mini|Intel Kenya Gaming Championship by Nexgen im iHub mini|iHub 2013 Das iHub in Nairobi ist ein offenes Innovationszentrum für die Technologie-Community und Geburtsstätte des Silicon Savannah. Hier ist ein Treffpunkt und ein Coworking Space für Technologen, Investoren, junge Unternehmer, Designer, Forscher und Programmierer. Allein zwischen 2010 und 2019 haben 170 IT-Startups hier begonnen. Es war das erste IT-Innovationszentrum in Subsahara-Afrika. Im Jahr 2024 sind es bereits über 450 Startups, die ihre Wurzeln im iHub haben und mehr als 40.000 Personen haben mit iHub zusammengearbeitet.
Geschichte
Vorgeschichte Die Räumlichkeiten in Nairobi am Senteu Plaza an der Kreuzung der Lenana Road und der Galana Road wurden ursprünglich von Omidyar Network und Hivos finanziert. Der Mietvertrag lief zuerst auf Ushahidi, ein gemeinnütziges Technologieunternehmen, gegründet von Erik Hersman, Ory Okolloh, Juliana Rotich und David Kobia im Jahr 2008. Aus dieser Initiative heraus entstand das iHub, Akirachix und BRCK.
Gründung von iHub IHub wurde im März 2010 von Erik Hersman und Juliana Rotich gegründet. Mit den Sektoren Informationstechnologie, Gesundheit, Fintech, Agritech und Ed-Tech hat sich iHUB zum Eckpfeiler der Innovation entwickelt, zu einem wichtigen Katalysator für die regionale Technologiebeschleunigung und zu einem Vorbild für Innovationszentren in Schwellenländern. IHUB hat es sich nach eigenen Angaben zur Aufgabe gemacht, eine entscheidende Rolle dabei zu spielen, die afrikanische Technologie-Unternehmerszene zu überholen, indem es ein Umfeld des Vertrauens und des Experimentierens schafft, das das Wachstum von Unternehmern und ihren Unternehmen erleichtert.
m:lab Zusammen mit eMobilis, World Wide Web Foundation und der University of Nairobi gründete iHub 2011 das MLab East Africa (m:lab), eine Initiative, die darauf abzielt, Innovation und Unternehmertum innerhalb der kenianischen Gemeinschaft zu fördern, mit einem Schwerpunkt auf Web- und mobilen Diensten. Dabei gingen sie eine Partnerschaft mit Microsoft ein.
iHub UX Lab Das iHub UX Lab war 2012 das erste offene User Experience Lab in Subsahara-Afrika. Das UX Lab hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine nutzerzentrierte Designkultur in Afrika zu entwickeln, indem es der lokalen Gemeinschaft hilft, menschenzentrierte Designmethoden zu erlernen, die den Benutzer in den Mittelpunkt der Produktentwicklung stellen. Die meisten Lösungen werden mit einem technologiezentrierten Ansatz entwickelt und sind nicht auf die Bedürfnisse und den Kontext der Nutzer zugeschnitten, dies gilt ganz besonders für die Nutzer in Afrika.
CcHUB 2019 wurde iHub vom Co-creation Hub (CcHUB) übernommen und ist seither eine Tochtergesellschaft eines afrikaweiten Innovationsnetzes.
eLimu 2020 wird das führende kenianische EdTech-Unternehmen eLimu übernommen. Ziel der Übernahme ist es, eLimu in die digitale Bildungsplattform des Unternehmens zu verwandeln. eLimu wird sich weiterhin auf die Nutzung modernster Technologien konzentrieren, um interaktive und ansprechende Lerninhalte zu erstellen, die auf den afrikanischen Kontext zugeschnitten sind und mit den bestehenden Apps initiiert werden. Die Übernahme soll es dem Unternehmen ermöglichen, diese Apps über Kenia hinaus zu skalieren.
Jahazi Building 2024 übersiedelte das iHub in neue, hochmoderne Räumlichkeiten an der James Gichuru Road im Jahazi Building im Herzen von Lavington, Nairobi.
Leistungen iHUB-Mitglieder können sich um Mentoring, Unternehmensunterstützungsdienste, Zugang zu Workshops und Veranstaltungen im Zusammenhang mit Startup- und Produktentwicklung bewerben und erhalten die Chance, über Verbindungen zum lokalen Öko-Techsystem Zugang zu Risikofinanzierung zu erhalten. IHub hat durch Veranstaltungen, Demo-Tage und Programme auch Investoren, Behörden und private Organisationen gewonnen. Das IHub verfügt über ein Netzwerk von über 1.200 Führungskräften aus Konzernen, multinationalen Unternehmen und Entwicklungsorganisationen. Es verfügt auch über eine Investorendatenbank mit rund 1.000 Investoren weltweit. Mit rund 200 Investoren hat das IHub direkt zusammengearbeitet.
Mastercard Foundation EdTech Fellowship Program CcHUB und die Mastercard Foundation kooperieren, um EdTech-Startups zu fördern, die Tools entwickeln, die Lernergebnisse verbessern und den Zugang zu gerechter und hochwertiger Bildung für Afrikas nächste Generation beschleunigen.
IHub bietet ein Accelerator-Programm an, das forschungsbasiert ist und mit Expertise in Produktentwicklung, Lernwissenschaft und Pädagogik, Talentmanagement-Expertise und finanzieller Hilfe die Geschäftsentwicklung unterstützt.
Das Programm bietet 7,2 Millionen US-Dollar eigenkapitalfreie Finanzierung für 72 EdTech-Startups in Nigeria und Kenia bis 2025. Rund 32 iHUB-Experten bieten den Startups maßgeschneiderte Beratung und Implementierungsunterstützung. Das Programm bietet auch ein wachsendes Netzwerk, das Regierung, Lehrkräfte, Investoren, Eltern und Lernende einbezieht, um relevante und skalierbare EdTech-Lösungen zu entwickeln.
