten und der Pflanze ein abweisendes Erscheinungsbild verleihen. Diese Stacheln sind gleichmäßig über die gesamte Pflanze verteilt und entwickeln sich deutlich sichtbar aus dichten, haarähnlichen Trichomen, welche die Blätter und Stängel bedecken.

Die Blätter sind fiederlappig und erreichen eine Länge von 6 bis 21 Zentimetern. Die Pflanze blüht ganzjährig in Büscheln kleiner, sternförmiger, violett gefärbter Blüten. Auf die Blüte folgen grünlich-gelbe, etwa murmelgroße Früchte.

Die typische Wuchshöhe beträgt 0,30 bis 1,50 Meter, wobei unter günstigen Bedingungen im Zierpflanzenanbau auch größere Exemplare beobachtet wurden. S. pyracanthos ist nicht frosttolerant und stirbt ab, wenn sie länger als eine Woche Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ausgesetzt ist. In klimatisch milden Regionen kann sie nach dem Winter aus dem Wurzelstock wieder austreiben, sofern längere Wärmeperioden folgen.

Kultivierung Solanum pyracanthos ist auf der ganzen Welt als Zierpflanze verbreitet. Sie benötigt moderate Mengen an Wasser und Sonnenlicht. Ein warmes Klima und leicht saurer Boden sind optimal. Die Pflanze produziert eine große Menge an Samen und sollte daher vorsichtig gehandhabt werden. Neue Pflanzen wachsen sehr schnell und haben von Beginn an ihren typischen großen Dornen. Wie viele Arten der Gattung Solanum enthält auch Solanum pyracanthos giftige Alkaloide, darunter Tropanalkaloide, die insbesondere in den Blättern, Blüten und Früchten vorkommen. Der Verzehr kann beim Menschen zu Vergiftungserscheinungen führen, die sich in Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, erhöhter Herzfrequenz und neurologischen Symptomen äußern können. Die Pflanze sollte daher außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren gehalten werden. Auch Hautkontakt mit den Stacheln kann bei empfindlichen Personen zu Irritationen führen.

Referenzen

Kategorie:Solanum Kategorie:Nachtschatten Kategorie:Endemische Pflanze Madagaskars