Haueisen ist ein Gemeindeteil der Stadt Schauenstein im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Haueisen liegt in der Gemarkung Haidengrün.
Geografie Das Dorf liegt auf einem Höhenzug des Frankenwaldes nördlich vom Thronbach, einem linken Zufluss der Selbitz. Ein Anliegerweg führt unmittelbar nördlich zu einer Gemeindeverbindungsstraße, die nach Haidengrün (0,8 km südwestlich) bzw. nach Uschertsgrün zur Kreisstraße HO 26 verläuft (2,5 km östlich).
Geschichte Wie schon am Ortsnamen zu erkennen ist, war Haueisen ursprünglich ein Eisenbergbau. Erst später wurde der Ort von Gütlern und Handwebern bewohnt.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 208.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Haueisen aus 13 Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Vogteiamt Schauenstein, wurde aber auch vom bambergischen Centamt Enchenreuth beansprucht. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte die bambergische Amtsverwaltung Marlesreuth, was von Bayreuth ebenfalls bestritten wurde. Grundherren waren die Amtsverwaltung Marlesreuth (1 Gütlein, 2 Tropfhäuser) und das Rittergut Froschgrün (1 Zinsgut, 5 Söldengüter, 4 Tropfhäuser).M. Körner: Naila, S. 287. Hier mit abweichenden Angaben.
Von 1797 bis 1810 unterstand Haueisen dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Haueisen dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Döbra und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Haidengrün zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Haueisen am 1. Mai 1978 nach Schauenstein eingemeindet.
Ehemalige Baudenkmäler Haus Nr. 4: Zweigeschossiges Wohnstallhaus mit Satteldach, erste Hälfte des 19. Jahrhunderts; Erdgeschoss verputzt massiv, Obergeschoss verbrettertes und verschiefertes Ständerwerk.K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 31. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Haus Nr. 7: Zweigeschossiges Wohnstallhaus mit Krüppelwalmdach, Ende 18., Anfang 19. Jahrhundert; östliche Hälfte mit verputzt massivem Erdgeschoss und verputztem Fachwerkobergeschoss mit Lehmziegelausfachung; westliche Hälfte in jüngerer Zeit massiv ausgebaut. Haus Nr. 8: Zweigeschossiges Kleinhaus mit Satteldach, frühes 19. Jahrhundert; Erdgeschoss verputzt massiv, Obergeschoss Fachwerk mit Lehmausfachung, teilweise verputzt. Haus Nr. 10: Zweigeschossiges Wohnstallhaus mit Satteldach, frühes 19. Jahrhundert; Erdgeschoss verputzt massiv, Obergeschoss über Wohnteil Fachwerk mit Lehmziegelausfachung, verputzt, über Stall verbrettertes Fachwerk mit Lehmziegelausfachung, verputzt, über Stall verbrettertes Ständerwerk.
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2006Einwohner 48 77 64 80 65 67 59 50 42 27 28 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 12 11 11 11 11 10 Quelle
Religion Haueisen ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Döbra) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Schauenstein) Kategorie:Ort im Landkreis Hof