Die New Zealand Breakers sind eine professionelle Basketball-Mannschaft der australasischen National Basketball League (NBL) aus der auf der neuseeländischen Nordinsel gelegenen Stadt Auckland.
Geschichte Die 2000er Jahre Im März 2003 bestätigte die National Basketball League, dass ein neuseeländisches Basketballteam in der Saison 2003/04 aufgenommen würde. Die drei Geschäftsleute aus Waikato – Michael Redman, Dallas Fisher und Keith Ward gründeten daraufhin die Franchise im Jahr 2003.
Ihr erster Cheftrainer war Jeff Green. Green trat zwei Monate nach Saisonbeginn als Trainer zurück und wurde durch seinen Assistenztrainer Frank Arsego ersetzt. Die Breakers beendeten ihre erste Saison auf dem zehnten Platz mit einer Bilanz von 12 Siegen und 21 Niederlagen.
Nachdem sie die Saison 2004/05 auf dem letzten Platz abgeschlossen hatten, ersetzten die Breakers Arsego zur Saison 2005/06 durch Andrej Lemanis. Im Jahr 2005 übernahmen Liz und Paul Blackwell die Eigentümerschaft an den Breakers.
Mit der Verpflichtung von Kirk Penney zur Saison 2007/08 gelang den Breakers erstmals der Einzug in die Playoffs. In der Saison 2008/09 kehrten die Breakers – angeführt von Penney und C.J. Bruton – erneut in die Playoffs zurück. In der Saison 2009/10 fiel Penney aufgrund einer Rückenverletzung für neun Spiele aus, und eine Leistungsschwäche in der Saisonmitte führte dazu, dass die Breakers die Playoffs verpassten.
Die 2010er Jahre
In der Saison 2010/11 sicherten sich die Breakers den ersten Platz in der regulären Saison mit einer Bilanz von 22 Siegen und 6 Niederlagen. Anschließend zogen sie durch einen 2:1-Halbfinalsieg über die Perth Wildcats erstmals in der Vereinsgeschichte in das NBL-Grand-Final ein. In der Finalserie besiegten die Breakers die Cairns Taipans mit 2:1 und gewannen damit ihre erste NBL-Meisterschaft. Sie wurden zur ersten neuseeländischen Mannschaft, die eine bedeutende australische Meisterschaft für sich entscheiden konnte. Angeführt wurde das Team von Kirk Penney, C.J. Bruton, Mika Vukona, Gary Wilkinson, Paul Henare sowie dem MVP der Finalserie, Thomas Abercrombie.
In der Saison 2011/12 sicherten sich die Breakers erneut Platz 1 in der regulären Saison – diesmal mit einer Bilanz von 21:7 – und erreichten erneut die NBL-Finalserie, in der sie die Perth Wildcats mit 2:1 besiegten und so ihre zweite Meisterschaft gewannen. Das Team wurde von Wilkinson, Abercrombie, Vukona, Daryl Corletto, Cedric Jackson und dem MVP der Finalserie, C.J. Bruton, angeführt.
Nach der Saison verließ Gary Wilkinson das Team, während Alex Pledger in die Startaufstellung aufrückte; zudem kehrte Guard Corey Webster nach einer zwölfmonatigen Sperre wegen der Einnahme verbotener Substanzen in den Kader zurück. In der Saison 2012/13 gewannen die Breakers – gestützt auf eine Siegesserie von 15 Spielen – erneut die reguläre Saison. Anschließend zogen sie wieder in die NBL-Finalserie ein, wo sie die Wildcats mit 2:0 besiegten und – angeführt vom MVP der Finalserie, Cedric Jackson – ihre dritte Meisterschaft in Folge gewannen. Die Breakers wurden damit erst das zweite Team in der Geschichte der Liga, dem ein „Three-peat“ (drei aufeinanderfolgende Meisterschaften) gelang – nach den Sydney Kings in den Jahren 2003, 2004 und 2005. Nach der Saison 2013 kam es zum Abschied des langjährigen Trainers Andrej Lemanis.
Nachdem sie in der Saison 2013/14 die Playoffs verpasst hatten, holten die Breakers Cedric Jackson für die Spielzeit 2014/15 zurück. Sie beendeten die Hauptrunde auf dem zweiten Platz mit einer Bilanz von 19:9 Siegen und besiegten die Adelaide 36ers im Halbfinale mit 2:0, womit sie in das NBL Grand Final einzogen. In der Finalserie besiegten die Breakers die Cairns Taipans im ersten Spiel mit 86:71 und im zweiten Spiel mit 83:81. Ekene Ibekwe erzielte im zweiten Spiel den spielentscheidenden Buzzerbeater und führte die Breakers damit zu ihrer vierten Meisterschaft innerhalb von fünf Spielzeiten. Jackson wurde zum zweiten Mal zum MVP des Grand Finals gekürt.
