Die Liste der Studentenverbindungen in Köthen verzeichnet die verlegten und erloschenen Studentenverbindungen in Köthen (damals als Cöthen oder Coethen bezeichnet), welche unterschiedlichen Korporationsverbänden angehören oder angehörten. Sie waren am Friedrichs-Polytechnikum Köthen, der späteren Gewerbe-Hochschule, ansässig.

Verlegte Verbindungen Hier sind die Verbindungen verzeichnet, welche aus Köthen heraus verlegt wurden, dies geschah häufig unter Fusion mit einer anderen Korporation. Teilweise sind diese Verbindungen wiederum selbst suspendiert, erloschen oder erneut verlegt. Die Sortierung erfolgt nach dem Gründungsdatum. Name Gründung Farben Wappen Zirkel Verband Fechtfrage MitgliederAnmerkungenCorps BaltiaHeinrich Diedler: Der Askanische SC zu Cöthen und seine Corps, in: Sebastian Sigler: Sich stellen – und bestehen! Festschrift für Klaus Gerstein. Essen 2010, ISBN 978-3-939413-13-4, S. 259–278. PDF-Datei25. Mai 1892hellblau-weiß-schwarzASCpflichtschlagendMännerals Akademisch-wissenschaftlicher Verein Industria gegründet, später Landsmannschaft Baltia, seit 1906 Corps; hellblaue Mütze, im SS weiße Stürmer; Wahlspruch: Per aspera ad astra!; Fusion mit dem RSC-Corps Albingia DresdenCorps Suevia8. Mai 1893weiß-gelb-schwarzASCpflichtschlagendMännerals Lese- und Musikverein gegründet; seit 1894 Landsmannschaft; seit 1906 Corps; gelber Stürmer; Wahlspruch: Furchtlos und treu!; 1929 mit dem RSC-Corps Hannoverania Hannover fusioniertCorps Markomannia30. Okt. 1894grün-rot-gold ASCpflichtschlagend Männer1893 als Ziegeltechnischer Verein Keramika gegründet; seit 1894 neue Keramika mit den heutigen Farben; seit 1898 Akademische Verbindung Markomannia; seit 1906 Corps; ziegelrote Mütze; Wahlspruch: Virtuti semper corona!; am 23. Juni 1928 mit dem RSC-Corps Brunsviga Hannover fusioniertVDSt Köthen1896schwarz-weiß-rot (f.f.)VVDStMännerverlegt und fusioniert mit VDSt Darmstadt, seitdem existiert er als VDSt Darmstadt-Köthen; später wurde der VDSt nichtschlagend; der heutige VDSt Darmstadt-Köthen ist verbandsfrei und seit dem 1. Jan. 2007 eine gemischte StudentenverbindungRheno-Saxonia1896violett-weiß-rotrahmenlos|100x100pxSCVnichtschlagendMännerwar Gründungsmitglied des Starkenburger Cartellverbands katholischer Studentenverbindungen an Technischen Hochschulen; 1911 fusionierte Rheno-Saxonia mit der Marchia Breslau, der späteren KDStV Marchia Breslau zu Aachen im CV; später wurde in Aachen eine zweite Rheno-Saxonia in Aachen (wieder-)gegründet, welche wiederum Anfang der 1980er Jahre mit der KDB Ripuaria Aachen fusionierte, welche seit 1988 als KDStV Ripuaria Aachen im CV ist; die heutige „dritte“ Rheno-Saxonia wurde „am 15. Okt.1992 in Halle aus der katholischen Studentengemeinde heraus unter Beteiligung mehrerer Mitglieder der zweiten Rheno-Saxonia gegründet“; sie gilt daher als Wiederbegründung der zweiten Rheno-Saxonia und sieht sich in der Tradition der ersten Köthener Rheno-Saxonia und führt daher Köthen im Namen: KDStV Rheno-Saxonia Köthen zu HalleCorps Germania10. Juni 1899schwarz-hellblau-weiß ASCpflichtschlagend Männer aus der Verbindung Germania als Technischer Radfahrverein am Technikum Bingen gestiftet; 1900 Akademischer Fechtclub Germania; seit 1902 in Friedberg als Corps; seit 1906 in Köthen als Akademische Verbindung Germania; seit 1919/1920 als Corps im ASC; schwarze Mütze; Wahlspruch: Für Ehre und Ruhm!; 1929 mit dem RSC-Corps Hannoverania Hannover fusioniert Landsmannschaft Askaniaschwarz-rot-grünschlagendMännerverlegte unter Fusion mit dem RSC-Corps Gothia an die TH DresdenBurschenschaft Marchiagrau-weiß-rot verbandsfreischlagend Männerverlegte und tat sich als WSC-Corps Marchia an der TH Braunschweig aufLandsmannschaft GermaniaschlagendMännerverlegte und tat sich als WSC-Corps Neo-Franconia an der TH Breslau neu aufLandsmannschaft ArminiaschlagendMännerzuvor auch zeitweise Burschenschaft und Turnerschaft; später Landsmannschaft; als solche verlegt und als DL-Landsmannschaft Arminia an der TH Danzig aufgetanBurschenschaft GuestphaliaschlagendMännerverlegte und tat sich als DB-Burschenschaft Guestphalia an der TH Dresden aufBurschenschaft Bavaria26.02.1874blau-weiß-goldverbandsfreischlagendMännerverlegte an die TH Breslau; später teilweise verschmolzen mit RSC-Corps Albingia DresdenTurnerschaft Borussia28.04.1893schwarz-weiß-schwarzschlagendMännerverlegte und tat sich als WSC-Corps Borussia an der TH Danzig aufVerbindung WettinafreischlagendMännerverlegte unter Fusion mit DL-Landsmannschaft Marcomannia an die TH Stuttgart f.f. = farbenführend, ansonsten farbentragend; v.u. = von unten gelesen

Bereits in Köthen erloschene Verbindungen Hier werden die nicht verlegten und bis zum Ende der Weimarer Republik in Köthen bestehenden Studentenverbindungen aufgeführt. Sie wurden in der Nachkriegszeit nicht wiederbegründet und sind daher mittlerweile erloschen. Die Sortierung erfolgt nach dem Gründungsdatum. Name Gründung Farben Wappen Zirkel Verband Fechtfrage MitgliederAnmerkungenBurschenschaft Alemanniagrün-weiß-goldschlagendMännerBurschenschaft BurgundiaschlagendMännerLandsmannschaft Palaio-GermaniaschlagendMänner Landsmannschaft Vandalia schlagend MännerLandsmannschaft CheruskiaschlagendMännerW! GothiaschlagendMännerW! BorussiaschlagendMänner

Örtliche Zusammenschlüsse Einige Zeit nach ihrer Gründung entwickelten sich die Verbindungen zu Landsmannschaften. Sie, die Landsmannschaften Suevia und Baltia, bildeten im WS 1897 den Convent vereinigter Landsmannschaften. Im SS 1899 benannte sich der Convent in Cöthener Landsmannschafter Convent (CLC) um.

In der Hoffnung, sich dadurch einem größeren Verband anschließen zu können, beschlossen Suevia und Baltia im Februar 1906 sich in ein Corps umzuwandeln. Am 26. Februar 1906 gründeten sie daher den Askanischen Senioren-Convent. Die Corpsprinzipien wurden in die neu erarbeiteten Statuten aufgenommen und bereits ab März 1906 renoncierte die in ein Corps umgewandelte Markomannia im ASC, bis sie schließlich im November 1906 recipiert wurde. Das Corps Germania stieß 1920 endgültig zum ASV hinzu.

Am 14. Januar 1922 gründete der ASC den Allgemeinen Cöthener Waffenring. Die Probleme im Zusammenhang mit der nicht vollzogenen Verstaatlichung und der Aufstufung der Gewerbe-Hochschule zu einer Technischen Hochschule – das fehlende Maturitätsprinzip, das Diplomierungsrecht zum Dipl.-Ing. sowie das Promotionsrecht und die wachsende Entfremdung zwischen Korporationen sowie Rektor und Senat – führten dazu, dass die ASC-Corps Baltia, Suevia und Germania ab 1927 gemeinschaftlich handelten. Im Jahr 1928 schlug Markomannia einen eigenen Weg ein, indem sie mit dem RSC-Corps Brunsviga fusionierte.

Siehe auch Liste der Studentenverbindungen in Halle (Saale) Liste der Listen von Studentenverbindungen

Literatur Heinrich Diedler: Der Askanische SC zu Cöthen und seine Corps, in: Sebastian Sigler: Sich stellen – und bestehen! Festschrift für Klaus Gerstein. Essen 2010, ISBN 978-3-939413-13-4, S. 259–278. PDF-Datei

Einzelnachweise

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