Die Einheitseiche Langebrück, auch Eiche „Wiedervereinigung Deutschland“, ist zur Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 gepflanzter Gedenkbaum in Langebrück. Seit der Eingemeindung Langebrücks 1999 in die sächsische Landeshauptstadt Dresden ist dieser Einheitsbaum zudem einer der Dresdner Gedenkbäume.

Geschichte mini|Einheitseiche Langebrück, Oktober 2017

Im Laufe des Jahres 1989 wurden Langebrücker aktiv, als Umweltschützer darauf aufmerksam machten, dass auf dem Lösigberg am Sauerbusch ein Tanklager der Mineralölgesellschaft Minol errichtet werden soll. Nach Demonstrationen lehnten Ende Oktober 1989 die Gemeindevertreter den Bau ab und zwei Tage später gab die Bezirksplankommission bekannt, dass sie das Standortverfahren „Tanklager Lösigberg“ einstellen wird.

Als infolge der friedlichen Revolution in der DDR am 3. Oktober 1990 die Deutsche Wiedervereinigung vollzogen wurde, pflanzte die Umweltgruppe Langebrück, ein Vorgänger der heutigen Ortsgruppe des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz, vor dem Schulgebäude an der Friedrich-Wolf-Straße zum Gedenken eine Stieleiche (Quercus robur, auch „Deutsche Eiche“ genannt). Nach einigen Jahren stand sie dort den Plänen für einen Grundschulneubau im Weg. Ihrer Bedeutung bewusst entschloss man sich, die noch junge Eiche umzupflanzen. Ihr neuer Standort ist seit dem Jahr 2001 der Vorgarten der Verwaltungsstelle Langebrück an der Weißiger Straße 5 vis-à-vis der südöstlichen Ecke des (Langebrücker) Schillerplatzes. Nach Meinung des Dresdner Journalisten Stefan Schramm hat sie dort „ausreichend Platz, wächst und gedeiht – und wird voraussichtlich so schnell keinem weiteren Neubau mehr im Weg stehen.“

Fußnoten

Weblinks

Einheitseiche Langebrück im Themenstadtplan Dresden

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