Die Liste der Stolpersteine in Roetgen enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Projekts von Gunter Demnig in der Gemeinde Roetgen verlegt wurden. Mit ihnen soll an Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden, die in der Gemeinde lebten und wirkten.
Übersicht AdresseName und DetailsVerlegedatum BildHauptstraße 29,Roetgen()200px200pxAnazobi Gudowskai, geboren im Jahr 1939 in Krasnoarmeiski/Region Altai/Sowjetunion, war als Kind einer Zwangsarbeiterin elternlos aus der Sowjetunion verschleppt worden. Er starb in Roetgen am 7. April 1944 im „Alten- und Jugendheim“ des im 1929 gegründeten und 2004 aufgelösten Elisabethklosters der Cellitinnen an einer „Lungenentzündung“.Die Eltern des Kindes wohnten zum Todeszeitpunkt noch in der Sowjetunion, so dass offen bleibt wie der Junge nach Roetgen kam.Peter Stollenwerk: Das Gedenken ist nun auch in Roetgen sichtbar, in: Aachener Zeitung vom 28. Januar 2024200pxLora Mischenko, geboren am 1. November 1943, war die Tochter einer Zwangsarbeiterin. Sie starb am 25. September 1944 wegen „Austrocknung“ in Gemünden/Wohra. Sie wurde im Elisabethkloster entbunden, weswegen dies hier auch ihre die letzte amtliche Meldeadresse ist.200pxHauptstraße 55,Roetgenvor Eingang Gemeinderathaus()200px|zentriertZwangsarbeiter – Nachhaltig in Erinnerung gerufen werden sollte mit dieser Stolperschwelle vor der Rathaustür das Schicksal von rund 100 Menschen, die zwischen 1939 und 1944 in die Gemeinde verschleppt worden waren, wo sie zur Arbeit gezwungen sowie geächtet, entrechtet und misshandelt wurden. Viele verloren dabei ihr Leben.Schwerste Sklavenarbeit, Verlegung Stolperschwelle Roetgen auf wdr.de300pxMarktplatz,Roetgenvor Drachenbrunnen()200px200px|zentriertBronislaw Budas, geboren am 4. April 1943, war das Kind einer Zwangsarbeiterin. Er starb am 7. Juni 1944 an „Lebensschwäche“.Peter Stollenwerk: Vier weitere Stolpersteine in Roetgen verlegt, in: Aachener Zeitung vom 8. Dezember 2024200pxMilania Kondrat, geboren am 21. Mai 1874 in Tarnopol/Ukraine, war bei der Reichsbahn auf dem Bahnhof Roetgen/Raeren zur Zwangsarbeit eingeteilt worden. Sie starb am 30. Mai 1944 an „Altersschwäche“.200pxSophia Owerzarz, geboren am 10. September 1876 in Tarnopol/Ukraine, war bei der Reichsbahn auf dem Bahnhof Roetgen/Raeren zur Zwangsarbeit eingeteilt worden. Sie starb ebenfalls am 30. Mai 1944 an „Herzschlag“.200pxRoetgener Straße,Roetgengegenüber Zufahrt Filterwerk()130px|rechtsPaul Butko, geboren am 12. September 1915, stammte aus der ehemaligen Sowjetunion und war völkerrechtswidrig als Zwangsarbeiter in einer Flak-Einheit der Wehrmacht im Bereich der Dreilägerbachtalsperre eingesetzt. Zusammen mit anderen Kriegsgefangenen musste er diese vor Luftangriffen verteidigen und Munition verteilen.Laut nachträglicher Sterbeurkunde und dem Kirchenbuch der katholischen Gemeinde starb er am 1. Juli 1944 mit der Begründung „auf der Flucht erschossen“.Thomas Förster: Bewusst »ins Stolpern« geraten, in: WochenSpiegel vom 19. Juli 2024200px
Weblinks
Kurzporträt auf stolpersteine.wdr.nrw
Einzelnachweise
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