In der Saison 2015/16 zogen die Breakers zum fünften Mal innerhalb von sechs Jahren in die Finalserie der NBL ein, wo sie den Perth Wildcats mit 1:2 unterlagen. Nach Abschluss der Saison verließen Geschäftsführer Richard Clarke und Trainer Dean Vickerman die Organisation; Paul Henare übernahm daraufhin das Amt des Cheftrainers, während Dillon Boucher zum General Manager ernannt wurde.
Nachdem die Breakers in der Saison 2016/17 die Playoffs verpasst hatten, starteten sie mit einer Bilanz von 9:1 in die Saison 2017/18 und legten damit den besten Saisonstart in der Geschichte des Franchise hin. Sie beendeten die reguläre Saison schließlich auf dem vierten Platz mit einer Bilanz von 15:13 und unterlagen im Halbfinale Melbourne United. Kirk Penney beendete nach dieser Saison seine Karriere.
Im Jahr 2018 erwarb ein Konsortium unter der Leitung des ehemaligen NBA-Spielers Matt Walsh über eine neu gegründete Gesellschaft namens Breakers Basketball Ltd. die Mehrheitsanteile an der Franchise. Unter Cheftrainer Kevin Braswell verpassten die Breakers in der Saison 2018/19 die Playoffs; sie belegten mit einer Bilanz von 12:16 den sechsten Platz.
Die Saison 2019/20 brachte die Verpflichtung des neuen Trainers Dan Shamir sowie die Aufnahme von R.J. Hampton im Rahmen des „NBL Next Stars“-Programms. Infolgedessen verzeichneten die Breakers Rekordzahlen bei den Zuschauern bei Heimspielen sowie beim Fan-Engagement. Obwohl das Team zum Saisonabschluss 11 seiner letzten 14 Spiele gewann, verpasste es die Playoffs aufgrund der schlechteren Korbdifferenz.
Die 2020er Jahre Aufgrund der COVID-19-Pandemie verzögerte sich der Saisonstart 2020/21 bis in den Januar 2021. Infolge der Pandemie sahen sich die Breakers gezwungen, für den Großteil der Saison ihren Standort nach Australien zu verlegen. Sie trugen eine Reihe von Spielen als „Heimteam“ in Tasmanien aus und kehrten erst Ende Mai nach Neuseeland zurück, um dort ihre letzten sieben Spiele zu bestreiten. Mehrere Spieler verpassten verletzungs- oder privat bedingt weite Teile der Saison; hierzu zählten Robert Loe (20 Spiele), Thomas Abercrombie (9), Corey Webster (8) und Tai Webster (7). Zudem nahm das Team mitten in der Saison einen Wechsel bei den Importspielern vor, wobei Lamar Patterson durch Levi Randolph ersetzt wurde. Sie beendeten die Saison auf dem achten Tabellenplatz mit einer Bilanz von 12:24.
Als Folge der Pandemie bestritten die Breakers ihre gesamte Saison 2021/22 in Australien und richteten ihr Quartier erneut in Tasmanien ein. Unmittelbar vor Saisonbeginn sah sich das Team mit einem COVID-Ausbruch konfrontiert, den es im laufenden Spielbetrieb bewältigen musste – was zu einem Fehlstart von 0:6 führte. Mit einer Bilanz von 5:23 absolvierten die Breakers die schlechteste Saison ihrer bis dahin 19-jährigen Vereinsgeschichte.
Nach dem Abschied von Dan Shamir wurde Assistenztrainer Mody Maor für die Saison 2022/23 zum Cheftrainer befördert. Die Breakers beendeten die reguläre Saison auf dem zweiten Platz mit einer Bilanz von 18:10 Siegen und sicherten sich damit ihre erste Playoff-Teilnahme seit fünf Jahren. Im weiteren Verlauf erreichten sie ihre erste Grand-Final-Serie seit 2016. Im ersten Spiel gegen die Sydney Kings gewannen die Breakers mit 95:87. Nach Niederlagen in den Spielen zwei und drei glichen die Breakers die Serie im vierten Spiel vor heimischem Publikum – und vor der mit 9742 Zuschauern größten Kulisse ihrer Vereinsgeschichte – durch einen 80:70-Sieg aus. Das entscheidende fünfte Spiel verloren sie schließlich mit 77:69, womit sich die Kings die Meisterschaft sicherten.
Die Breakers starteten mit einer Bilanz von 3:7 in die Saison 2023/24. Im weiteren Saisonverlauf belegten sie mit einer Bilanz von 13:15 den sechsten Platz und schieden im Play-in-Spiel aus. Thomas Abercrombie beendete nach der Saison seine aktive Laufbahn; er schloss seine NBL-Karriere mit insgesamt 429 Spielen ab und geht als Rekordspieler der Breakers in die Geschichte ein. Cheftrainer Mody Maor verließ während der Sommerpause die Breakers, um eine Trainerposition in Asien wahrzunehmen.
