Mila Superstar (jap. , Atakku No. 1) ist eine Manga-Reihe von Chikako Urano, die unter anderem als Anime-Fernsehserie adaptiert wurde. Die Serie handelt von der anfangs 12-jährigen Volleyballspielerin Mila Ayuhara. Das Werk ist den Genres Sport, Shōjo und Drama zuzuordnen und hat für das Sport-Genre eine besondere Bedeutung, da es dies in die an Mädchen gerichtete Manga-Sparte eingeführt hat.

Handlung Die zwölfjährige Mila wohnt in Fujimi und besucht dort die Fujimi Junior (später Senior) Highschool. Aufgrund ihrer schweren Lungenkrankheit ist sie von Tokio dorthin gezogen und soll dort genesen. Zuerst lebte sie dort bei ihrem Onkel und dessen Frau. Milas Vater wird allerdings bald beruflich nach Fujimi versetzt. Ihre größte Leidenschaft ist Volleyball und ihr Ziel ist es, die beste Spielerin (Attack No. 1) der Welt zu werden. Nachdem ihre völlige Genesung festgestellt wird, steht dem zumindest theoretisch nichts mehr im Wege. Zunächst allerdings ist das ein harter und auch steiniger Weg, aber mit ihrem Ehrgeiz schafft sie dies, auch wenn die Situationen für sie manchmal aussichtslos erscheinen. Oft versinkt sie in Selbstmitleid, hilft sich aber immer selbst weiter und gibt niemals auf.

Dieser Ehrgeiz kommt daher, dass sie immer wieder von ihren Trainern angespornt wird, weiter zu spielen, nicht aufzugeben und immer wieder ein Sondertraining durchzuführen. Auch die große Rivalität zwischen den verschiedenen Mannschaften und zum Teil auch in der eigenen Mannschaft tragen dazu bei. Obwohl Mila sich nur noch auf Volleyball konzentriert, bleibt sie immer noch die Klassenbeste. Durch den Ehrgeiz angetrieben, zieht sie es vor, weiter bis Spielende zu spielen, als ihren mit dem Tode ringenden Freund Tsutomu zu besuchen. Als dieser stirbt, fällt sie in einen tiefen Abgrund und will nie wieder Volleyball spielen. Doch fasst sie wieder Mut durch die Worte, die Tsutomu ihr einst sagte. Die Worte in Tsutomus Tagebuch brennen sich in ihr Gedächtnis, dass er ihr seine Liebe gestanden hätte, wenn sie die beste Spielerin der Welt geworden wäre. Fortan wird ihr Wille noch stärker. Dies zeigt sich u. a. in dem Freundschaftsspiel gegen die koreanische Volleyballmannschaft und deren Spielführerin Gai. Sie läuft trotz des Widerwillens von Trainer und Doktor auf und verletzt sich an ihrem Handgelenk und würde sogar „ihren Arm verlieren“, um spielen zu dürfen, schließlich muss sie hierbei jedoch verletzt hinausgetragen werden.

Milas beste Freundin ist Midori. Anfangs hatten sie ein sehr problematisches Verhältnis zueinander, eine sehr große Rivalität. Midori hetzte die anderen Spielerinnen gegen Mila auf und verdrängte Mila von ihrem Platz als Mannschaftsführerin. Schließlich sah Midori ein, dass es falsch ist, in einem Team eine Einzelgängerin zu sein. Von nun an trainiert auch Herr Hongo die Fujimi-Volleyballmannschaft. Er machte sie zum japanischen Meister. Anfangs schien auch hier die Situation aussichtslos für Mila, da die Fukuoka-Schule ein zu starker Gegner war, doch durch den Kampfgeist des Teams gewannen sie die japanischen Meisterschaften. Solche Hürden wurden Mila immer wieder in den Weg gestellt.

Die Weltmeisterschaften der Junioren fanden in den Vereinigten Staaten von Amerika (genauer in Harlem) statt. Mila steigt schließlich in die Nationalmannschaft auf und trainiert für die nächste Weltmeisterschaft hierzu auf Hokkaido. Die spätere Weltmeisterschaft fand in Bulgarien statt, inspiriert von der Volleyball-Weltmeisterschaft von 1970, welche ebenfalls in Bulgarien stattfand. Nach dieser Weltmeisterschaft erhält Mila den Titel als „beste Spielerin der Welt“, den sie sich immer erträumt hatte. Sie denkt aber danach schon an die Olympischen Spiele als ihr nächstes Ziel.

In der Folge „Dreiecksangriff“ werden reale Filmaufnahmen von der Insel Okinawa dargestellt. Es wird hierbei auch Bezug auf die Schlacht um Okinawa und die Folgen für die Menschen vor Ort gezeigt.

Charaktere

Mila ist zu Beginn der Handlung zwölf Jahre alt. Aufgrund einer schweren Lungenkrankheit zieht sie von Tokio zu Onkel und Tante aufs Land nach Fujimigahara, wo sie eher zufällig in der Schule zum Volleyball kommt. Ihr größtes Ziel ist es, die Nummer eins des Volleyballs zu werden, wofür sie sehr hart trainiert. Sie hat sehr große, dunkle Augen, charakteristisches Merkmal ist zudem ihre gelbe Haarschleife. Sie ist beidhändig mit gleicher Kraft, dies wird nach einer Entführung mit anschließender Elektromyographie festgestellt. Sie wird in der A-Nationalmannschaft Japans von Inokuma trainiert, ist jedoch die einzige Highschool-Schülerin. Da eine Highschool-Schülerin nach den Regeln des Olympischen Komitees im Kader stehen muss, wird sie von den älteren nicht als vollständiges Mitglied akzeptiert. Erst nachdem sie den Tornado-Angriff vollständig beherrscht und ihn gegen die tschechische Volleyballmannschaft im Halbfinale der Weltmeisterschaft vermehrt einsetzen kann, ist sie keine Ersatzspielerin mehr und wird akzeptiert. Sie gewinnt die Weltmeisterschaft in Bulgarien und wird als beste Spielerin der Welt gekürt (rückblickend denkt sie dabei an ihre Anfänge).

Midori ist im selben Alter wie Mila Ayuhara und tritt eines Tages dem Volleyballteam bei mit dem Ziel, Mannschaftsführerin zu werden, jedoch nicht aus Leidenschaft zum Spiel, sondern um über Volleyball Karriere machen zu können. Deshalb verbindet sie anfangs mit Mila eine Feindschaft. Dennoch vergeht Midoris Versessenheit und sie wird Milas beste Freundin. Sie ist nach dem Ausscheiden Onumas die stellvertretende Mannschaftsführerin und besonders gefürchtet wegen ihrer Angaben. Mila und Midori bilden das Angriffsduo der Fujimi Highschool.

Er ist der Trainer der Fujimi-Mannschaft. Anfangs gibt er sich sehr hart, aber im Inneren hat er doch einen weichen Kern. Die Mädchen wachsen ihm schnell ans Herz und sie würden auch niemals auf ihn verzichten. Besonders hervorzuheben sind seine außergewöhnlichen harten Trainingsmethoden und Strategien, die für den Zuschauer vielleicht nicht nachzuvollziehen sind, aber immer wirken. Außerdem ist das Fujimi-Team seine erste Volleyballmannschaft, da er eigentlich Baseball spielt.

Sie ist Milas Klassenlehrerin auf der Fujimi-Schule. Sie ist auch als Trainerin des Volleyballteams eingeschrieben, de facto kümmert sie sich aber nicht um das Team, sondern überlässt das Training allein der Mannschaftsführerin Onuma und deren Freundinnen. Diese haben eine Art Hierarchie im Team aufgebaut und nutzen ihre hohe Stellung, um ihre Wut an Kolleginnen auszulassen. Weiterhin machen sie es Neueinsteigern besonders schwer. Durch Mila und Midoris Eintreten in die Mannschaft kommt es jedoch zu einer Umstrukturierung. Das führt dazu, dass Frau Shimizu ihre Traineraktivität wieder aufnimmt, doch ihre fachmännische Kompetenz reicht nicht aus, um die Mannschaft erfolgreich weiterzuführen. Nach erfolglosen Spielen trainiert Herr Hongo die Mannschaft und Frau Shimizu wird seine Assistentin.

Er ist sehr beliebt auf der Fujimi-Schule, Mitglied der Schülerzeitung und Schülersprecher. Er ist sehr gut mit Mila befreundet und ihr Cousin zweiten Grades. Zwischen den beiden entwickeln sich im Laufe der Serie Gefühle. Er entschließt sich im Gegensatz zu Mila gegen die Highschool und wird Gemüsehändler, um seinen kranken Vater zu unterstützen. In Folge 52 stürzt er mit seinem Fahrzeug in eine Bergschlucht. Er verstirbt kurze Zeit später, bevor Mila das Krankenhaus erreichen kann.

Er ist der Kapitän der Fußballmannschaft von Fujimi. Er versteht sich anfangs sehr gut mit Mila. Trotzdem finden er und Midori zueinander. Er ist es auch, der Mila und Midori hilft, den vergrößerten Schmetterball von Yamamoto annehmen zu können. Außerdem war er gut mit Tsutomu befreundet.

Sie ist seit ihrer ersten Zeit in Fujimigahara Milas Freundin. Als eine der Wenigen der ursprünglichen Junior-Volleyballspielerin bleibt Nakasawa über die ganze Serie hinweg bei diesem Sport und ist Mila und Midori somit eine treue Gefährtin. Nakasawas Markenzeichen ist ein zur Seite hängender geflochtener Zopf, außerdem hat sie ein burschikoses Temperament. Sie ist außerdem sehr gut mit Ishimatsu befreundet.

Zunächst ist sie Mannschaftsführerin der Fujimi-Volleyballmannschaft, bis sie zur Universität wechselt, da ihr schließlich ihr Studium wichtiger ist als das Volleyballspiel. Somit ernennt sie Mila zur neuen Mannschaftsführerin.

Kiyoko kommt aus einer Intellektuellenfamilie. Um dort mithalten zu können, steht sie unter großem Leistungsdruck und sie ist die meiste Zeit mit Lernen beschäftigt. Obwohl ihre Leidenschaft dem Sport gilt (sie spielte früher Tennis), gibt sie dem Druck ihrer strengen Mutter nach, die Sport für Unsinn hält. Später lehnt sie sich gegen die strenge Hand der Eltern auf und tritt dem Volleyballteam bei. Sie wollte besser sein als Mila und entschied sich (im Gegensatz zu Onuma) für das Volleyballspielen und nicht für die guten schulischen Leistungen. Schließlich finden Mila und sie in einem tränenreichen Ende einer Folge zueinander.

Sie trägt die Rückennummer 4. Sie ist eine der wichtigsten Spielerinnen der Fujimi Senior Highschool. Als Mila und Midori in die neue Mannschaft kommen, ist sie diejenige, die sich zusammen mit Ishikawa zum ersten Mal traut, gegen Onuma und ihre „Freundinnen“ zu revoltieren. Takaichi schlägt zusammen mit Midori unberechenbare Angaben.

Er ist Trainer der Junioren- und später auch der Senioren-Frauennationalmannschaft. Sein Markenzeichen sind seine Sonnenbrille und sein dichter Bart. Es scheint als hätte er keine Gefühle, doch dieser Schein trügt, er war früher auf dem College der beste Freund von Herrn Hongo. Er war Mannschaftsführer der dortigen Volleyballmannschaft und allseits gefürchtet. Seine Mannschaft und er wurden wegen seiner brutalen Spielart von den Meisterschaften ausgeschlossen. Sein Vater starb, als er noch aufs College ging, seine Mutter, als er noch klein war, wodurch er hart und kalt wurde. Durch sein hartes Training, das jegliche Liebe ausschloss, kam es so weit, dass sein rechter Arm gelähmt war. Da seine Mannschaft ihn ausschloss, war er gezwungen fort zu gehen und ließ seine Schwester Sanyo alleine zurück. Diese wird schließlich in ein Waisenhaus aufgenommen, als ihr Onkel, bei dem sie seit dem Tod ihrer Eltern mit Daigo lebte, starb. Nachdem Sanyo von einer reichen wohlhabenden Familie adoptiert wurde, konzentrierte er sich nur noch auf Volleyball. Er änderte seinen Namen von Ichirō Ōkawa () nach Daigo Inokuma, ging nach Russland, Polen, Korea und wurde Trainer. Volleyball wurde zu seinem Lebenssinn. Zunächst war er Trainer der japanischen Nationalmannschaft der Highschool-Schülerinnen. Später wird er der Trainer der A-Nationalmannschaft Japans und nimmt als einzige Highschool-Schülerin Mila mit in seinen Kader auf.

Sie ist Mannschaftsführerin der Fukuoka-Schule und eine sehr gute Annahmespielerin. Schon bei den Turnieren der Junioren standen sich Mila und Kakinouchi im Finale gegenüber. Im ersten Finale schafft Mila den Sieg mit ihrer Mannschaft, beim zweiten Finale allerdings kann Kakinouchi Milas Fußverletzung ausnutzen und den Titel holen. Beide sehen sich in der Nationalmannschaft wieder. Beim Inter Highschool-Turnier allerdings ist Fukuoka eher Mittelklasse. Sie werden von Jiduin (Yagisawa-Schwestern) und von Fujimi geschlagen.

Anfangs hatten Mila und Sanyo ein problematisches Verhältnis zueinander, da sie, im Gegensatz zu Mila, Volleyball verachtete, und nur versuchte, alle anderen Volleyballspieler bei den Junioren-Weltmeisterschaften zu überragen, um zu zeigen, wie dumm die Liebe zu diesem Sport sei. Sie dachte damals, dass durch den Volleyball ihr großer Bruder verschwand und sie alleine ließ, daher ihr Hass zu diesem Sport. Doch später wird ihr alles klar, und sie verträgt sich mit der japanischen Mannschaft. Sie schlägt sehr gute Schmetterbälle.