Die Feldbahn der Raths-Ziegelei war eine 1,5 km lange Feldbahn mit einer Spurweite von 600 mm bei Freienwalde an der Oder.
Streckenverlauf Die Feldbahn begann an der Ziegelei der Firma Rath, überquerte die B 167 (Eberswalder Straße) und führte dann parallel zur Straße und dem Reichsbahn-Anschlussgleis der Kirchenziegelei am Kaninchenberg vorbei ins Hammerthal. Sie überquerte den Weg dreimal: An der Kirchenziegelei, wo heute noch etwa 160 m eingepflasterte Gleise erhalten sind, beim Gehöft der Familie Werner und direkt am Eingang zur Grube bevor sie in der Südgrube endete.Die Feldbahn der Raths-Ziegelei in Bad Freienwalde.Frank Saemann: Die letzte Feldbahn.Feldbahn Klosterziegelei Bad Freienwalde. 14. April 2008.Frank Engel: Befahrung der 600-mm Feldbahn der Raths-Ziegelei bei der Kirchenziegelei im April 2008.
Geschichte Der Ursprung der Raths-Ziegelei Freienwalde geht bis ins Jahr 1735 zurück. Anfangs war sie im Besitz der Stadt und wurde jeweils von einem Pächter betrieben. Sie wurde später von den Brüdern Zierach und anschließend von Willi Herms erworben, bevor dieser sie an J.F. Benekendorff (1813–1878) verkaufte. Nach dessen Tod übernahm erst sein Sohn Franz Ullrich Benekendorff (1848–1904) und später sein Enkel Georg Franz Wilhelm Benekendorff (1878–1914) die Leitung der Ziegelei.
Außer nach einem anfangs nach einem Schweizer System hergestellten Dachziegeln, den sogenannten Strangfalzziegeln, wurden um 1925 mit einer 4 PS starken Dampfmaschine Mauerziegel hergestellt.Rathsziegelei Freienwalde, J.F. Benekendorff, Freienwalde .Freienwalder Rathsziegelei, J.F. Benekendorff, Freienwald a.d.O. - Ein 175 jähriges Geschäftsjubiläum. Festschrift, 1910. Tonindustrie-Zeitung, 1910, S. 1639.
Siehe auch Alaunbahn Freienwalde
Einzelnachweise
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