Das Gebiet Betzenloch-Sommerrain ist ein mit Verordnung vom 8. November 2004 durch die Körperschaftsforstdirektion Tübingen ausgewiesener Schonwald (Schutzgebiet-Nummer 200009) in Baden-Württemberg.
Lage Das Schutzgebiet befindet sich südwestlich von Besigheim und besteht aus zwei Teilflächen. Es liegt im Stadtwald Bietigheim-Bissingen und umfasst Teile der Abteilung 1 sowie die Abteilung 2 des Distriktes 3 „Sommerrain“. Im Schutzgebiet liegt das Biotop Schonwald Sommerrain N Bietigheim mit der Biotopnummer 270201184157 sowie das Biotop Schonwald Betzenloch SW Besigheim mit der Biotopnummer 270201184158.
Vegetation Im Schonwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Pflanzen vor: Feldahorn, Spitzahorn, Berg-Ahorn, Knoblauchsrauke, Bärlauch, Buschwindröschen, Gewöhnliche Haselwurz, Wald-Zwenke, Blauroter Steinsame, Nesselblättrige Glockenblume, Zittergras-Segge, Finger-Segge, Blaugrüne Segge, Berg-Segge, Wald-Segge, Gemeine Hainbuche, Weißes Waldvöglein, Rotes Waldvöglein, Gewöhnliche Waldrebe, Maiglöckchen, Roter Hartriegel, Gemeine Hasel, Weißdorne, Wald-Knäuelgras, Echter Seidelbast, Drahtschmiele, Echter Wurmfarn, Gewöhnlicher Spindelstrauch, Zypressen-Wolfsmilch, Süße Wolfsmilch, Rotbuche, Scharbockskraut, Wald-Erdbeere, Gemeine Esche, Gewöhnliche Goldnessel, Wald-Labkraut, Ruprechtskraut, Echte Nelkenwurz, Gemeiner Efeu, Topinambur, Stinkende Nieswurz, Savoyer Habichtskraut, Waldgerste, Echtes Johanniskraut, Lärchen, Gewöhnlicher Liguster, Rote Heckenkirsche, Weißliche Hainsimse, Wald-Bingelkraut, Wald-Flattergras, Oregano, Schwarze Teufelskralle, Gemeine Fichte, Waldkiefer, Hain-Rispengras, Vielblütige Weißwurz, Erdbeer-Fingerkraut, Echte Schlüsselblume, Großblütige Braunelle, Vogelkirsche, Gewöhnliche Douglasie, Traubeneiche, Gold-Hahnenfuß, Feld-Rose, Hundsrose, Himbeere, Wald-Sanikel, Speierling, Elsbeere, Wald-Ziest, Große Sternmiere, Straußblütige Wucherblume, Sommerlinde, Bergulme, Wolliger Schneeball, Vogel-Wicke, Weiße Schwalbenwurz, Wald-Engelwurz, Gemeine Akelei, Wald-Frauenfarn, Rasen-Schmiele, Gewöhnlicher Dornfarn, Gundermann, Kleines Springkraut, Echte Walnuss, Europäische Lärche, Großes Zweiblatt, Purpur-Knabenkraut, Einbeere, Pflaume, Stieleiche, Roteiche, Brombeeren, Hain-Ampfer, Schwarzer Holunder, Knotige Braunwurz, Hain-Greiskraut, Kanadische Goldrute, Große Brennnessel, Zaun-Wicke, Wald-Wicke.
Der Schonwald liegt vollständig im Landschaftsschutzgebiet Enztal zwischen Bietigheim und Besigheim mit Rossert, Brachberg, Abendberg und Hirschberg sowie Galgenfeld, Forst und Brandholz mit Umgebung.
Schutzzweck Der Schutzzweck des Schonwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung die Erhaltung, Pflege und Verjüngung einer arten- und strukturreichen Laubbaumbestockung am Südhang. Erhaltung der Vorkommens verschiedener Orchideen- und anderer, seltener Pflanzenarten; die Erhaltung des Purpur-Knabenkrautvorkommens (Orchis purpurea) und anderer seltener Pflanzenarten im nordöstlichen Bereich.
Betreuung Wissenschaftlich betreut wird der Schonwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).
Siehe auch Liste der Schonwälder in Baden-Württemberg
Weblinks mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte Stadtwald Bietigheim-Bissingen in der Bietigheimer Zeitung
Einzelnachweise
Kategorie:Waldschutzgebiet im Landkreis Ludwigsburg Kategorie:Geographie (Bietigheim-Bissingen) Kategorie:Schutzgebietsgründung 2004