Oberklingensporn ist ein Gemeindeteil der Stadt Naila im oberfränkischen Landkreis Hof in Bayern. Oberklingensporn liegt in der Gemarkung Naila.

Geografie Die Einöde bildet mit Mittel- und Unterklingensporn im Norden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt an der Selbitz und an der Staatsstraße 2195, die entlang der Selbitz nach Naila (1,8 km südöstlich) bzw. nach Marxgrün verläuft (1,8 km nordwestlich).

Geschichte 1421 empfing Kunemund von Dobeneck die Wüstung Oberklingensporn als markgräfliches Lehen. 1450 verkaufte Rudolf von Dobeneck die Mühle an die Herrschaft Waldenfels. 1549 verkauften die Herren von Dobeneck ihren weiteren Besitz an die Reitzensteiner. Oberklingensporn wurde jahrhundertelang als Hammer betrieben.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 452.

Klingensporn gehörte teils zur Realgemeinde Naila, teils zur Realgemeinde Froschgrün. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ober-, Mittel- und Unterklingensporn aus drei Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Vogteiamt Naila. Grundherren waren das Rittergut Frosch- und Schneckengrün (2 Häuser) und das Kastenamt Lichtenberg (1 Hammer).M. Körner: Naila, S. 291.

Von 1797 bis 1810 unterstand Oberklingensporn dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Oberklingensporn dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Naila und der zugleich entstandenen Munizipalgemeinde Naila zugewiesen.

Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 18 22 17 32 44 36 53 12 7 0HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 4 3 4 2 0Quelle

Religion Oberklingensporn ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute in die Stadtkirche Naila gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Naila) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Hof Kategorie:Ersterwähnung 1421