mini|hochkant|Wappen derer von Münstermann (1804) im Wappenbuch des Westfälischen Adels mini|hochkant|Wappen derer von Münstermann (1804) im Österreichischen Staatsarchiv Münstermann ist der Name eines westfälischen Briefadelsgeschlechts.

Die Familie ist zu unterscheiden von dem wappenverschiedenen, nicht stammverwandten Patriziergeschlecht Münstermann.

Geschichte Das Geschlecht beginnt seine Stammreihe mit Antonius Münstermann, der um 1650 Richter in Anröchte war.Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band IX, Band 116 der Gesamtreihe GHdA, 1998, S. 282–283 Nach Spießen stammt es aus Münster.Spießen (1901–1903), S. 91. Am 13. April 1804 wurde Christoph Bernhard Münstermann (1735–1821), fürstlich-münsterischer geheimer Rat, mit Prädikat „von“ in den Adelsstand erhoben. Zur Familie gehörten im weiteren Verlauf u. a. ein Münsteraner Oberbürgermeister, ein Hauptmann im königlich-preußischen 7. Landwehr-Regiment sowie ein in Jura promovierter Hofrat in Münster.

Folgende Stammfolge ist überliefert:Stadtarchiv Münster, Dok-P-Theissing / Personenkartei Ferdinand Theissing.

Persönlichkeiten Joseph von Münstermann (1773–1842), Münsteraner Oberbürgermeister Carl von Münstermann (1843–1930), Wasserbauingenieur, preußischer Baubeamter im Meliorationsbauwesen und Hochschullehrer für Kulturtechnik

Wappen Blasonierung: In Blau ein goldener Balken, darunter drei (2:1) goldene Rosen. Auf dem gekrönten Helm mit blau-goldenen Helmdecken ein offener blauer Flug.

Das Adelsdiplom im Österreichischen Staatsarchiv zeigt die Flügel zusätzlich belegt mit dem goldenen Balken und zwischen den Flügeln einen grünen balkenweis gestellten gestümmelten Ast, aus dem oben ein grünes Blatt wächst.AT-OeStA/AVA Adel RAA 286.36. Der gestümmelte Ast kann als Referenz auf die Familie Flagingk angesehen werden, aus der die Ehefrau des Geadelten stammte.

Literatur Otto Titan von Hefner, Alfred Grenser, George Adalbert von Mülverstedt: J. Siebmacher’s großes und allgemeines Wappenbuch, Bd. 3 (Blühender Adel deutscher Landschaften unter preußischer Vorherrschaft), 2. Abt., Bd. 1, T. 2: Der blühende Adel des Königreichs Preußen: Edelleute M–Z, Nürnberg 1878, S. 274 (uni-goettingen.de) u. Tfl. 326 (uni-goettingen.de). Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 6: Loewenthal–Osorowski, Leipzig 1865, S. 419 (Google Bücher). Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 132 (digitale-sammlungen.de). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 93 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 226 (uni-duesseldorf.de). Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band IX, Band 116 der Gesamtreihe GHdA, C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1998, S. 282–283,

Weblinks Österreichisches Staatsarchiv, AT-OeStA/AVA Adel RAA 286.36 Münstermann, Christoph Bernhard, fürstlich münsterischer geheimer Rat, Adelsstand, „von“, privilegium denominandi, Lehenberechtigung, 1804.04.13.

Einzelnachweise

Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht