Stiefel, die den Tod bedeuten (Originaltitel: Blind Terror [UK], See No Evil [US]) ist ein britischer Psychothriller aus dem Jahre 1971. Regie führte Richard Fleischer. Die Dreharbeiten des Films fanden Ende 1970 in der Grafschaft Berkshire westlich von London statt.

Handlung Nachdem die junge Sarah bei einem Reitunfall erblindet ist, wird sie bei wohlhabenden Verwandten in deren Landsitz aufgenommen, um sich an ihre neuen Lebensumstände zu gewöhnen. Dank einer Verabredung mit ihrem Freund Steve Reding entgeht sie dem Schicksal ihres Onkels, ihrer Tante und ihrer Cousine, die in ihrem Haus von einem psychopathischen Mörder umgebracht werden. Sarah kehrt zurück und verbringt die Nacht in dem Anwesen, wo die Leichen dreier ihrer Familienmitglieder liegen.

Schließlich entdeckt Sarah die Toten, zwischen denen sie sich zuvor nichtsahnend bewegt hatte. Sie stößt zudem auf den sterbenden Gärtner Barker, der Sarah von den Geschehnissen berichtet und sie warnt, dass der Mörder zurückkehren werde, um ein verlorenes Armband zu holen. Dieser kommt tatsächlich wegen des Armbands zurück, das ihn verraten würde. Sein Gesicht wird dem Publikum erst in den letzten Szenen des Films gezeigt, ansonsten ist er überwiegend von den Knien abwärts zu sehen, bekleidet mit Jeans und auffälligen Cowboystiefeln mit weißen Sternen. Er wird auf Sarah aufmerksam, der es aber gelingt, zu Pferd in den Wald zu fliehen. Dort trifft sie auf eine campierende Roma-Familie, die sie um Hilfe bittet.

Als Sarah der Familie das Armband zeigt, erkennen sie den darauf eingravierten Namen „Jack“. Dies lässt Tom, das Familienoberhaupt, zu dem Schluss kommen, dass sein Bruder Jack der Mörder sein müsse, da dieser mit Sarahs Cousine Sandy, einer der ermordeten Frauen, zusammen war. Um Jack zu schützen, gibt Tom vor, Sarah zur Polizei zu bringen, sperrt sie stattdessen jedoch in einen Schuppen in einer abgelegenen Lehmgrube. Sein Plan ist es, anschließend mit seiner Sippe aus der Gegend zu fliehen.

Die blinde Sarah entkommt aus dem Verschlag, irrt barfüßig durch die nasse Lehmgrube und wird schließlich von Steve gefunden, der nach ihr gesucht hat. Sie erzählt ihm alles, was sie weiß. Steve und seine Männer lassen Sarah in seinem Haus zurück, damit sie sich erholen kann. Sie machen sich auf die Suche nach dem Mörder, von dem sie annehmen, dass er einer der Roma ist. Als sie auf die beiden Brüder stoßen, wollen sie auf sie losgehen, als der verzweifelte Jack erklärt, dass auch sein eigener Bruder ihn wegen des Namens auf dem Armband für den Mörder gehalten habe. Jack beteuert jedoch, nichts mit der Sache zu tun zu haben. Sie sehen sich das Armband noch einmal an und stellen fest, dass die Gravur darauf tatsächlich nicht „Jack“, sondern „Jacko“ lautet.

Als Steve den richtigen Namen des Mörders erfährt, eilt er mit seinen Männern davon. Zurück in seinem Haus stellt sich heraus, dass Jacko einer von Steves Mitarbeitern ist, den sie ausgerechnet dort zurückgelassen hatten, um auf Sarah aufzupassen. Dieser, der immer noch nach seinem verlorenen Armband sucht, durchwühlt heimlich die Taschen von Sarahs Kleidung, die neben der Badewanne liegt, während sie ein Bad nimmt. Als sie nach einem Handtuch greift, berührt sie seinen Arm. Beide erschrecken, dann versucht Jacko, Sarah in der Badewanne zu ertränken. Im letzten Moment wird er von Steve überwältigt.

Kritik Das Lexikon des internationalen Films urteilte, der Film sei ein „effektvoll und routiniert inszenierter Thriller“, dem es gelinge, „die Nerven der Zuschauer arg“ zu strapazieren.

Weblinks

Kritik bei filmtipps.at

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 1971 Kategorie:Britischer Film Kategorie:Thriller