Leichtathletik-Länderkämpfemit bundesdeutscher Beteiligung 1982 zentriert|100px 1. Länderkampf 1982, Werfer (Männer): – 23. Mai 1982 1. 2. 85 P62 P 2. Länderkampf 1982, Zehnkampf (Männer): – 9./10. Juni 1982 1. 2. 47.847 P46.744 P 3. Länderkampf 1982, Siebenkampf (Frauen): – 9./10. Juni 1982 1. 2. 24.466 P24.241 P 4. Länderkampf 1982, Männer: – – Frankfurt/Main11./12. Juni 1982 1. 2. 3. 180 P143 P118 P 5./6. Länderkampf 1982, Frauen: – / – – Frankfurt/Main11./12. Juni 1982 1. 2. 85 P70 P 1. 2. 3. 44 P40 P17 P 7./8. Länderkampf 1982, Frauen: – / – 17. Juni 1982 1. 2. 91 P68 P 1. 2. 111 P46 P 9. Länderkampf 1982, Geher (Frauen): – – – 26. Juni 1982 1. 2. 3. 4. 34 P21 P18 P6 P 10./11. Länderkampf 1982, Männer: – / – 20px|Panafrikanische Flagge Panafrika Durham26./27. Juni 1982 1. 2. 123 P98 P 1. 2. 20px|Panafrikanische Flagge Panafrika 122 P81 P 12. Länderkampf 1982, Frauen: – Durham26./27. Juni 1982 1. 2. 90 P56 P 13. Länderkampf 1982, Siebenkampf (Frauen): – 26./27. Juni 1982 1. 2. 17.893 P17.841 P 14. Länderkampf 1982, Zehnkampf (Männer): – 27./28. Juni 1982 1. 2. 31.406 P16.019 P 15. Länderkampf 1982, Halbmarathonlauf (Frauen): – – 4. Juli 1982 1. 2. 3. Pzf. 16Pzf. 26Pzf. 42 16. Länderkampf 1982, Geher (Männer): – – – – 18. Juli 1982 1. 2. 3. 4. 5. 65 P53 P50 P45 P27 P 17. Länderkampf 1982, Straßenlauf (Männer): – – – – – 8. August 1982 1. 2. 3. 4. 5. 6. Pzf. 28Pzf. 41Pzf. 45Pzf. 46Pzf. 52Pzf.111 18. Länderkampf 1982, Geher (Männer): – 25. September 1982 1. 2. 24 P20 P Chronik ← Länderkämpfe 1981 Länderkämpfe 1983 →
Im Jahr 1982 wurden achtzehn Leichtathletikländerkämpfe mit bundesdeutscher Beteiligung in fünfzehn Veranstaltungen ausgetragen. Das waren fünf Vergleiche mehr als im Vorjahr. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben.
Nicht berücksichtigt sind Veranstaltungen wie der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 19. April 2025, der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 19. April 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 19. April 2025 sowie ähnliche Events. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1982)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 19. April 2025 und der Geher-Europacup (ab 1996) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.
Aufgeführt sind hier die Länderkämpfe bundesdeutscher Leichtathleten. Die Sportler der DDR führten nach der deutschen Teilung im Jahr 1949 eigene Veranstaltungen durch.
Acht der Vergleiche in dieser Saison bestanden aus dem allgemeinen leichtathletischen Programm. In den anderen zehn Begegnungen standen die Wettbewerbsbereiche Gehen, Straßenlauf, Mehrkampf, Werfen und Halbmarathon auf dem Programm. Männer und Frauen bestritten je neun Vergleiche.
Von den Frauenbegegnungen fanden fünf als Veranstaltungen allgemeiner leichtathletischer Disziplinen, zwei im Siebenkampf und je eine im Gehen und Halbmarathon statt.
Drei der Männerbegegnungen waren Wettkämpfe mit den allgemeinen leichtathletischen Disziplinen. Je zwei Länderkämpfe wurden von den Gehern und Zehnkämpfern bestritten sowie je einer von den Straßenläufern und Werfern.
Saisonhöhepunkt Internationaler Höhepunkt in dieser Saison waren die Europameisterschaften vom 6. bis 12. September in Athen. Das Abschneiden des bundesdeutschen Teams war so erfolgreich wie schon lange nicht mehr. Im Medaillenspiegel belegte die Bundesrepublik Deutschland mit acht Goldmedaillen, einer Silbermedaille und vier Bronzemedaillen den zweiten Platz hinter der DDR (dreizehn Mal Gold / acht Mal Silber / sieben Mal Bronze). Dahinter kamen die Sowjetunion (Gold: sechs / Silber: zwölf / Bronze: acht) und Großbritannien (Gold: drei / Silber: fünf / Bronze: eine) auf die Ränge drei und vier.
Jahresbilanz In der Saison 1982 gab es für die bundesdeutschen Männer in ihren neun Länderkämpfen mit fünf Niederlagen drei verlorene Vergleiche mehr als im Vorjahr und drei weniger als 1974, dem Jahr mit den meisten Niederlagen: Zehnkampf-Vergleich gegen die Sowjetunion am 9./10. Juni in Mannheim Ländervergleich gegen die USA 26./27. Juni in Durham Zehnkampf-Vergleich gegen die USA am 8. August in Baton Rouge Straßenlauf-Vergleich gegen Italien, Frankreich, die Niederlande, Österreich und die Schweiz 27./28. Juni in Brescia (Platz zwei hinter Italien) Geher-Vergleich gegen Frankreich am 25. September in Bad Krozingen Die vier weiteren Männerbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athleten für sich. Die Siege resultierten aus zwei Vergleichen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm sowie je einem Länderkampf der Geher und einem der Werfer.
Die Frauen mussten in ihren neun Länderkämpfen sechs Niederlagen hinnehmen, das waren zwei mehr als im letzten Jahr. Gleichzeitig war es die höchste Anzahl von Niederlagen in einer Saison. Allerdings hatten die Frauen noch nie so viele Länderkämpfe bestritten wie in dieser Saison. Folgende Länderkämpfe der Frauen gingen verloren: Siebenkampf -Vergleich gegen die Sowjetunion am 9./10. Juni in Mannheim Ländervergleich gegen Bulgarien am 17. Juni in Sofia Geher-Vergleich gegen die Schweiz, Dänemark und Frankreich am 26. Juni in Lausanne (Platz zwei hinter Frankreich) Ländervergleich gegen die USA am 26./27. Juni in Durham Siebenkampf-Vergleich gegen die USA am 26./27. Juni in Los Angeles Halbmarathonlauf-Vergleich gegen Italien und Frankreich am 4. Juli in Rieti (Platz drei hinter Italien und Frankreich) Die drei weiteren Frauenbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athletinnen für sich. Der Siege resultierten aus drei Länderkämpfen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm.
Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.
Bedeutung der Länderkämpfe in der Leichtathletik Der Stellenwert von Länderkämpfen war in den letzten Jahren erheblich gesunken. Die Konkurrenz anderer Veranstaltungen war groß und sollte weiter wachsen. In den vergangenen Jahren waren neue Wettkampfformen hinzugekommen wie der oben schon genannte Europacup und der Weltcup (später Continentalcup). Außerdem gab es Europa- und Weltcupveranstaltungen für Teildisziplinen der Leichtathletik wie dem Gehen (Lugano-Cup) und dem Mehrkampf, die mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen als die früher hoch im Kurs stehenden Länderkämpfe. Die Bedeutung einzelner Sportfeste, die für die Sportler im Hinblick auf Prämien für den Antritt, für Siege und für Rekorde immer lukrativer wurden, nahm sukzessive zu. Hier sind unter anderem Events wie Weltklasse Zürich, ISTAF Berlin, ASV-Sportfest Köln oder Sportfeste in Stockholm, Oslo, Monaco, … zu nennen, die später als IAAF Super Grand Prix, IAAF Golden League und Diamond League noch erheblich bedeutsamer wurden.
So wurden in den 1950er, 1960er und beginnenden 1970er Jahren Länderkämpfe noch teilweise als Live-Sendung im Fernsehen übertragen, was danach nicht mehr der Fall war, weil die Aufmerksamkeit in der Leichtathletik auf andere oben genannte Bereiche überging. Die Gewichtung sollte sich in den kommenden Jahren noch viel mehr auf Veranstaltungen verschieben, in denen der Fokus stärker auf die Einzelsportler und Staffeln gerichtet war. Länderkämpfe und Ländervergleiche auch in Form von Europacup und Weltcup spielten dabei abgesehen von der Beachtung durch ein Fachpublikum eine in den kommenden Jahren zunehmend untergeordnete Rolle. Neben bestimmten klassischen Sportfesten mit hohen Prämien ragten dabei vor allem die Wettbewerbe bei Olympischen Spielen, Europameisterschaften und ab 1983 bei Weltmeisterschaften heraus.
Die Anzahl der Länderkämpfe blieb allerdings weiter auf einem Level wie in den Jahren, in denen diese Vergleiche eine große Rolle spielten.
Verschiedene Formen von Länderkämpfen Es gab weiterhin sechs verschiedene Arten von Länderkämpfen: Vergleiche mit einer Mischung von Disziplinen aus dem allgemeinen leichtathletischen ProgrammJede Nation war in der Regel mit zwei Athleten je Disziplin vertreten. Bei den Männern waren hier zwanzig Wettbewerbe zum Standard geworden. Allerdings wurden die beiden Langstrecken über 5000 und 10.000 Meter inzwischen verkürzt als Rennen über 3000 und 5000 Meter durchgeführt. Aus dem olympischen Wettbewerbskatalog fehlten demnach in der Regel nur der 10.000-Meter-Lauf, der Marathonlauf, die beiden Gehwettbewerbe und der Zehnkampf.Der Länderkampfdisziplinkatalog bei den Frauen hatte bis 1968 standardmäßig aus elf Disziplinen bestanden und war mit den damals bei Olympischen Spielen angebotenen Frauenwettbewerben identisch. Von 1969 an gab es hier Veränderungen: (1) Mit dem 1500-Meter-Lauf sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden zwei neue Wettbewerbe, die bei den Europameisterschaften 1969 in das Programm aufgenommen worden waren, mit in den Katalog der Frauenländerkämpfe integriert. Damit erhöhte sich die Zahl der Disziplinen auf dreizehn. (2) Der 80-Meter-Hürdenlauf war ab 1969 überall durch den 100-Meter-Hürdenlauf ersetzt worden. Das war auch bei den Länderkämpfen der Fall. Neu hinzu kam nun manchmal auch ein Rennen über 3000 Meter, eine Strecke, die erst 1984 olympisch wurde und dann in Angleichung an das Männerprogramm 1996 durch den 5000-Meter-Lauf abgelöst wurde.In seltenen Fällen gab es in Länderkämpfen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Abweichungen vom Standard in Form von Hinzunahme oder Weglassen einzelner Disziplinen. Vergleiche im Mehrkampf – bei den Frauen im Siebenkampf, bei den Männern im ZehnkampfBei den Frauen wurde der Fünfkampf ab 1981 unter Angleichung an den internationalen Programmkatalog durch den Siebenkampf ersetzt.Die Zahl der Vertreter je Land war dabei nicht standardisiert. In der Regel wurden von den gestarteten Teilnehmern nicht alle gewertet. Bei vier Vertretern je Disziplin beispielsweise wurden meist die drei Besten gewertet. Vergleiche der GeherDiese Begegnungen wurden bei den Männern in Form von Straßengehen ausgetragen. Es kamen zwei Disziplinen zur Austragung, ein Wettkampf über 20 Kilometer und ein Wettkampf über eine längere Distanz, die manchmal über 35 und manchmal über 50 Kilometer führte.1976 kam das Gehen auch für die Frauen ins Programm. Ausgetragen wurde dabei ein Wettbewerb über 5000 Meter, 1976 auf der Straße, später wechselweise auf der Bahn oder auf der Straße. Das Gehen für Frauen stand erst ganz am Anfang seiner Entwicklung, diese Sportart musste sich im Frauenbereich noch durchsetzen. Bei Olympischen Spielen gab es 1992 in Barcelona zum ersten Mal einen Geher-Frauenwettbewerb, bei Europameisterschaften war das 1986 in Stuttgart zum ersten Mal der Fall.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land und Wettbewerb wurde verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im StraßenlaufBis einschließlich 1980 wurde ein Rennen über dreißig Kilometer ausgetragen. 1982 wurde die Streckenlänge auf 25 Kilometer gekürzt. Auch hier wurde bezüglich der Teilnehmerzahl je Land verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im Marathonlauf.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land wurde hier ebenfalls verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im Halbmarathon.Diese Länderkampfform wurde 1982 zum ersten Mal ausgetragen, und zwar als Wettbewerb für Frauen. Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land wurde hier verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche mit den alleinigen Disziplinen Sprung und Wurf/Stoß.Diese Art von Länderkämpfen wurde 1980 zum ersten Mal seit 1975 in Form eines Werfer-Vergleichs wieder ins Programm genommen und auch 1981 und 1982 fand wieder jeweils ein Länderkampf der Werfer statt.
Austragungsform und Wertungsmodus