Diese Liste führt Namensbestandteile deutscher Fußballvereine auf.
Definition Als Fußballvereinsname wird der Vereinsname eines Fußballvereins bezeichnet.
Die meisten Fußballvereinsnamen bestehen aus bis zu fünf Teilen:
einer Abkürzung (z. B. FC, SV) einem Namensrelikt (z. B. Fortuna, Borussia) dem Ortsnamen (z. B. Berlin, Hamburg) dem Gründungsdatum (z. B. 1860, 04) der Rechtsform (z. B. e. V., GmbH)
In vielen Vereinsnamen fehlt auch das Namensrelikt.
Kürzel Ein Kürzel im Vereinsnamen bezeichnet eine Abkürzung, die vor dem eigentlichen Vereinsnamen steht und den Typ des Vereins angibt. Diese Abkürzungen repräsentieren den Verein als „Fußballclub“ (FC), „Sportclub“ (SC), „Turn- und Sportgemeinschaft“ (TSG) oder ähnliche Bezeichnungen, die auf die Vereinsstruktur hinweisen. Sie sind fester Bestandteil des Vereinsnamens, jedoch keine eigenständigen Namensbestandteile wie etwa ein historisches Relikt oder eine geografische Bezeichnung. Beispiele sind „FC Bayern München“, „SC Freiburg“ oder „TSG 1899 Hoffenheim“. Abkürzungen müssen nicht zwangsweise am Anfang des Namens stehen, sondern können wie in den Beispielen „Karlsruher SC“ und „Berliner FC Dynamo“ variabel gesetzt sein.
+ Bedeutungen von Kürzeln Kürzel Bedeutung Bekannte Vereine 1. FC 1. Fußball-Club 1. FC Union Berlin, 1. FC Köln, 1. FC Nürnberg 1. FFC 1. Frauen-Fußballclub 1. FFC Turbine Potsdam 1. FSV 1. Fußball-Sportverein 1. FSV Mainz 05 1. SC 1. Sportclub 1. SC Feucht, 1. SC Göttingen 05 AK Athletik-Klub Berliner AK 07 ASV Arbeiter-Sportverein ASV Bergedorf 85 BC Ballspiel-Club BC Hartha BSC Ball-Sport-Club BSC Oppau BSG Ballsportgemeinschaft BSG Wismut Gera, BSG Stahl Riesa Betriebssportgemeinschaft BSG Chemie Leipzig BSV Ball-Sport-Verein BSV Sachsen Zwickau BV Ballspielverein BV Cloppenburg, BV Borussia Dortmund DJK Deutsche Jugendkraft DJK Gütersloh, DJK Vilzing DSC Deutscher Sport-Club Arminia Bielefeld, DSC Wanne-Eickel ESV Eisenbahner-Sportverein ESV Ingolstadt-Ringsee FC Fußballclub FC Bayern München, FC Schalke 04, FC St. Pauli FFC Frauen-Fußballclub FFC Heike Rheine FK Fußballklub FK Pirmasens FSC Freizeitsportclub FSC Dynamo Windrad Kassel FT Freie Turnerschaft FT Braunschweig FV Fußballverein FV Illertissen KSV Klub-Sportverein KSV Baunatal, KSV Hessen Kassel MTV Männer-Turnverein MTV Ingolstadt OSC Olympischer Sport-Club OSC Bremerhaven OSV Olympischer Sportverein OSV Hannover PSV Polizei-Sportverein Polizeisportverein Chemnitz Post-Sportverein Post SV Hamburg RB RasenBallsport RB Leipzig SC Sportclub SC Freiburg, SC Freital, SC Fortuna Köln SG Spielgemeinschaft — Sportgemeinde SG Eintracht Frankfurt Sportgemeinschaft SG Sonnenhof Großaspach, SG Wattenscheid 09 SGS Sportgemeinschaft SGS Essen SpVgg Spielvereinigung SpVgg Greuther Fürth, SpVgg Unterhaching SSV Schwimm- und Sportverein SSV Ulm 1846 Spielsportverein — Sport- und Schwimmverein SSV Jahn Regensburg, SSV Reutlingen 05 SSVg Sport- und Spielvereinigung SSVg Velbert SuS Sport und Spiele SuS Neuenkirchen SV SportvereinSportvereinigung SV Darmstadt 98, SV Waldhof Mannheim, SV SandhausenSV Friedrichsort, Holstein Kiel TSG Turn- und Sportgemeinschaft TSG Balingen Fußball, TSG 1899 Hoffenheim, TSG Neustrelitz TSR Turn- und Sport-Riege TSR Olympia Wilhelmshaven TSV Turn- und Sportverein TSV 1860 München, TSV Havelse, TSV 1860 RosenheimTurn- und Sportvereinigung — TuS Turn- und Spielvereinigung TuS Koblenz Turn- und Sportgemeinschaft TuS Bövinghausen Turn- und Sportverein — Turn- und Sportvereinigung — TV Turnverband Eimsbütteler TV VfB Verein für Bewegungsspiele VfB Lübeck, VfB Oldenburg, VfB Stuttgart VFC Verein für Clubspiele VFC Anklam, VFC Plauen VfL Verein für Leibesübungen VfL Bochum, VfL Osnabrück, VfL Wolfsburg VfR Verein für Rasenspiele VfR Aalen, VfR Heilbronn, VfR Mannheim VfV Verein für Volksbildung VfV 06 Hildesheim VSG Verein für Sportgemeinschaften — Volkssport Gemeinschaft VSG Altglienicke ZSG Zentrale Sportgemeinschaft ZSG Industrie Leipzig
In der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkriegs bildeten sich zudem jeweils Militärsportvereine (z. B. Luftwaffen-Sportverein (LSV) Hamburg) und Kriegsspielgemeinschaften (KSG).
Namensrelikt Namensrelikte, umgangssprachlich auch als Vereinsname bezeichnet, sind die Teile des Vereinsnamens, die der Verein selbst gewählt hat, um seine Identität oder Tradition widerzuspiegeln. Sie sind nicht der Stadtname, das Gründungsdatum oder ein Kürzel wie „FC“ oder „SC“.
Die am häufigsten vorkommenden Namensrelikte im deutschen Profifußball (Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga) sind „Rot-Weiß“ und „Borussia“ (jeweils 5-mal), sowie „Eintracht“ und „Kickers“ (jeweils 4-mal). In der DDR-Oberliga waren die häufigsten Namensrelikte „Motor“ (8-mal), „Chemie“ (6-mal), „Stahl“ (5-mal) und „Einheit“ (4-mal) vertreten.