Leichtathletik-Länderkämpfemit bundesdeutscher Beteiligung 1981 zentriert|100px 1. Länderkampf 1981, Geher (Frauen): – 16. Mai 1981 1. 2. 12 P10 P 2. Länderkampf 1981, Geher (Männer): – 17. Mai 1981 1. 2. 24 P20 P 3. Länderkampf 1981, Werfer (Männer): – 17. Mai 1981 1. 2. 79 P65 P 4. Länderkampf 1981, Frauen: – 13. Juni 1981 1. 2. 78 P68 P 5. Länderkampf 1981, Zehnkampf (Männer): – Leningrad13./14. Juni 1981 1. 2. 46.751 P46.483 P 6. Länderkampf 1981, Siebenkampf (Frauen): – Leningrad13./14. Juni 1981 1. 2. 24.326 P19.714 P 7. Länderkampf 1981, Männer: – – 23./24. Juni 1981 1. 2. 3. 168 P136 P112 P 8. Länderkampf 1981, Frauen: – – 23./24. Juni 1981 1. 2. 3. 119 P110 P81 P 9. Länderkampf 1981, Geher (Frauen): – – – – 27. Juni 1981 1. 2. 3. 4. 5. 41 P27 P21 P17 P15 P 10. Länderkampf 1981, Geher (Männer): – 4. Juli 1981 1. 2. 25 P19 P 11. Länderkampf 1981, Männer: – 4. Juli 1981 1. 2. 117 P95 P 12. Länderkampf 1981, Straßenlauf (Männer): – – – – Verden1. August 1981 1. 2. 3. 4. 5. 6:29:49 h6:31:10 h6:42:42 h6:43:36 h6:58:44 h 13. Länderkampf 1981, Nachwuchs (Männer): – 8. August 1981 1. 2. 132 P80 P Chronik ← Länderkämpfe 1980 Länderkämpfe 1982 →

Im Jahr 1981 wurden dreizehn Leichtathletikländerkämpfe mit bundesdeutscher Beteiligung in dreizehn Veranstaltungen ausgetragen. Das war ein Vergleich weniger als im Vorjahr. Die größte Anzahl von 27 Begegnungen hatte es 1974 gegeben.

Nicht berücksichtigt sind Veranstaltungen wie der sogenannte „Lugano-Cup“, ein Weltcup der Geher unter dem Dach des Weltleichtathletikverbands (früher: IAAF)World Athletics Race-Walking Team Championship, Past Editions, worldathletics.org (englisch), abgerufen am 5. April 2025, der ab 1965 unter Regie des Europäischen Leichtathletikverbands durchgeführte Leichtathletik-EuropacupEUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (MEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 5. April 2025EUROPEAN CUP A FINAL AND SUPER LEAGUE (WOMEN), gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 5. April 2025 sowie ähnliche Events. Hier handelt es sich um Veranstaltungen, die als eigene Wettbewerbe ähnlich wie auch der Leichtathletik-Continentalcup (ab 1981)IAAF WORLD CUP IN ATHLETICS, gbrathletics.com (englisch), abgerufen am 5. April 2025 und der Geher-Europacup (ab 1996) außerhalb der üblichen Länderkämpfe durchgeführt wurden.

Aufgeführt sind hier die Länderkämpfe bundesdeutscher Leichtathleten. Die Sportler der DDR führten nach der deutschen Teilung im Jahr 1949 eigene Veranstaltungen durch.

Fünf der Vergleiche in dieser Saison bestanden aus dem allgemeinen leichtathletischen Programm. In den anderen acht Begegnungen standen die Wettbewerbsbereiche Gehen, Straßenlauf, Mehrkampf und Werfen auf dem Programm. Die Männer bestritten acht Vergleiche, die Frauen fünf.

Von den Frauenbegegnungen fanden zwei als Veranstaltungen allgemeiner leichtathletischer Disziplinen, zwei im Gehen und eine im Siebenkampf statt.

Drei der Männerbegegnungen waren Wettkämpfe mit den allgemeinen leichtathletischen Disziplinen, eine davon war als Begegnung für den Nachwuchs konzipiert. Zwei weitere Länderkämpfe wurden von den Gehern bestritten sowie je einer von den Straßenläufern, Zehnkämpfern und Werfern.

Saisonhöhepunkt Internationale Höhepunkte in dieser Saison waren der Europacup am 15. August in Zagreb sowie der Weltcup vom 4. bis 6. September in Rom. Weder das bundesdeutsche Frauen- noch das Männerteam konnten sich diesmal für die Wettkämpfe des Weltcups qualifizieren. Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern belegten die DDR und die Sowjetunion die Ränge eins und zwei. Die bundesdeutschen Frauen kamen wie 1979 auf den dritten Platz, die Männer verbesserten sich gegenüber der letzten Austragung um einen Rang hinter Großbritannien auf Platz vier. Im Weltcup starteten fünf bundesdeutsche Leichtathleten (vier Männer, eine Frau) für das Team Europa.

