Räumlas ist ein Gemeindeteil der Stadt Schwarzenbach am Wald im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Räumlas hat eine Fläche von 5,173 km². Sie ist in 802 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6450,69 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Göhren, Grubenberg, Lerchenhügel und Sorg.
Geografie Das Dorf liegt am Rande des Talgrundes eines namenlosen rechten Zuflusses der Thiemitz. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt zur Kreisstraße HO 28 bei Straßhaus (0,4 km östlich) bzw. über Räumlasgrund nach Räumlasmühle zur Kreisstraße HO 32 (1,1 km nordwestlich).
Geschichte Zur Realgemeinde Räumlas gehörten Räumlasgrund und Räumlasmühle. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Räumlas aus 13 Anwesen (5 Gütlein, 8 Tropfhäuser). Die Hochgerichtsbarkeit sowie die Dorf- und Gemeindeherrschaft und Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das bayreuthische Verwaltungsamt Schwarzenbach am Wald.M. Körner: Naila, S. 301.
Von 1797 bis 1810 unterstand Räumlas dem Justiz- und Kammeramt Naila. Nachdem im Jahr 1810 das Königreich Bayern das Fürstentum Bayreuth käuflich erworben hatte, wurde der Ort bayerisch. Infolge des Ersten Gemeindeedikts wurde Räumlas dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Bernstein zugewiesen. Zugleich entstand die Ruralgemeinde Räumlas. Zu dieser gehörten die Orte Affennest (seit 1932 Lerchenhügel genannt), Fußgrund, Göhren, Grubenberg, Räumlasgrund, Räumlasmühle und Sorg. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Naila zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Lichtenberg (1919 in Finanzamt Lichtenberg umbenannt, seit 1955 Finanzamt Naila). Ab 1862 gehörte Räumlas zum Bezirksamt Naila (1939 in Landkreis Naila umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Naila (1879 in Amtsgericht Naila umgewandelt). Nach 1952 wurden Göhren und Grubenberg an die Gemeinde Straßdorf abgegeben. Dadurch verringerte sich die Gebietsfläche von 5,055 km² auf 2,940 km². Am 1. April 1971 wurde die Gemeinde Räumlas mit seinen verbliebenen Gemeindeteilen Lerchenhügel und Sorg ebenfalls in die Gemeinde Straßdorf eingegliedert. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Mai 1978 mit sämtlichen Gemeindeteilen nach Schwarzenbach am Wald eingemeindet.
Ehemaliges Baudenkmal Gruftkapelle der Gutsbesitzerfamilie Will. Um 1847 errichteter, kleiner und anspruchsloser Hausteinbau mit Satteldach.K.-L. Lippert: Landkreis Naila, S. 52. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Räumlas Jahr 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 549 595 576 687 675 698 692 728 683 634 635 627 648 640 653 652 617 557 627 640 620 443 417HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 87 92 90 91 103 109 91 Quelle
Ort Räumlas Jahr 1819 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020Einwohner 89 199 181 184 188 169 175 139 123 87 58Häuser 26 28 28 28 29 33 Quelle Dort als Reumles aufgelistet.
Religion Räumlas ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Michael (Bernstein am Wald) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Schwarzenbach am Wald) Kategorie:Ort im Landkreis Hof Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hof) Kategorie:Gemeindegründung 1812 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Hof