Der Westfalenpokal 2025/26 war die 45. Austragung im Fußball-Westfalenpokal der Männer. Westfalenpokalsieger SC Verl qualifizierte sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals 2026/27. Drittligist Verl war auch höchstklassigster Teilnehmer. Am Westfalenpokal nahm mit dem FC TuRa Bergkamen aber auch erneut ein A-Kreisligist teil. Titelverteidiger Arminia Bielefeld war durch den Aufstieg in die 2. Bundesliga nicht mehr teilnahmeberechtigt.

Modus Der Westfalenpokal wurde im K.-o.-System ausgetragen. In jeder Runde bestritt jede Mannschaft ein Spiel. Endete ein Spiel nach 90 Minuten unentschieden, fiel Entscheidung im Elfmeterschießen. Die Partien der ersten Runde und alle folgenden Paarungen (außer das Finale) wurden ausgelost. Bei den Spielen der ersten Runde bis einschließlich Viertelfinale hatte die klassenniedrigere Mannschaft stets Heimrecht. In den weiteren Runden hatten lediglich die Kreisligamannschaften Heimrecht. Spielten zwei Mannschaften aus der gleichen Ligaebene gegeneinander, hatte die bei der Auslosung zuerst gezogene Mannschaft ein Heimspiel. Ein Tausch des Heimrechts war jedoch möglich. Ab dem Halbfinale konnten die Spielorte durch den Verband bestimmt werden. Zur Auslosung der ersten beiden Runden wurden nach überwiegend regionalen Gesichtspunkten vier etwa gleich stark besetzte Gruppen zu je 16 Teams gebildet. In den ersten beiden Runden trafen nur Teams jeweils einer Gruppe aufeinander. Die vier Gruppen oder andere regionale Kriterien wurden bei der Auslosung der weiteren Runden nicht mehr berücksichtigt.

Teilnehmer Für den Westfalenpokalwettbewerb 2025/26 qualifizierten sich die westfälischen Vereine aus der 3. Liga und der Regionalliga West. Davon ausgenommen war Arminia Bielefeld als westfälischer Aufsteiger in die 2. Bundesliga. Dazu kamen die besten sechs teilnahmeberechtigten Mannschaften der Oberliga Westfalen, die Meister der beiden Staffeln der Westfalenliga, die Meister der vier Staffeln der Landesliga, die Meister der 12 Staffeln der Bezirksliga sowie die 29 Kreispokalsieger. Die verbleibenden der insgesamt 64 Startplätze wurden an die 5 Fußballkreise vergeben, die die meisten aktiv am Spielbetrieb der Kreisligen teilnehmenden Herrenmannschaften am Ende der Saison 2024/25 stellten. Dies waren die Kreise Dortmund, Recklinghausen, Bochum, Ahaus/Coesfeld und Münster. Qualifizierte sich ein Team sowohl über den Kreispokal als auch über die Liga, rückte der beste nicht seinerseits bereits über die Liga qualifizierte Teilnehmer des Kreispokalwettbewerbs nach. Nicht teilnahmeberechtigt waren zweite Mannschaften.

Folgende Klubs hatten sich qualifiziert:

Westfälische Mannschaften der 3. Liga 2024/25 Westfälische Mannschaften der Regionalliga West 2024/25 Die besten sechs Mannschaften der Oberliga Westfalen 2024/25 rahmenlos|23x23px SC Verl rahmenlos|26x26px FC Gütersloh rahmenlos|20x20px Sportfreunde Lotte rahmenlos|23x23px SV Rödinghausen rahmenlos|24x24px SC Wiedenbrück rahmenlos|24x24px Türkspor Dortmund (→ OL) rahmenlos|25x25px Sportfreunde Siegen (→ RL) rahmenlos|20x20px ASC 09 Dortmund rahmenlos|25x25px Westfalia Rhynern rahmenlos|25x25px FC Eintracht Rheine rahmenlos|24x24px SV Schermbeck rahmenlos|26x26px SV Lippstadt 08 Die Meister der Westfalenliga 2024/25 Die Meister der Landesliga 2024/25 Die Meister der Bezirksliga 2024/25 rahmenlos|24x24px TuS Hiltrup (1) rahmenlos|24x24px TSG Sprockhövel (2) rahmenlos|24x24px VfL Theesen (1) rahmenlos|24x24px SpVg Hagen 11 (2) rahmenlos|24x24px DJK TuS Hordel (3) rahmenlos|24x24px FC Nordkirchen (4) rahmenlos|24x24px FC Lübbecke (1) rahmenlos|24x24px VfB Schloß Holte (2) rahmenlos|24x24px BV Bad Lippspringe (3) rahmenlos|24x24px SuS Langscheid/Enkhausen (4) rahmenlos|24x24px TSV Weißtal (5) rahmenlos|24x24px TuS Eichlinghofen (6) rahmenlos|24x24px ASK Ahlen (7) rahmenlos|24x24px VfL Kamen (8) rahmenlos|24x24px BV Herne-Süd (9) rahmenlos|24x24px FC Altenbochum (10) rahmenlos|24x24px SV Schwarz-Weiß Lembeck (11) rahmenlos|24x24px SpVg Emsdetten 05 (12) Die Kreispokalsieger der Saison 2024/25 Ahaus/Coesfeld rahmenlos|24x24px FC Epe (LL → BL) rahmenlos|24x24px Grün-Weiß Nottuln (WL) Arnsberg rahmenlos|24x24px SV Hüsten 09 (BL) Beckum rahmenlos|25x25px Rot Weiss Ahlen (OL) Bielefeld rahmenlos|25x25px SC Peckeloh (WL) Bochum rahmenlos|25x25px SG Wattenscheid 09 (OL) rahmenlos|25x25px SC Weitmar 45 (BL) Detmold rahmenlos|25x25px Post TSV Detmold (LL) Dortmund rahmenlos|25x25px BSV Schüren (WL) rahmenlos|24x24px VfR Sölde (LL → BL)

Gelsenkirchen rahmenlos|24x24px SC Hassel (BL) Gütersloh rahmenlos|25x25px FSC Rheda (WL) Hagen rahmenlos|24x24px SC Obersprockhövel (WL) Herford rahmenlos|25x25px BV Stift Quernheim (BL) Herne rahmenlos|24x24px SV Wacker Obercastrop (WL) Hochsauerland rahmenlos|24x24px RW Erlinghausen (LL) Höxter rahmenlos|25x25px FC Nieheim (WL → LL) Iserlohn rahmenlos|24x24px Borussia Dröschede (LL) Lemgo rahmenlos|25x25px TuS Lipperreihe (BL) Lippstadt rahmenlos|24x24px SuS Bad Westernkotten (LL) Lübbecke rahmenlos|25x25px FC Preußen Espelkamp (WL) Lüdenscheid rahmenlos|25x25px RSV Meinerzhagen (WL) Minden rahmenlos|25x25px Rot-Weiß Maaslingen (WL) Münster rahmenlos|24x24px 1. FC Gievenbeck (OL) rahmenlos|24x24px SC Westfalia Kinderhaus (WL) Olpe rahmenlos|24x24px SG Finnentrop/Bamenohl (OL) Paderborn rahmenlos|24x24px SF DJK Mastbruch (LL) Recklinghausen rahmenlos|24x24px SV RW Deuten (LL) rahmenlos|25x25px SV Dorsten-Hardt (LL) Siegen-Wittgenstein rahmenlos|25x25px TuS Erndtebrück (WL) Soest rahmenlos|25x25px Westfalia Soest (WL) Steinfurt rahmenlos|24x24px SV Mesum (WL) Tecklenburg rahmenlos|25x25px Teuto Riesenbeck (BL) Unna-Hamm rahmenlos|25x25px FC TuRa Bergkamen (KLA) Abkürzungen: 3L= 3. Liga, RL = Regionalliga, OL = Oberliga, WL = Westfalenliga, LL = Landesliga, BL = Bezirksliga, KLA = Kreisliga A

Gruppen Vor der Auslosung der ersten beiden Runden wurden nach überwiegend regionalen Kriterien vier Gruppen mit etwa gleicher Spielstärke gebildet. In den Partien der ersten beiden Runden traden ausschließlich Teams jeweils einer Gruppe aufeinander.

Gruppe 1: Sportfreunde Lotte (RL), TuS Hiltrup (OL), SV Schermbeck (OL), Eintracht Rheine (OL), 1. FC Gievenbeck (OL), GW Nottuln (WL), Westfalia Kinderhaus (WL), FC Nordkirchen (WL), SpVg Emsdetten 05 (LL), SV Dorsten Hardt (LL), Rot-Weiß Deuten (LL), SC Altenrheine (LL), SV SW Lembeck (LL), SV Teuto Riesenbeck (BL), SC Buer-Hassel (BL), FC Epe (BL)

Gruppe 2: Sportfreunde Siegen (RL), TSG Sprockhövel (OL), SG Finnentrop/Bamenohl (OL), SG Wattenscheid 09 (OL), SpVg Hagen 11 (WL), SC Obersprockhövel (WL), TuS Erndtebrück (WL), DJK TuS Hordel (WL), RSV Meinerzhagen (WL), Wacker Obercastrop (WL), TSV Weißtal (LL), Borussia Dröschede (LL), BV Herne-Süd (LL), TuS Eichlinghofen (LL), FC Altenbochum (LL), SC Weitmar (BL)

Gruppe 3: FC Gütersloh (RL), SC Wiedenbrück (RL), ASC 09 Dortmund (OL), RW Ahlen (OL), Türkspor Dortmund (OL), Westfalia Rhynern (OL), SV Westfalia Soest (WL), BSV Schüren (WL), SuS Bad Westernkotten (LL), RW Erlinghausen (LL), VfL Kamen (LL), ASK Ahlen (LL), SuS Langscheid/Enkhausen (LL), SV Hüsten 09 (BL), VfR Sölde (BL), FC TuRa Bergkamen (KLA)

Gruppe 4: SC Verl (3L), SV Rödinghausen (RL), SV Lippstadt 08 (OL), RW Maaslingen (WL), Preußen Espelkamp (WL), SC Peckeloh (WL), VfL Theesen (WL), FSC Rheda (WL), BV Bad Lippspringe (LL), FC Lübbecke (LL), Sportfreunde Mastbruch (LL), Post TSV Detmold (LL), VfB Schloß Holte (LL), FC Nieheim (LL), BV Stift Quernheim (BL), TuS Lipperreihe (BL)

1. Runde Die 1. Runde sollte laut Rahmenterminplan zwischen dem 28. Juli und dem 14. August 2025 ausgetragen werden. Die letzte Erstrundenpartie fand aber erst am 20. August 2025 statt. Die Partien der 1. Runde und die weiteren Partien bis einschließlich Viertelfinale wurden am 18. Juni 2025 im SportCentrum Kaiserau ausgelost. Vor der Auslosung der ersten Runden wurden nach überwiegend regionalen Kriterien vier etwa gleich stark besetzte Gruppen gebildet. In den Partien der ersten Runde trafen ausschließlich Teams jeweils einer Gruppe aufeinander. Die klassenniedrigere Mannschaft hatte grundsätzlich Heimrecht.

Landesligist SV RW Deuten und die Westfalenligisten BSV Schüren und Wacker Obercastrop konnten jeweils ihren eine Klasse höher spielenden Gegner besiegen. Landesligist BV Bad Lippspringe besiegte den Oberligisten SV Lippstadt. Größte Überraschung war aber der Sieg des Landesligisten SuS Bad Westernkotten über den Regionalligisten SC Wiedenbrück. Der Verler Chilohem Onuoha erzielte beim 12:0-Sieg über Lipperreihe fünf Tore.

Gruppe 1

Gruppe 2

Gruppe 3

Gruppe 4

2. Runde Die 2. Runde wurde wie im Rahmenterminplan geplant zwischen dem 19. August 2025 und dem 11. September 2025 ausgetragen. In den Partien der 2. Runde trafen ausschließlich Teams jeweils einer vor der Auslosung der 1. Runde gebildeten Gruppe aufeinander. Die klassenniedrigere Mannschaft hatte grundsätzlich Heimrecht. Westfalenligist Rot-Weiß Maaslingen konnte den Regionalligisten und Halbfinalisten der vorherigen Pokalsaison SV Rödinghausen im Elfmeterschießen besiegen. Westfalenligist TuS Erndtebrück besiegte den Regionalligatabellenführer Sportfreunde Siegen.

Gruppe 1

Gruppe 2

Gruppe 3

Gruppe 4

Achtelfinale Das Achtelfinale wurde wie im Rahmenterminplan vorgesehen zwischen dem 15. September und dem 16. Oktober 2025 ausgetragen. Die zur Auslosung der 1. und 2. Runde gebildeten vier Gruppen blieben bei der Auslosung des Achtelfinales unberücksichtigt. Die klassenniedrigere Mannschaft hatte immer Heimrecht.

Viertelfinale Das Viertelfinale sollte laut Rahmenterminplan zwischen dem 20. Oktober und dem 16. November 2025 ausgetragen werden. Zwei Partien fanden aber erst im Dezember 2025 bzw. nach der Winterpause im Februar 2026 statt. Die klassenniedrigere Mannschaft hatte Heimrecht.

Halbfinale Die beiden Halbfinalpartien wurde wie im Rahmenterminplan vorgesehen am und ausgetragen. Die beiden Halbfinalpaarungen wurden am im SportCentrum Kaiserau ausgelost.

Finale Das Finale wurde wie im Rahmenterminplan vorgesehen am im Rahmen des Finaltags der Amateure ausgetragen. Finalort war die Sportclub Arena in Verl.

Erster Finalist waren die Sportfreunde Lotte. Der Regionalligist konnte den Pokal im Jahr 2015 bereits einmal gewinnen. 2009, 2017, 2021 und 2025 unterlagen die Lotter in den Pokalendspielen. Lottes langjähriger Trainer Fabian Lübbers verließ den Verein zum Saisonende, so dass das Pokalfinale das letzte Lotter Spiel unter seiner Leitung war.

Gegner der Tecklenburger waren der Drittligist SC Verl. Die Ostwestfalen waren bereits dreimal westfälischer Pokalsieger, zuletzt 2007. Der Sportclub unterlag nach diesem Erfolg allerdings in den drei nachfolgenden Finalspielen in den Jahren 2010, 2015 – gegen die Sportfreunde Lotte – und 2024.

Favorit Verl gewann das Finale vor 2.385 Zuschauern souverän mit 3:0. Berkan Taz überragte mit einer Vorlage und zwei Toren. Verl qualifizierte sich dadurch für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals 2026/27.

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Einzelnachweise

Kategorie:Fußballsaison 2025/26 #2025