Jahresbilanz In der Saison 1981 gab es für die bundesdeutschen Männer in ihren acht Länderkämpfen mit zwei Niederlagen zwei weniger als im Vorjahr: Zehnkampf-Vergleich gegen die Sowjetunion am 13./14. Juni in Leningrad Straßenlauf-Vergleich gegen Italien, die Niederlande, Österreich und die Schweiz am 1. August in Verden (Platz zwei hinter Italien) Die sechs weiteren Männerbegegnungen entschieden die bundesdeutschen Athleten für sich. Die Siege resultierten aus drei Vergleichen mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm, zwei Länderkämpfen der Geher und sowie aus einer Begegnung der Werfer.

Die Frauen mussten in ihren fünf Länderkämpfen vier Niederlagen hinnehmen, das war eine mehr als im letzten Jahr. Geher-Vergleich gegen Frankreich am 16. Mai in Nancy Siebenkampf-Vergleich gegen die Sowjetunion am 13./14. Juni in Leningrad Ländervergleich gegen Großbritannien und Polen am 23./24. Juni in London (Platz zwei hinter Großbritannien) Geher-Vergleich gegen Dänemark, Frankreich, Schweden und die Schweiz am 27. Juni in Grevenbroich (Platz drei hinter Schweden und Frankreich) Die weitere Frauenbegegnung entschieden die bundesdeutschen Athletinnen für sich. Der Siege resultierte aus einem Länderkampf mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm.

Zur Gesamtbilanz finden sich detaillierte Angaben im Abschnitt „Statistik“ unten.

Bedeutung der Länderkämpfe in der Leichtathletik Der Stellenwert von Länderkämpfen war in den letzten Jahren erheblich gesunken. Die Konkurrenz anderer Veranstaltungen war groß und sollte weiter wachsen. In den vergangenen Jahren waren neue Wettkampfformen hinzugekommen wie der oben schon genannte Europacup und der Weltcup (später Continentalcup). Außerdem gab es Europa- und Weltcupveranstaltungen für Teildisziplinen der Leichtathletik wie dem Gehen (Lugano-Cup) und dem Mehrkampf, die mehr Aufmerksamkeit auf sich zogen als die früher hoch im Kurs stehenden Länderkämpfe. Die Bedeutung einzelner Sportfeste, die für die Sportler im Hinblick auf Prämien für den Antritt, für Siege und für Rekorde immer lukrativer wurden, nahm sukzessive zu. Hier sind unter anderem Events wie Weltklasse Zürich, ISTAF Berlin, ASV-Sportfest Köln oder Sportfeste in Stockholm, Oslo, Monaco, … zu nennen, die später als IAAF Super Grand Prix, IAAF Golden League und Diamond League noch erheblich bedeutsamer wurden.

So wurden in den 1950er, 1960er und beginnenden 1970er Jahren Länderkämpfe noch teilweise als Live-Sendung im Fernsehen übertragen, was danach nicht mehr der Fall war, weil die Aufmerksamkeit in der Leichtathletik auf andere oben genannte Bereiche überging. Die Gewichtung sollte sich in den kommenden Jahren noch viel mehr auf Veranstaltungen verschieben, in denen der Fokus stärker auf die Einzelsportler und Staffeln gerichtet war. Länderkämpfe und Ländervergleiche auch in Form von Europacup und Weltcup spielten dabei abgesehen von der Beachtung durch ein Fachpublikum eine in den kommenden Jahren zunehmend untergeordnete Rolle. Neben bestimmten klassischen Sportfesten mit hohen Prämien ragten dabei vor allem die Wettbewerbe bei Olympischen Spielen, Europameisterschaften und ab 1983 bei Weltmeisterschaften heraus.

Verschiedene Formen von Länderkämpfen Es gab weiterhin sechs verschiedene Arten von Länderkämpfen: Vergleiche mit einer Mischung von Disziplinen aus dem allgemeinen leichtathletischen ProgrammJede Nation war in der Regel mit zwei Athleten je Disziplin vertreten. Bei den Männern waren hier zwanzig Wettbewerbe zum Standard geworden. Allerdings wurden die beiden Langstrecken über 5000 und 10.000 Meter inzwischen verkürzt als Rennen über 3000 und 5000 Meter durchgeführt. Aus dem olympischen Wettbewerbskatalog fehlten demnach in der Regel nur der 10.000-Meter-Lauf, der Marathonlauf, die beiden Gehwettbewerbe und der Zehnkampf.Der Länderkampfdisziplinkatalog bei den Frauen hatte bis 1968 standardmäßig aus elf Disziplinen bestanden und war mit den damals bei Olympischen Spielen angebotenen Frauenwettbewerben identisch. Von 1969 an gab es hier Veränderungen: (1) Mit dem 1500-Meter-Lauf sowie der 4-mal-400-Meter-Staffel wurden zwei neue Wettbewerbe, die bei den Europameisterschaften 1969 in das Programm aufgenommen worden waren, mit in den Katalog der Frauenländerkämpfe integriert. Damit erhöhte sich die Zahl der Disziplinen auf dreizehn. (2) Der 80-Meter-Hürdenlauf war ab 1969 überall durch den 100-Meter-Hürdenlauf ersetzt worden. Das war auch bei den Länderkämpfen der Fall. Neu hinzu kam nun manchmal auch ein Rennen über 3000 Meter, eine Strecke, die erst 1984 olympisch wurde und dann in Angleichung an das Männerprogramm 1996 durch den 5000-Meter-Lauf abgelöst wurde.In seltenen Fällen gab es in Länderkämpfen sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern Abweichungen vom Standard in Form von Hinzunahme oder Weglassen einzelner Disziplinen. Vergleiche im Mehrkampf – bei den Frauen im Siebenkampf, bei den Männern im ZehnkampfBei den Frauen wurde der Fünfkampf ab 1981 unter Angleichung an den internationalen Programmkatalog durch den Siebenkampf ersetzt.Die Zahl der Vertreter je Land war dabei nicht standardisiert. In der Regel wurden von den gestarteten Teilnehmern nicht alle gewertet. Bei vier Vertretern je Disziplin beispielsweise wurden meist die drei Besten gewertet. Vergleiche der GeherDiese Begegnungen wurden bei den Männern in Form von Straßengehen ausgetragen. Es kamen zwei Disziplinen zur Austragung, ein Wettkampf über 20 Kilometer und ein Wettkampf über eine längere Distanz, die manchmal über 35 und manchmal über 50 Kilometer führte.1976 kam das Gehen auch für die Frauen ins Programm. Ausgetragen wurde dabei ein Wettbewerb über 5000 Meter, 1976 auf der Straße, später wechselweise auf der Bahn oder auf der Straße. Das Gehen für Frauen stand erst ganz am Anfang seiner Entwicklung, diese Sportart musste sich im Frauenbereich noch durchsetzen. Bei Olympischen Spielen gab es 1992 in Barcelona zum ersten Mal einen Geher-Frauenwettbewerb, bei Europameisterschaften war das 1986 in Stuttgart zum ersten Mal der Fall.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land und Wettbewerb wurde verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im StraßenlaufBis einschließlich 1980 wurde ein Rennen über dreißig Kilometer ausgetragen. 1981 wurde die Streckenlänge auf 25 Kilometer gekürzt. 1982 fand das Rennen jedoch wieder über dreißig Kilometer statt. Auch hier wurde bezüglich der Teilnehmerzahl je Land verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche im Marathonlauf.Bezüglich der Teilnehmerzahl je Land wurde hier ebenfalls verfahren wie in den Mehrkämpfen. Vergleiche mit den alleinigen Disziplinen Sprung und Wurf/Stoß.Diese Art von Länderkämpfen wurde 1980 zum ersten Mal seit 1975 in Form eines Werfer-Vergleichs wieder ins Programm genommen und auch 1981 fand wieder ein Länderkampf der Werfer statt.

Austragungsform und Wertungsmodus In der Vergangenheit wurden Länderkämpfe mit dem allgemeinen leichtathletischen Programm in der Regel mit zwei Vertretern pro Land und Disziplin durchgeführt. In einigen Vergleichen wurden wie schon in den Jahren zuvor drei Teilnehmer je Land und Wettbewerb eingesetzt. Die Regeln zur Punktevergabe wurden dabei durchgängig so angewendet, dass der Letztplatzierte einen Punkt erhielt, die weiteren Athleten in den Platzierungen jeweils aufwärts bis hin zu Rang zwei einen Punkt mehr. Der Erstplatzierte bekam zwei Punkte mehr gutgeschrieben als der Athlet auf Platz zwei. Für Länderkämpfe mit zwei Vertretern je Land und Disziplin bedeutete das: Platz 1: 5 P, Pl. 2: 3 P, Pl. 3: 2 P, Pl. 4: 1 P. Bei drei Vertretern je Land und Disziplin ergab sich folgende Punktevergabe: Platz 1: 7 P, Pl. 2: 5 P, Pl. 3: 4 P, Pl. 4: 3 P, Pl. 5: 2 P, Pl. 6: 1 P. Für die Staffeln gab es durchgängig fünf zu zwei Punkte.