Garles ist ein Gemeindeteil der Stadt Naila im oberfränkischen Landkreis Hof in Bayern. Garles liegt in der Gemarkung Marlesreuth.
Geografie Die Einöde liegt im Waldgebiet Garles am Garlesbächlein, einem linken Zufluss der Selbitz. 200 Meter südwestlich des Gehöftes befindet sich der Garlesfelsen, der als Naturdenkmal ausgezeichnet ist. Der Ort ist nur über zwei Wirtschaftswege zu erreichen, die jeweils etwa einen Kilometer nördlich von der Bundesstraße 173 bei Naila abzweigen.
Geschichte Der Ort wurde früher „Gerlachs“ genannt.O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 154. Garles gehörte zur Realgemeinde Marlesreuth. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Garles aus zwei Anwesen. Die Hochgerichtsbarkeit hatte das bayreuthische Verwaltungsamt Selbitz; diese wurde aber auch vom bambergischen Centamt Enchenreuth beansprucht. Grundherren waren die bambergische Amtsverwaltung Nestelreuth (1 Gütlein) und das Verwaltungsamt Selbitz.M. Körner: Naila, S. 285. Hier besteht Garles abweichend aus nur einem Anwesen.
Von 1797 bis 1810 unterstand Garles dem Justiz- und Kammeramt Naila. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Garles dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Culmitz und der zugleich entstandenen Ruralgemeinde Marlesreuth zugewiesen. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Garles am 1. Mai 1978 nach Naila eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 9 13 13 7 5 2 12 2 0 0HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 2 2 1 1 1 1Quelle
Religion Garles ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Simon und Judas (Marlesreuth) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Naila) Kategorie:Einzelsiedlung im Landkreis Hof