Die Breakers starteten mit einer Bilanz von 6:2 in die Saison 2024/25. Sie gingen mit einer Bilanz von 7:3 auf dem zweiten Tabellenplatz in die FIBA-Pause und verpflichteten anschließend den 2,29 Meter großen senegalesischen Importspieler Tacko Fall. Nach der FIBA-Pause mussten die Breakers sechs Niederlagen in Folge hinnehmen – mit einem durchschnittlichen Rückstand von 22 Punkten pro Spiel. Am ersten Weihnachtsfeiertag verloren sie ihr achtes Spiel in Serie und unterlagen den Tasmania JackJumpers mit 97:82. Sie beendeten die reguläre Saison mit einer Bilanz von 10:19 auf dem vorletzten Tabellenplatz.
Im März 2025 wurde der Verein von dem neuseeländisch-amerikanischen Geschäftsmann und Rechtsanwalt Marc Mitchell übernommen. Mitchell trat die Rolle des Mehrheitseigentümers an und ging eine Partnerschaft mit den lokalen Persönlichkeiten Leon Grice, Stephen Grice sowie Sean Colgan ein; die ehemaligen Eigentümer Paul und Liz Blackwell kehrten als Anteilseigner zurück. Thomas Abercrombie stieß als Sonderberater zur Eigentümergruppe hinzu. Nach einer umfassenden personellen Umstrukturierung in der Geschäftsführung bestand die erste Amtshandlung der neuen Eigentümer in der Ernennung von Dillon Boucher zum „President of Basketball Operations“.
In der NBL-Saison 2025/26 verpassten die Breakers am Ende der regulären Saison als Siebtplatzierte die Qualifikation für die Playoffs, gewannen jedoch das erstmals ausgetragene Finale des NBL Ignite Cup, indem sie die Adelaide 36ers mit 111:107 besiegten und sich damit ein Preisgeld von 300.000 US-Dollar sicherten.
Erfolge Bestes Team der regulären Saison (3): 2011, 2012, 2013 NBL-Meister (4): 2011, 2012, 2013, 2015 NBL Ignite Cup (1): 2025/26 Playoff-Teilnahmen (10): 2007, 2008, 2011, 2012, 2013, 2015, 2016, 2018, 2023, 2024 Final-Teilnahmen (6): 2011, 2012, 2013, 2015, 2016, 2023
Saisonbilanzen
SaisonPlatzSpieleSiegeNiederlagenSiegquote in %PlayOffs2003/04 10 33 12 21 36,4 nicht qualifiziert2004/05 11 32 9 29 28,1 nicht qualifiziert2005/06 9 32 9 23 28,1 nicht qualifiziert2006/07 10 33 11 22 33,3 nicht qualifiziert2007/08 7 30 16 14 53,3 im Halbfinale ausgeschieden2008/09 3 30 18 12 60,0 im Halbfinale ausgeschieden2009/10 5 28 15 13 53,6 nicht qualifiziert2010/11 1 28 22 6 78,6 im Finale gewonnen2011/12 1 28 21 7 75,0 im Finale gewonnen2012/13 1 28 24 4 92,3 im Finale gewonnen2013/14 7 28 11 17 39,3 nicht qualifiziert2014/15 2 28 19 9 67,9 im Finale gewonnen2015/16 4 28 16 12 57,1 im Finale verloren2016/17 5 28 14 14 50,0 nicht qualifiziert2017/18 4 28 15 13 53,6 im Halbfinale ausgeschieden2018/19 6 28 12 16 42,9 nicht qualifiziert2019/20 6 28 15 13 53,6 nicht qualifiziert2020/21 8 36 12 24 33,3 nicht qualifiziert2021/22 10 28 5 23 17,9 nicht qualifiziert2022/23 2 28 18 10 64,3 im Finale verloren2023/24 6 28 13 15 46,4 im Viertelfinale ausgeschieden2024/25 9 29 10 19 34,5 nicht qualifiziert2025/26 7 33 13 20 39,3 nicht qualifiziert
Trainerhistorie Jeff Green: 2003–2004 Frank Arsego: 2003–2005 Andrej Lemanis: 2005–2013 Dean Vickerman: 2013–2016 Paul Henare: 2016–2018 Kevin Braswell: 2018–2019 Dan Shamir: 2019–2022 Mody Maor: 2022–2024 Petteri Koponen: 2024–2026 Gordon Herbert: 2026–aktuell
Heimarena
North Shore Events Centre (2003–2018) Westpac Centre (2003–2004) Queens Wharf Events Centre (2003) Mystery Creek Events Centre (2003) The Trusts Arena (2004–2006; 2021) Spark Arena (seit 2012)
Weblinks
NZ Breakers
Einzelnachweise
Kategorie:Vereinsgründung 2003
Kategorie:Sportverein (Auckland)