Żabi Róg (deutsch Horn) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Morąg (Stadt- und Landgemeinde Mohrungen) im Powiat Ostródzki (Kreis Osterode in Ostpreußen). mini|Ortsschild am Ortseingang

Geographische Lage Żabi Róg befindet sich im Norden Polens im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren in der Pojezierze Iławskie (Eylauer Seenplatte). Etwa 60 Kilometer nördlich verläuft die Staatsgrenze zur russischen Oblast Kaliningrad. Der Ort liegt 7 Kilometer südöstlich von der Kreisstadt Morąg (Mohrungen), 21 Kilometer nördlich von Ostróda (Osterode) und 34 Kilometer westlich von der Provinzhauptstadt Olsztyn (Allenstein). Historisch lag der Ort im Oberland in der Region Ostpreußen.

Geschichte Ortsgeschichte Der Ort wurde im 14. Jahrhundert zur Zeit des Deutschen Ordens gegründet und hieß ursprünglich Goldenhorn/Güldenhorn. Im Jahr 1343 verlieh der oberste Spittler und Komtur von Elbing Siegfried von Sitten einem gewissen Jakob an der Stelle des späteren Dorfes ein Krugprivileg, was vermuten lässt das bereits vor der Ortsgründung Menschen auf diesem Landstrich siedelten.

1353 erfolgte die Gründung des Dorfes Guldindhorn nach Kulmer Recht. Es gehörte in der Ordenszeit zum Kammeramt Mohrungen, welches der Komturei Elbing angehörte. Im Jahr 1420 wurde die Handfeste für Horn über 60 Hufen nach kulmischem Recht erneuert. Für die 6 freien Schulzenhufen sollte Jakob Micke, der zur damaligen Zeit die Herrschaft über das Dorf innehatte, Platendienst leisten.

Im Zuge der Reformation durch Hochmeister Albrecht von Brandenburg-Ansbach wurde 1525 der Deutsche Orden säkularisiert und der Ordensstaat in das Herzogtum Preußen umgewandelt. An die Stelle der Komtureien traten Kreise, der spätere Kreis Mohrungen, zu dem Horn/Goldenhorn gehörte, kam zum Oberländischen Kreis. Mit der Verwaltungsreformen von 1818 im Königreich Preußen entstand mit der „Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden“ der Kreis Mohrungen dem Horn von Beginn bis zur Auflösung 1945 angehörte. Mit der Schaffung der preußischen Amtsbezirke 1874 wurde Horn Teil des Amtsbezirks Eckersdorf und zählte in diesem Bezirk neben Eckersdorf und Gubitten zu den drei Orten die über eine eigene Schule verfügten. Gegenüber der damaligen Schule Horns, die sich heute in Privatbesitz befindet, wurde ein Denkmal für die während des Ersten Weltkrieges gefallenen deutschen Soldaten die aus Horn und dem Ort Kranthau stammten errichtet, von dem heute nur noch Überreste existieren. Die Marmortafel des Denkmals befindet sich im Museum für Ermland und Masuren in OlsztynTropem pewnej tablicy Olsztyn24 (polnisch). Abgerufen am 19. Januar 2026.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Ort 1945 Teil Polens und in Żabi Róg (übersetzt „Froschhorn“) umbenannt.

Einwohnerzahlen JahrAnzahl1820230Topographische Übersicht des Verwaltungs-Bezirks der Königlichen Preussischen Regierung, 1820, S. 1861885773Gemeindelexikon für das Königreich Preussen, Berlin 1888, S. 184–1851905782Gemeindelexikon für das Königreich Preußen I (1905,Ostpreußen), S. 162–17319107631933725Michael Rademacher: Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Mohrungen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 27. April 2025.193977720211103 Polska w liczbach, Wieś Żabi Róg w liczbach, abgerufen am 17. Januar 2026

Kirche Evangelisch Die evangelischen Einwohner von Horn gehörten vor 1945 zur evangelisch-lutherischen Gemeinde Eckersdorf in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Seit 1945 sind sie in die evangelische Kirchengemeinde in Morąg eingegliedert, die eine Filialgemeinde von Ostróda in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen ist.

Römisch-katholisch Die katholischen Einwohner von Horn gehörten vor 1945 zum Kirchspiel Mohrungen, St. Joseph. Die heutige polnische Bevölkerung ist nahezu ausschließlich katholisch und gehört zur Pfarrei des Heiligen Antonius von Padua in Florczaki (Eckersdorf).

Verkehr mini|Bahnstation von Żabi Róg Żabi Róg liegt nördlich am Rande der Droga wojewódzka 527, auf deren Trasse früher die deutsche Reichsstraße 133 verlief. Der Ort verfügt zudem über einen eigenen Bahnhof.

Weblinks

Bildarchiv Ostpreußen: Diashow Horn ostpreussen.net: Żabi Róg GenWiki: Horn (Landkreis_Mohrungen)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Morąg