Marmormühle ist ein Gemeindeteil der Stadt Naila im oberfränkischen Landkreis Hof in Bayern. Marmormühle liegt in der Gemarkung Naila.
Geografie Die an der Selbitz gelegene Einöde ist mittlerweile in der Ortsstraße „Marmorweg“ des Gemeindeteils Naila aufgegangen. Diese führt zur „Hofer Straße“, die 150 Meter westlich in die „Selbitztalstraße“ (=Staatsstraße 2195) mündet. Unmittelbar östlich verläuft die Bahnstrecke Hof–Bad Steben.
Geschichte Marmormühle wurde 1625 erbaut. Sie diente als Werkmühle zur Beförderung des Wassers aus den Bergwerksschächten des Wilden Mannes. Ab 1733 wurde sie als Schneidmühle für die in der Nähe gebrochenen Marmorplatten genutzt.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 395. Marmormühle gehörte zur Realgemeinde Naila. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Marmormühle aus einem Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Vogteiamt Naila. Das Kastenamt Hof war Grundherr der Mühle.M. Körner: Naila, S. 297.
Von 1797 bis 1810 unterstand Marmormühle dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Marmormühle dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Naila und der zugleich entstandenen Munizipalgemeinde Naila zugewiesen.
Baudenkmäler Haus Nr. 1: Ehemalige Bergwerkmühle
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 9 11 10 7 8 5HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 1 1 1 2Quelle
Religion Marmormühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute in die Stadtkirche Naila gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Naila) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Hof Kategorie:Erbaut 1625