mini|Kreuzkirche in Hebsack Die evangelische Kreuzkirche steht in Hebsack, einem Stadtteil von Remshalden im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Die Kirche gehört zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Geschichte Hebsack gehörte kirchlich zunächst zu Winterbach. Eine Kapelle soll bereits 1470 am Lindenplatz gestanden haben.
Am 23. Oktober 1512 wurde eine neue spätgotische Chorturmkirche mit dem Patrozinium St. Wendel geweiht. Nach der Reformation wurde diese von der Pfarrei Geradstetten betreut. 1760 wurden Emporen eingebaut.
Die spätgotische Kirche wurde 1938 abgebrochen, weil sie dem Verkehr an der Ortsdurchfahrt im Wege stand. mini|Chorraum mit Kanzel, Taufstein und Marienaltar Die Kirche wurde dann an anderer Stelle ab 1939 nach Plänen des Architekten Rudolf Lempp wieder neu aufgebaut und am 26. Oktober 1947 fertiggestellt. Teile des Chorgewölbes, der Taufstein, die Kanzel und der gotische Schnitz- und Flügelaltar aus dem frühen 16. Jahrhundert wurden dabei aus dem Vorgängerbau umgezogen und wiederverwendet.
1948 wurde in Hebsack zusammen mit Rohrbronn, das zunächst keine Kirche hatte, ein selbständiges Vikariat eingerichtet, das dann zu einer ständigen Pfarrverweserei und schließlich zu einer eigenen Pfarrei erhoben wurde.
Ausstattung
Flügelaltar mini|Flügelaltar in geöffnetem Zustand Der Flügelaltar wurde vermutlich 1513 geschaffen und enthält fünf große Figuren aus Lindenholz. Sie sind mit Schriftbändern am Sockel gekennzeichnet und stellen von links nach rechts den heiligen Antonius, die heilige Katharina, Maria mit dem Jesuskind, die heilige Barbara und den heiligen Wendelin dar. Auf den Flügeln ist links die Geburt Christi dargestellt, rechts die Anbetung der drei Weisen aus dem Morgenland. Im geschlossenen Zustand zeigen die beiden Tafeln links den knienden Wendelin vor einem Bildstock, die rechte Tafel stellt das Martyrium der heiligen Barbara dar. Die Predella beinhaltet eine Darstellung des Zugs nach Golgatha.
Kanzel Die Kanzel von 1512 zeigt auf den Brüstungstafeln einen Rebstock und die vier Propheten Micha, König David, Jesaja und Maleachi, die aus Blütenkelchen herauswachsen. Spruchbänder zitieren die dargestellten Personen.
Kreuzrippengewölbe Der Schlussstein des spätgotischen Kreuzrippengewölbes im Chor stellt den Heiligen Wendelin mit Hirtenstab und Brotbeutel dar, außerdem sind zwei Wappen (eines des Bistums Konstanz und ein Adels- oder Klosterwappen) und zwei Meisterschilde zu sehen.
Orgel Eine Orgel in der Wendelinskirche wurde erstmals 1781 erwähnt. 1841 wurde eine Orgel der Firma Walcker eingebaut, die 1947 in die neue Kirche umgezogen wurde. Aufgrund gravierender Mängel erbaute die Orgelbaufirma Weigle 1973 eine neue Orgel.
Glocken GlockeNameGlockengießerGussortGussjahrSchlagtonGewichtI.BetglockeGebr. RinckerSinn (Hessen)2003g`650 kgII.KreuzglockeHeinrich KurtzStuttgart1951b`370 kgIII.TaufglockeJohannes Rosier II.unklar1705c``185 kg
Weblinks
Website der Kirchengemeinde
Literatur
Einzelnachweise
Hebsack Hebsack Kategorie:Chorturmkirche Hebsack Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Erbaut in den 1930er Jahren Kategorie:Geläut Kategorie:Kirchengebäude in Remshalden Kategorie:Kulturdenkmal in Remshalden