Die Unione Italiana Sordomuti (auch Unione sordomuti italiani, USI) war ein Verband der italienischen Gehörlosengemeinschaft.Attilio Gugiatti: La rete dei servizi per le persone con disabilità uditiva: Il caso della città metropolitana di Milano. EGEA, Mailand 2015, ISBN 978-88-238-4487-2, S. 86 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
Der Verein zum Schutz und zur Bewahrung Gehörloser im Königreich Italien wurde 1924 als Splitterbewegung der Federazione italiana delle associazioni fra i sordomuti (FIAS) gegründet.
Erster Präsident und Gründer war Ernesto Scuri,Maria Cristina Morandini: La pedagogia emendatrice in Italia: il contributo di Ernesto e Decio Scuri all’educazione dei sordomuti. In: Pedagogia Oggi / Rivista SIPED. 17. Jahrgang, Nr. 2 (2020), S. 115–127 (PDF). ein hörender Lehrer, und dann Enrico Vanni bis zur Auflösung der Organisation im Jahr 1933 und der Wiedervereinigung zur Ente nazionale sordi.
Die Kontraste zwischen USI und FIAS ergaben sich aus der unterschiedlichen programmatischen Ausrichtung der beiden Verbände. Vor allem stritt man sich darüber, ob man lieber Gehörlose als solche fördern sollte oder man besser versuchen sollte, die Lücke zu den Nicht-Gehörlosen zu schließen.Attilio Gugiatti: La rete dei servizi per le persone con disabilità uditiva: Il caso della città metropolitana di Milano. EGEA, Mailand 2015, ISBN 978-88-238-4487-2, Fußnote 90, S. 86.
Einzelnachweise
Kategorie:Gehörlosenorganisation Kategorie:Organisation (Italien) Kategorie:Verbandsgründung 1924 Kategorie:Aufgelöst 1933