Uni:nnovators Das Startups-in-Residence-Programm von HEI Uni:innovators unterstützt afrikanische Universitäten bei der Förderung studentischer Innovationen in Kenia, Nigeria und Namibia. Ziel des Programms ist es, die Beteiligung akademischer Institutionen am aufstrebenden Innovationsökosystem in ganz Afrika zu stärken und zu beschleunigen.
Spark Accelerator Program Das Spark Accelerator Program ist eine Initiative von Safaricom, M-PESA Africa und Sumitomo Corporation, die vom iHUB umgesetzt wird und darauf abzielt, wirtschaftlich tragfähige Unternehmen zu vergrößern und zu skalieren, die auch positive gesellschaftliche Veränderungen bewirken.
Frauenförderung Angela Oduor Lungati absolvierte in ihrem dritten Studienjahr zwischen April und Juni 2010 ein Praktikum im neu gegründeten iHub. In dieser Zeit lernte sie Linda Kamau kennen, mit der sie noch im selben Jahr AkiraChix gründete, eine soziale Non-Profit-Organisation und ein IT-Technologisches Institut von und für Frauen in Kenia. Hier haben junge talentierte Frauen, auch aus den Slums, die Chance, einen gut bezahlten Beruf zu erlernen. Akirachix bietet auch danach Support für die Karriere. Frauen, die ihre Wurzeln im iHub haben oder bereits zur Entstehung des iHub beigetragen haben, haben sich oft sozial engagiert und nebenbei auch eine steile Karriere gemacht. Beispiele sind in folgender Tabelle: +Erfolgreiche Frauenehemalige und aktuelle Beratungs- und LeitungsfunktionenOry Okolloh Gründerin von Ushahidi Investitionsdirektor für Omidyar Network Mitglied des Weltbank-Commitees im Vorstand der Stanbic Bank Foundation Kenya unabhängige Direktorin bei Safaricom im Vorstand der GSMA Foundation Mitglied des Africa Advisory Board des Centre for African Studies der Harvard UniversityJuliana Rotich Gründerin von Ushahidi Gründerin und CEO von BRCK Beraterin am MIT Media Lab in Cambridge (Massachusetts) Beraterin von Microsoft4Afrika Regionalleiterin des BASF-Konzerns für Ostafrika Leiterin der Fintech Solutions bei SafaricomNivi Sharma Gründerin und CEO von eLimu Leiterin von BRCK Education COO von BRCK Non Executive Director bei Standard Chartered Bank Kenya CEO von Bridges to ProsperityAngela Oduor Lungati Gründerin von Akirachix CEO von UshahidiLinda Kamau Softwareentwicklung bei Ushahidi Gründerin und CEO von AkirachixJamila Abbas Gründerin und CEO von M-Farm Landesvorsitzende von New Vision FoundationLillian Nduati Akirachix Gründerin und PR von M-Farm UN-Mitarbeiterin Stellvertretende Direktorin des UK-Kenia Tech Hub Leitung Impact Labs bei der Mastercard FoundationSusan Oguya Softwareentwicklung bei Safaricom Forschungsassistentin im iHub Ausbildungsmanagerin bei Akirachix Gründerin und COO von M-Farm Senior Designerin bei Dalberg Global Development Advisors (New York)Nanjira Sambuli Forschungsleiterin und Forschungsmanagerin am iHub Beraterin bei den Vereinten Nationen und dem Weltwirtschaftsforum zu Internetgesetzen und digitaler Zusammenarbeit, insbesondere im Hinblick auf die Gleichstellung von Frauen Vorstandsmitglied bei Digital Impact Alliance Global Commission on Governing Health Futures 2030 Vorstandsmitglied des New Humanitarian Development GatewayJudith Owigar Gründerin Akirachix IT-Ingenieurin beim Japan Center for Conflict Prevention Gründerin Plattform JuaKali Workforce Beraterin für Informations- und Kommunikationstechnologie bei UN-Habitat Mitglied bei Alliance4AI
Grüne Technologie und saubere Energie Ostafrika ist von der globalen Erwärmung besonders stark betroffen, Hunger und Armut werden dadurch noch zunehmen. Das iHub fördert daher auch nachhaltige Entwicklungen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung. Am 9. April 2025 fand eine panafrikanische Online-Konferenz zum Thema Growing green and sustainable Tech in Africa statt. Die Entwicklung einer Green & Clean Technologies Companies Database, einer Plattform, die Unternehmen hervorhebt, die in ganz Afrika an der Spitze der Nachhaltigkeit stehen, wurde bei der Online-Konferenz vorgestellt. IHub und die Muttergesellschaft CcHub unterstützen generell Start-ups, Forscher und politische Entscheidungsträger aktiv bei der Entwicklung und Skalierung transformativer Technologien, die ökologische Herausforderungen auf dem gesamten Kontinent angehen.
Soziale Wirkungen Viele Start-ups haben soziale Zielsetzungen und haben auch teilweise viel erreicht. Das Hauptproblem in Kenia ist nach wie vor Hunger, Unterernährung, absolute Armut, fehlende Infrastruktur auf dem Land und riesige Slums in den Städten. Zudem gibt es schwere politische Spannungen. Daher ist das primäre Bedürfnis der Kenianer, aus der Armut herauszukommen. Frauen sind besonders benachteiligt. Und es sind gerade Frauen, die Start-ups mit einer sozialen Zielsetzung gründen. Hier ist eine unvollständige Liste mit Start-ups aus dem iHub mit sozialer Zielsetzung im weitesten Sinn: