Grai, früher auch Gray, ist eine Ortschaft in der Gemeinde Glödnitz im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand ). Die meisten der Häuser sind nicht mehr dauernd bewohnt; teils werden sie als Ferienquartiere genutzt.
Lage Grai liegt in der Katastralgemeinde Glödnitz, an den Hängen des vom Graibach durchflossenen Tals, das sich von Weißberg nach Nordosten hinauf zum Mödringberg zieht.
Zur Ortschaft gehören die Häuser Herrentaler (Herrnthallerhube, Nr. 1 und 15), Nebothhube (Nebeth, Nr. 2 und 4), Feistritzerhube (Nr. 3), Eselbauerhube (Nr. 6), Untere Prititschhube (Nr. 8), Mittlere Prititschhube (Nr. 9) und Lercherhube (Nr. 10). Die im Franziszeischen Kataster noch verzeichneten Obere Prititschhube, Mayer, Obere Grabenkeusche, Veithube und Wulznig existieren nicht mehr.
Geschichte Der Ortsname leitet sich vom slowenischen kraj (= Ort, Ende, Winkel) ab.
Bei Gründung der Ortsgemeinden Mitte des 19. Jahrhunderts kam Grai an die Gemeinde Glödnitz.
Beim Brand einer Hütte in der Nähe der Herrnthallerhube starben im Dezember 1866 drei Kinder.
Bei der Kärntner Gemeindestrukturreform von 1973 kam der der Ort an die damals neu errichtete Gemeinde Weitensfeld-Flattnitz, seit deren Auflösung 1991 gehört die Ortschaft wieder zur Gemeinde Glödnitz.
Bevölkerungsentwicklung Für die Ortschaft ermittelte man folgende Einwohnerzahlen: 1869: 12 Häuser, 52 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission: Orts-Repertorium des Herzogthumes Kärnten. Auf Grundlage der Volkszählung vom 31. Dezember 1869. Carl Gerold’s Sohn, Wien 1872. S. 67. 1880: 13 Häuser, 49 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder nach den Ergebnissen der Volkszählung vom 31. December 1880. Alfred Hölder, Wien 1882. S. 53. 1890: 13 Häuser, 23 EinwohnerK. K. Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im Österreichischen Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1890. V. Kärnten. Alfred Hölder, Wien 1894. S. 53. 1900: 13 Häuser, 36 EinwohnerK. K. Statistische Zentralkommission (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Neubearbeitung auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. December 1900. V. Kärnten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1905. S. 72. 1910: 12 Häuser, 11 EinwohnerStatistische Zentralkommission (Hrsg.): Spezialortsrepertorium der Österreichischen Länder. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1910. V. Kärnten. Verlag der Staatsdruckerei, Wien 1918. S. 36. 1923: 12 Häuser, 27 EinwohnerBundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930. Abschnitt Kärnten, S. 15. 1934: 56 Einwohnerhandschriftlicher Nachtrag im Ortsverzeichnis 1923 (Bundesamt für Statistik (Hrsg.): Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 7. März 1923. Österreichische Staatsdruckerei, Wien 1930.) mit der Signatur II 28238 der Universitätsbibliothek Klagenfurt. Abschnitt Kärnten, S. 15. 1961: 9 Häuser, 23 EinwohnerÖsterreichisches Statistisches Zentralamt: Ortsverzeichnis von Österreich. Bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 21. März 1961. Österreichische Staatsdruckerei, 1965. S. 255. 2001: 8 Gebäude (davon 1 mit Hauptwohnsitz) mit 7 Wohnungen; 9 Einwohner und 1 Nebenwohnsitzfall; 1 Haushalt; 0 Arbeitsstätten, 3 land- und forstwirtschaftliche Betriebe 2011: 8 Gebäude, 12 Einwohner, 1 Haushalt, 1 ArbeitsstätteAmt der Kärntner Landesregierung, Landesstelle für Statistik: Kärntner Ortsverzeichnis. Gebietsstand 1. 1. 2014. Klagenfurt, 2014. 2021: 7 Gebäude, 11 Einwohner, 1 Haushalt, 2 Arbeitsstätten
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Glödnitz) Kategorie:Ort im Bezirk St. Veit an der Glan