mini|hochkant|Wappen der Monike im Wappenbuch des Westfälischen Adels Moneke (auch Monike o. ä.) ist der Name eines im 16. Jahrhundert erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts.

Geschichte Das Geschlecht stammt aus dem östlichen Münsterland. Es war u. a. zu Enniger begütert.Spießen (1901–1903), S. 91.

1417 schwor Johann Moneke dem Grafen Claus zu Tecklenburg Urfehde und besiegelte die Urkunde mit dem Weckenwappen.Landesarchiv Nordrhein-Westfalen Abteilung Westfalen, D 701u / Grafschaft Tecklenburg / Urkunden, Nr. 184 (mit Digitalisat der Urkunde inkl. Siegel), abgerufen am 18. April 2025. 1448 verkauften Hinrich Moneke und seine Frau Locke eine Rente aus ihrem Gut Hennenbergh im Kirchspiel Walstedde. Unter den Urkundenzeugen findet sich auch ein Johann Moneke zu Enniger, des verstorbenen Johann Monekes Sohn.Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Ass.Uk / Assen, Urkunden, Nr. Ass.Uk - 342, abgerufen am 18. April 2025.

1463 war ein Johann Moneke Gograf zu Telgte.Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Lob.Lan.Uk / Langen, Urkunden, Nr. Lob.Lan.Uk - 135, abgerufen am 18. April 2025. 1489 ließ Godike Swarte den Hof tor Geist (Hof Schulze-Tergeist) im Kirchspiel Sendenhorst für seinen Schwager Hinrich Moneke zu Enniger, ab 1472 Gograf zu Telgte, und dessen Ehefrau Helleke Swarte auf. Letztere wurden daraufhin vom Münsteraner Bischof Heinrich XXVII. von Schwarzburg mit dem Hof belehnt.Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Ass.Uk / Assen, Urkunden, Nr. Ass.Uk - 616, abgerufen am 18. April 2025. 1499 erscheint dieselbe Hellike mit ihrem Sohn Johann Moneke. Sie verkauften eine Rente aus ihrem freieigenen Gut Osthues im Kirchspiel Walstedde. Als Bürge trat Diderick van den Berge auf.Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Ass.Uk / Assen, Urkunden, Nr. Ass.Uk - 704, abgerufen am 18. April 2025. Letzterer wiederum war laut Max von Spießen bereits ab 1497 mit der letzten Erbtochter der Familie, Anna Moneke, einer Schwester des genannten Johann Moneke, verheiratet. Die alten Münsteraner Lehen der Moneke, d. h. der Hof tor Stege (Hof Schulze-zur Stiege) im Kirchspiel Milte in der Ostbauerschaft, der Arninghove im Kirchspiel Ennigerloh in der Bauerschaft Hoest, das Burglehen zu Sassenberg und der Hof tor Geist im Kirchspiel Sendenhorst, fielen dadurch 1520 nach dem Tod von Johann Moneke (urkundlich bis 1513Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Ass.Uk / Assen, Urkunden, Nr. Ass.Uk - 815, abgerufen am 18. April 2025.) an die von dem Berge.Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Ass.Uk / Assen, Urkunden, Nr. Ass.Uk - 1051 und 1154, abgerufen am 18. April 2025.

Wappen Blasonierung: In Gold drei rote Wecken nebeneinander. Auf dem gekrönten Helm mit rot-goldenen Helmdecken ein offener goldener Flug.

Hinrich Moneke zu Ahlen führte 1485 als Beizeichen rechts oben im Schild einen Stern.Vereinigte Westfälische Adelsarchive, Ass.Uk / Assen, Urkunden, Nr. Ass.Uk - 580, abgerufen am 18. April 2025.

Literatur Anton Fahne: Geschichte der Westphälischen Geschlechter unter besonderer Berücksichtigung ihrer Uebersiedelung nach Preußen, Curland und Liefland, mit fast 1200 Wappen und mehr als 1300 Familien, Köln 1858, S. 301 (Google Bücher). Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 91 (uni-duesseldorf.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 221 (uni-duesseldorf.de).

Einzelnachweise

Kategorie:Westfälisches Adelsgeschlecht