Leopold Heinrich von Quast (geb. 1. Oktober 1742 in Radensleben; gest. 26. Januar 1800 ebenda) war ein preußischer Leutnant und Landrat.Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. (Uradel). 1904. Jahrgang 5, Justus Perthes, Gotha Herbst 1903, S. 677. mini|130px|Wappen derer von Quast. Herkunft und Leben Leopold Heinrich von Quast war Angehöriger des Adelsgeschlechts Quast. Er war der Sohn des Hans Ludolf von Quast (1704–1752), Erbherr auf Radensleben und Protzen und dessen Ehefrau Helene Henriette (1725–1750), geborene von Wahlen-Jürgass-Ganzer.Moritz Maria von Weittenhiller: Genealogisches Taschenbuch der Ritter- u. Adels-Geschlechter. 1879. Jahrgang 4, Druck und Verlag von Buschak & Irrgang, Brünn/Wien November 1878, S. 441. Leopold Heinrich von Quast hatte mehrere Geschwister.Familienverband (Geschlechtsgenossen) (Hrsg.): Geschichte des Geschlechts v. Bredow. Band 3 (Theil III): Das Bredower Haus umfassend. Druck der Buchdruckerei des Waisenhauses (Franckesche Stiftungen), Halle a. S. 1872, S. 190.

Leopold Heinrich besuchte zunächst ab 13. April 1756 die Ritterakademie in Liegnitz, bevor er in die Preußische Armee eintrat. Dort wurde er im April 1759 zum Cornet und 1761 zum Leutnant befördert. Seinen aktiven Militärdienst beendete er im Jahr 1767. Im Mai 1771 wurde er von den Landständen zum Landrat des Kreises Ruppin gewählt. Er trat damit die Nachfolge des im April des Jahres verstorbenen Georg Christoph von Wahlen-Jürgass an. Am 29. Juni 1771 bestand er das kurz zuvor angewiesene Große Examen in Anwesenheit des Ministers Friedrich Wilhelm von Derschau. Aus der Konduitenliste des Jahres 1799 geht noch hervor, dass er als „geschickter und erfahrenen Beamter“ geschätzt wurde.

Nach seinem Tod im Jahr 1800 wurde Friedrich Christian Ludwig von Zieten Amtsnachfolger als Landrat im Kreis Ruppin.

Persönliches Leopold Heinrich von Quast war Erbherr auf Radensleben bei Neuruppin und von Rägelsdorf. Er war seit dem 5. April 1769 mit Johanna Wilhelmine Dorothee (1744–1805), geb. von Lüderitz-Nakel, verheiratet. Die Kinder aus dieser Ehe waren: Albertine Marie Elisabeth Friederike (1770–1838), verh. m. Wilhelm von Brunn Hans Julius Heinrich Friedrich (1771–1781) Ludwig Gottlob Sigfried Karl (1772–1773) Johanna Juliane Wilhelmine (1774–1831), verh. m. Alexander Wilhelm August George von der Marwitz-Gnewikow Friedrich Wilhelm Karl Ludwig (1776–1830), verh. m. Charlotte von Rohr (1786–1879) Charlotte Karoline Christiane Friederike (1778–1802)

Der Konservator Ferdinand von Quast war sein Enkel, der Landrat Siegfried von Quast sein Urenkel.

Literatur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85, K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 763. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1904. Jahrgang 5, Justus Perthes, Gotha Herbst 1903, S. 677.

Weitere Literatur Anneliese Klingenberg, Albert Meier, Conrad Wiedemann, Christof Wingertszahn (Hrsg.): Karl Philipp Moritz, Sämtliche Werke. Kritische und kommentierte Ausgabe. Band 9, Max Niemeyer Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-484-15700-2, S. 551. F. Wilhelm Riehl, J. Scheu: Berlin und die Mark Brandenburg mit dem Markgrafthum Nieder-Lausitz. Berlin 1861, S. 241.Reprint: Riehl/Scheu: Salzwasserverlag GmbH, Frankfurt 2022, ISBN 978-3-37508-739-5, S. 241. Ferdinand Heydemann: Die neuere Geschichte der Stadt Neu-Ruppin. Verlag der Oehmigte & Riemschneider’schen Buchhandlung, Neu-Ruppin 1863, S. 250 f. Friedrich Wilhelm August Bratring: Die Graf(f)schaft Ruppin in historischer, statistischer und geographischer Hinsicht. Ein Beitrag zur Kunde der Mark Brandenburg. Verlag Gottfried Hayan, Berlin 1799, S. 100.

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Einzelnachweise

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