Die Firma Gebr. Gunzelmann in Nürnberg war ein 1840 gegründetes Musikinstrumente-Unternehmen, das sich neben dem Verkauf von Klavieren und Harmonien auf die Herstellung von Zithern nach eigenem Patent spezialisiert hatte.Oliver Wiener: Zither mit Metallrahmen, Gebrüder Gunzelmann – De 399, illustrierter Artikel auf der Seite der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), Philosophische Fakultät, Institut für Musikforschung vom 12. November 2024, zuletzt abgerufen am 16. April 2025

Geschichte mini|„Arion-Zither“ mit Metallrahmen; um 1900; Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Das 1840 gegründete Nürnberger Unternehmen war zeitweilig von mindestens zwei Gebrüdern betrieben worden, ging dann aber in den Besitz von Franz Joh. Gunzelmann als Alleininhaber über. 1874 noch als Pianofortefabrik firmierend, warb das 1890 in der Theresienstraße 20 angesiedelte Unternehmen dann als Pianofabrik und -handlung sowie „Patent-Metallrahmen-Zither-Fabrik“ und dem Hinweis auf die Reichspatent-Nummer D.R.P. 33512 auf.

Im offiziellen Katalog der Bayerischen Landes-Industrie-, Gewerbe- und Kunst-Ausstellung 1896 in Nürnberg bewarb die Handelsfirma ihr „Größtes Piano- und Harmonium-Magazin“ mit Produkten von J. Mayer & Cie., Steinweg, Rönisch, Schiedmayer & Söhne, Rosenkranz und anderen. Zudem empfahl die „Fabrik der Metallrahmenzithern eigener Erfindung“ ihr eigenes auf der Ausstellung vorgestellte Produkt als „beste Zither der Welt.“Bayerische Landes-Industrie-, Gewerbe- und Kunst-Ausstellung 1896 in Nuernberg 1896, offizieller Katalog, Nürnberg: Verlagsanstalt des Bayerischen Gewerbemuseums, C. Schrag, Nürnberg 1896, S. 24; Volltext-Digitalisat auf der Seite der Virtuellen Schatzkammer der Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg

Aus der Zeit um 1900 hat sich eine von Gebr. Gunzelmann hergestellte sogenannte „Arion-Zither“ mit beidseitig ausgebauchtem Korpus und aufgesetztem Metallrahmen erhalten. Das 2021 für die Studiensammlung Musikinstrumente und Medien im Institut für Musikforschung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg gestiftete Instrument weist 5 Melodiesaiten und 31 Basssaiten über verschieden großen Mensuren auf sowie 29 Bünde aus Neusilber.

Weblinks

Oliver Wiener: Zither mit Metallrahmen, Gebrüder Gunzelmann – De 399, illustrierter Artikel zum Sammlungsobjekt auf der Seite der Julius-Maximilians-Universität Würzburg Konzertzither mit Metallrahmen, Abbildung des Objektes aus der Sammlung des Germanischen Nationalmuseums Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde: Arion-Zither, Korpus ohne Eckklotz Arion-Zither, Korpus ohne Eckklotz, mit aufgesetztem Metallrahmen

Einzelnachweise

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